Jésuites
 
    
 

 
Neuerscheinungen von Schweizer Jesuiten
Nouvelles publications des jésuites suisses


Ein Verzeichnis der im Buchhandel erhältlichen Werke findet sich unter Antiquariat.
Une liste des ouvrages disponibles en librairie se trouve sous En librairie
 
Rutishauser, Zu Fuss nach Jerusalem
 
 
Rutishauser Christian SJ: Zu Fuss nach Jerusalem - Mein Pilgerweg für Dialog und Frieden.
Patmos-Verlag, Ostfildern 2012, Gebundenes Buch, 167 Seiten, ISBN 978-3-8436-0341-6.

Auf dem Heimweg nach Jerusalem
Als Wegbegleiter der vier Pilger freue ich mich über das Buch von Christian Rutishauser SJ «Zu Fuss nach Jerusalem – Mein Pilgerweg für Dialog und Frieden». Es erzählt von dem langen Weg, bis es zu dieser Pilgerreise kam und schliesslich vom Gehen selber, vom Ankommen und vom weiteren Unterwegssein.
Zur Zeit der Vorbereitungen des Pilgerprojekts kam ich als Langzeitgast ins Lassalle-Haus. Damals hatte sich Christian Rutishauser seit Jahren im Sitzen geübt und machte sich nun auf, zu Fuss nach Jerusalem zu gehen. Ich hingegen war dabei, nach vielen Jahren bewegten Unterwegsseins das Sitzen zu lernen. So kam es, dass ich die Pilgergruppe auf der ersten Strecke bis zur Schweizergrenze mit dem Fahrzeug begleitete, das Gepäck transportierte und für die Verpflegung sorgte. Während der folgenden Monate fand meine Anteilnahme im Sitzen statt. Ich entschied mich für die Grossen Exerzitien im Alltag, welche parallel zum Unterwegssein der Pilger angeboten wurden. Schliesslich durfte ich auf der letzten Etappe ab Amman wieder dabei sein, durfte Zeuge sein des Ankommens und selbst in Jerusalem einziehen.
Als Abenteurer freue ich mich über die Erzählungen. Sie nehmen mich mit auf die lange Reise, durch Landschaften, Dörfer und Städte. Bei den vielen Begegnungen fiebere ich mit, schmunzle und lache. Der Autor führt mich in die Geschichte ein, die mir hilft, die Gegenwart zu verstehen und meinen Glauben zu verankern. Ich folge den Fragen, die der Weg mit sich bringt. Einige werden geklärt, viele bleiben ohne Antwort, bleiben ein Aushalten. Sie inspirieren mich und fordern auf zum kritischen Nachdenken über mein eigenes Leben. Darin ist Gemeinschaft im Alltag oft eine Herausforderung. Deshalb hätte mich das natürliche Ringen um Dialog und Frieden innerhalb der Pilgergruppe lebhaft interessiert. Leider schweigt sich der Erzähler darüber aus.
Als Reisender auf meinem geistlichen Weg erlebe ich die Publikation als spirituellen Reiseführer. Christian Rutishauser begleitet mich zu einem tieferen Verständnis des Pilgerns. Dabei geht es nicht um Auswandern. Vielmehr ist von Heimat die Rede, wo das Sehnsuchen meiner Seele nach einem Zuhause zur Ruhe kommt. Mein Leben wird nicht zu einem bewilligten Aufenthalt, erhält kein zeitlich begrenztes Visum oder nur eine Erlaubnis zur Durchreise. Es geht um Erbschaft. – So werde ich gestärkt, dem Leben zu begegnen, verantwortungsvoll meine Aufgaben wahrzunehmen und mutig meinen Weg zu gehen.
Reto Bühler

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Longchamp, Anne de Xainctonge
 
 
Albert Longchamp SJ, Anne de Xainctonge – Eine starke Frau.
Gründerin der Gesellschaft von St. Ursula
Übersetzt von Hubert Theler und Sr. Petra Marzetta
Visp, Rotten Verlag, 2012
191 Seiten, ill., Taschenbuch, CHF 17.00,ISBN 978-3-9523744-6-7

Diese Biographie ihrer Gründerin, vom Schweizer Jesuiten Albert Longchamp, haben die Schwestern von St. Ursula ins Deutsche übertragen lassen.
Anne de Xainctonge ist eine aussergewöhnliche Frau. Sie setzt sich zeit ihres Lebens leidenschaftlich für die Rechte und die Stellung der Frau ein, lange bevor von Feminismus auch nur die Rede ist. Ihre menschenfreundliche und eigenständige Pädagogik kommt vor allem den sozial Schwächeren zugute. Mit Gleichgesinnten gründet sie eine neuartige Gemeinschaft, um den Mädchen und Frauen die Glaubenslehre und allgemeine Bildung zu vermitteln, und zwar gegen mannigfaltigen Widerstand. Diese Pioniertat sichert ihr einen wichtigen Platz in der damaligen Gesellschaft, vor allem auch in der Kirche vor Ort. Sie erreicht ihr Ziel ohne Revolte, ohne durch grosse Reformen auffallen zu wollen, beharrlich und im Vertrauen auf Jesus. Sie tut einfach, was ihr notwendig scheint, die Not wendend.
Anne de Xainctonge lebt zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als der Ruf nach Gleichstellung der Frau in Gesellschaft und Kirche noch in weiter Ferne liegt. Eine bemerkenswerte Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist.

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Brantschen, Via Integralis
 
 
Niklaus Brantschen SJ, Pia Gyger, Via Integralis.
Wo Zen und christliche Mystik sich begegnen, Ein Übungsweg.
Unter Mitarbeit von Bernhard Stappel, Kösel-Verlag, München 2011.
Gebundenes Buch, 160 Seiten, CHF 26,90, ISBN: 978-3-466-37008-5.

Niklaus Brantschen SJ und Pia Gyger gehen seit Jahren ihren eigenen Weg im Spannungsfeld zwischen Zen und Christentum. Um die Gemeinsamkeit und die Einzigartigkeit beider Religionen bewusst zu machen, entwickelten sie die Via-Integralis: In Theorie und Praxis wird christliche Mystik mit Zen-Meditation verbunden für ein Leben in den Kirchen und in der Welt.

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Hans Schaller: Im Labyrinth meines Lebens
 
 
Hans Schaller SJ, Im Labyrinth meines Lebens.
Von Umwegen die weiterführen, Topos Taschenbuch 756, Ostfildern 2011, 104 Seiten, € 7,90, ISBN: 978-3-8367-0756-5.

Das Gefühl, sich in einem Lebenslabyrinth mit Umwegen, Irrwegen und verworrenen Pfaden zu befinden, kennt wohl jeder. Doch wo liegt der Sinn solcher Umwege, die uns oft von aussen vorgegeben werden – durch besondere Lebensumstände, durch Krankheit und Leiden? Und wie können wir diese Herausforderungen bestehen? Der Band bietet Glaubens- und Lebenshilfen an, die deutlich machen: Umwege sind keine verlorene Zeit, sondern gehören zu unserem Leben. Oft ermöglichen sie einen neuen Anfang und können uns näher zu Gott führen.

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Christian Rutishauser

 
 
Christian Rutishauser SJ, Vom Geist ergriffen dem Zeitgeist antworten.
Christliche Spiritualität für heute, Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2011, 144 Seiten, € 16,90, ISBN: 978-3-7867-2869-6.

Spiritualität ist ein Modewort und gleichzeitig viel mehr als das. Aus einem christlichen Verständnis heraus geht es um ein Leben, das sich durch den Geist des Evangeliums prägen lässt. Weil dies nicht abgeschieden von aktuellen gesellschaftlichen und religiösen Einflüssen geschieht, steht es Christinnen und Christen gut an, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu öffnen.
Christian Rutishauser greift einige dieser Herausforderungen exemplarisch auf, wie etwa den religiösen Pluralismus der Gegenwart oder die Erkenntnisse der Evolutionslehre. Aus einer christlichen Weltsicht heraus tritt er in einen so klugen wie fruchtbaren Dialog – immer mit dem Ziel, aus dem Besten der christlichen Tradition zu schöpfen und sie für die Fragen der Gegenwart fruchtbar zu machen.

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Tulsidas, Hubert Hänggi


 
 
Tulsidas. Gebete eines Hindu, herausgegeben und übersetzt von Hubert Hänggi SJ
Diederichs Verlag, München 2010, 176 Seiten,4 s/w Abbildungen, € 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 33,90, ISBN 978-3-424-35027-2.

Der indische Dichter und Philosoph Tulsidas (1532 – 1623) wanderpredigte als Asket die Lehre des Rama. Seine psalmenartigen Dichtungen sind für die Spiritualität der Hindus bis heute von großer Bedeutung. Die schönsten und philosophisch bedeutsamsten Verse des Zyklus „Vinaya Patrika“ werden erstmals direkt aus dem Hindi übersetzt und anschaulich erläutert. Der Leser lernt anhand der Verse die Opfer- und Karma-Lehre ebenso kennen wie den Grundgedanken der Erkenntnis durch Weltverzicht und den Weg des Yoga.

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Dissertation Alain Decorzant


 
 
Alain Decorzant SJ, Vom Gericht zum Erbarmen.
Text und Theologie von Micha 6-7, Forschung zur Bibel Bd. 123, Echter Verlag, Würzburg 2010, 300 Seiten, ISBN 978-3-429-03319-4, Euro 30.00, Sfr. 47.90.

Während Exegeten Mi 6f als Fremdkörper im Buch Micha oder als „trümmerhafte Stücke“ betrachten zeigt diese im 2009 an der Universität Innsbruck eingereichte Dissertation, wie Mi 6f eine Dynamik aufweist und zugleich Themen, die in den ersten fünf Kapiteln entwickelt wurden, aufnimmt und abschließt. Dabei ist dem masoretischen Text gegenüber der LXX der Vorzug zu geben.

Die Studie befasst sich ausführlich mit der Struktur des Buches Micha und analysiert detailliert Mi 6f (Textkritik, Übersetzung, Aufbau, genaue „Wort-für-Wort-Untersuchung“ und Exkurse). Die relevantesten Erträge, wie Kommunikationsstruktur, Rolle des Propheten, Funktion von 6,9b, Verbindungen mit dem Zwölfprophetenbuch, gehen pastoralen Überlegungen voraus. Die gesamte Arbeit wird in 20 Thesen zusammengefasst.

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Hegel für Theologen


 
 
Rita Haub, Paul Oberholzer, Matteo Ricci und der Kaiser von China.
Jesuitenmission im Reich der Mitte, Echter Verlag, Würzburg 2010, 160 Seiten, ISBN 978-3-429-03226-5. Euro 14.00, Sfr. 23.90

Die große Sehnsucht des Jesuiten Matteo Ricci (1552-1610) galt der christlichen Mission in China, wo bisher alle Versuche, Fuß zu fassen fehlgeschlagen waren. 1583 kam er dorthin, aber erst 1601 konnte er Peking betreten. Am Kaiserhof war er als Mathematiker, Astronom und Kartograph tätig und erstellte die erste Weltkarte, die China nicht als „Reich der Mitte“, sondern als Teil einer größeren Welt zeigte.

Ricci ist der eigentliche Begründer der Akkommodationsmethode und Inkulturation. Er lernte die Landessprache, studierte die chinesische Literatur und nahm einen chinesischen Namen an. Er pflegte die Lebensgewohnheiten und Umgangsformen der Gelehrten des Landes, mit denen er in freundschaftlicher Beziehung stand.

Ricci war als Begründer der Chinamission einer der bedeutendsten Vermittler europäischer Ideen nach China. Zugleich aber brachte er zum ersten Mal Kenntnisse über Gesellschaft, Geschichte und Kultur der Chinesen der späten Ming-Zeit nach Europa.

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Hegel für Theologen


 
 
Peter Henrici, Hegel für Theologen.
Gesammelte Aufsätze, Schriftenrehe der theologischen Hochschule Chur, Band 8, 230 Seiten, ISBN 978-3-7278-1645-1.
www.thchur.ch

An Hegel lässt sich ablesen, was geschieht, wenn ein Denker das Christentum in all seinen Dimensionen philosophisch zu begreifen versucht. Wie viele der grossen Philosophen ist Hegel ausgebildeter Theologe. Als solcher hat er auch als Philosoph immer sehr nah an der christlichen Theologie "entlanggedacht".
Peter Henrici hat sich als Philosophiehistoriker lange Jahre aus vorwiegend theologischem Interesse mit Hegel beschäftigt. Seine in diesem Band vorgelegten Aufsätze lassen Revue passieren, warum Hegel bis heute für Theologen von höchstem Interesse ist: Themen wie Tod Gottes, Säkularisierung, Vermittlung von Werten regen philosophisch-theologisch zum Denken an.


 
Rebellen im Zarenreich
 
 
Robert Hotz, Geistige Rebellen im Zarenreich und Kommunismus.
Zweihundert Jahre Regimekritik in der russischen Literatur. Patristisches Zentrum Koinonia - Oriens e.V., Edition Cardo: Bd. 160, Köln 2009, 244 Seiten, ISBN 3-936835-57-8, € 21.

Erstaunlicherweise sind die „geistigen Rebellen“, die sich unter dem Zarismus und Kommunismus mutig mit den Fehlformen und Missständen ihres Regimes auseinandersetzten, zumindest im Westen als solche kaum bekannt. Dabei riskierten sie Tod, Gefängnis, Verbannung und Ausgrenzung, ohne dabei ihre Kritik zu mildern. Die beißende Satire des Diplomaten A.S. Gribojedow (1795-1829) auf die russische Aristokratie „Verstand schafft Leiden“ wurde von der Zensur umgehend verboten und zirkulierte lange nur in Abschriften. Immerhin blieb dem Autor weiteres Ungemach erspart.

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Auf Unendliches bezogen
 
 
Eckart Frick, Bruno Lautenschlager, Auf Unendliches bezogen. Spirituelle Entdeckungen bei C.G. Jung, Kösel Verlag, München 2008, 208 Seiten. ISBN 9783466367801, Sfr. 34.80, € 17.95.

Welche Bedeutung hat Spiritualität für unsere Seele? C.G. Jung war einer der ersten Psychotherapeuten, der sich dieser Frage gewidmet hat. Die Autoren – beide Psychoanalytiker und Jesuiten – laden in diesem Buch dazu ein, wichtige Botschaften des großen Seelenarztes neu zu entdecken. Sie zeigen, dass C.G. Jung auch heute noch entscheidende Wegweisungen für Menschen gibt, ihren göttlichen Kern zu leben.

> Kurzbesprechung von Franz-Xaver Hiestand SJ, Luzern ...

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Sakramente im Wechselspiel zwischen Ost und West
 
 
Robert Hotz, Sakramente im Wechselspiel zwischen Ost und West.
Verlag Fluhegg, Basel 2008, 2. Auflage, 342 Seiten, 15 x 23 Seiten, broschiert, ISBN-10: 909103-24-3, Sfr. 36., € 22,50.

In der Liturgie und Sakramentenpraxis des Ostens spielen seit je Zeichen, Symbole und Bilder eine dominierende Rolle.
Das vorliegende Werk versucht, eine Entwicklungsgeschichte der allgemeinen Sakramententheologie des Ostens darzustellen. Dabei werden auch die westlichen Entfaltungen der Sakramentenlehre gewürdigt, insoweit sie in ihrer Wechselwirkung mit dem Osten von Bedeutung sind. Es macht den Reiz dieses Buches aus, dass der Autor immer wieder den zeitgeschichtlichen Hintergrund und das sprachlich-philosophische Umfeld der dogmengeschichtlichen Entwicklung aufzeigt. So bieten seine Ausführungen auch ausgezeichnete Einblicke in die orthodoxe Theologie überhaupt.
Der für das Verständnis des Sakramentalen so bedeutungsvolle Aspekt von Bild und Geheimnis, der im Westen durch die Überbetonung des Wortes in den Hintergrund rückte, erhält in diesem Buch von der östlichen Theologie her wieder seinen richtigen Stellenwert. Robert Hotz lässt in seinen Ausführungen keinen Zweifel daran, dass er im östlichen theologischen Denken eine wesentliche Ergänzung westlicher Vorstellungen sieht.



 
Christsein im Angesicht des Judentums
 
 
Christian Rutishauser, Christsein im Angesicht des Judentums.
Ignatianische Impulse Band 28, Echter Verlag, Würzburg 2008, 93 Seiten, ISBN 978-3-429-02980-7, Sfr. 16.90.

Weil sie mit Jesus verwandt seien - so Ignatius von Loyola -, beneide er die Juden. Und doch: Über fast zwei Jahrtausende hinweg verstanden die Christen die Juden nicht, die Gegnerschaft war schmerzlich und allzu oft gewalttätig. Heute versucht die Christenheit, sich mit dem Judentum zu versöhnen, die eigenen jüdischen Wurzeln wieder zu entdecken und die bleibende Verwiesenheit der beiden Religionsgemeinschaften tiefer zu verstehen.
Christian Rutishauser erzählt die neuere Dialoggeschichte der Christen und der Juden, er beschreibt die Zwilllingsgeburt der Kirche und des rabbinischen Judentums, und er erschließt spirituelle Quellen jüdischer Mystiker und Denker für suchende Christen.

Online-Bestellung: www.echter-verlag.de
 
Buch Espinal
 
 
Luis Espinal, Und haben nur einen Sinn, wenn wir brennen.
Gebete hautnah. Aus dem Spanischen übersetzt und mit einer Einleitung herausgegeben von Christoph Albrecht SJ und Beatrice Marr, Verlagsgemeinschaft Topos plus 649, Innsbruck 2008, 96 Seiten, ISBN 978-3-8367-0649-0, 7,90 €.

Ausbeutung, Ohnmacht, Verfolgung – Luis Espinal blieb dennoch nie bei einer verzweifelten Abwendung von Gott stehen, sondern suchte nach einer Haltung, die für das unbegreifliche Geheimnis der Erlösung offen war. Die Tatsache, dass Espinal nicht nur von der Gerechtigkeit redete, sondern auch mit seinem Tun dafür eintrat, gibt seinen Texten Kraft für jene, die nach einem authentischen Lebensstil suchen.
Espinal setzte sich unermüdlich für die Rechte der Ausgebeuteten und Unterdrückten ein und wurde zu einem der exponiertesten Vertreter der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung. Am 22. März 1980 wurde er brutal ermordet – zwei Tage vor Oscar Romero in El Salvador.

Autor: Geb. 1932; Jesuit und Menschenrechtsaktivist in Bolivien. Am 22. März 1980 ermordet.

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Etienne Perrot
 
 
Etienne Perrot, L’art de décider en situations complexes.
Desclée de Brouwer, Paris 2007, 286 pages, ISBN 978-2-220-05858-0, € 28.

C’est apparemment un livre de gestion, et plus précisément, si l’on en croit les multiples exemples cités, de gestions des personnels : il y est question d’outils d’aide à la décision, de risque, de déontologie. En fait, le Père Perrot traite de sujets qui ne sont guère abordés par les manuels de management, et qui sont cependant le pain quotidien des décideurs : les dilemmes lorsque les intérêts, les valeurs et les sentiments s’embrouillent. En cas d’hésitation, lorsque la décision ne s’impose pas avec évidence, il faut faire fond sur soi-même. Non pas en se confiant aveuglément à ses propres valeurs, à ses sentiments ou à son imagination, mais en éprouvant ce qui demeure de ces motivations lorsqu’on les passe au filtre du coût pour soi-même et pour autrui, voire quand on envisage l’échec. On aura reconnu ici, resituée en milieu professionnel, la troisième semaine des Exercices de saint Ignace.

 
Ziegler: Bisch zweg?
 
 
Albert Ziegler: Bisch zweg?
Viele Wege führen nach Rom, alle aber heim.
Eine Auswahl von Zeitungskolumnen auf dem Wege wechselnder Jahre.
Herausgegeben von Walter Feldmann sen. "Fridolin", Schwanden.
Schwanden 2007, 155 Seiten, ISBN 978-3-85948-104-6.

Unter den vielen Professoren, die ich als Student zu hören hatte, machte einer schon im ersten Semester auf mich einen besonderen Eindruck. Es war Professor Wilhelm Schmidt, bei dem ich Völkerkunde belegt hatte. Eine Vorlesung vermittelte mir - wie man heute zu sagen beliebt - ein Schlüsselerlebnis. Professor Schmidt sprach von Schöpfungsmythen und erwähnte die Kato-Indianer. Sie nannten den ersten Menschen den grossen Wanderer. Seine Nachkommen sind es geblieben. Wir wandern ein Leben lang mit uns selber durch Raum und Zeit.
Das Ursprüngliche ist wohl die Wanderung durch den Raum. Denn auch für die kommende und vergehende Zeit verwenden wir die Wörter des räumlichen Wanderns. Denn die Zeit kommt, geht und vergeht.
Auch wir Menschen sind immer unterwegs. Wenn wir uns erkundigen, wie es einem Menschen zumute ist, fragen wir: "Wie geht es dir?" Er antwortet: "Es geht mir gut." Es geht also. Darum kann er auch sagen: "Ich bin zuweg." Weil er zuweg ist, bringt er auf diesem Wege auch noch Allerhand zu Wege. So kommt denn wohl alles darauf an, dass wir Menschen, wenn wir schon ein Leben lang unterwegs sind, auch zuwege bleiben und noch dies und jenes zu Wege bringen.
Solche Gedanken gehen mir seit jener Vorlesung in der Völkerkunde immer wieder durch den Kopf und auch durch das Herz. Darum lag es nahe, die kleine Auswahl dessen, was ich in den vergangenen 40 Jahren geschrieben und da und dort veröffentlicht habe, unter dem Gedanken des Weges auszuwählen und zu ordnen.

 
Brantschen: Das Viele und das Eine
 
 
Niklaus Brantschen: Das Viele und das Eine.
Für eine weltoffene Spiritualität.
Kösel-Verlag, München 2007, 160 Seiten, ISBN 9783466367627. Sfr. 33.-, € 16.95.

Niklaus Brantschen, der weit bekannte spirituelle Lehrer, ist in vielen Welten zu Hause: Er verbindet christlich-abendländische Tradition und Zen, kennt die Zurückgezogenheit des kontemplativen Lebens und wirkt nach aussen in Wirtschaft und Politik, er liebt die Schweizer Berge und engagiert sich für den Frieden im Nahen Osten.
Mit klugem und liebevollem Blick auf die Welt, seinen eigenen spirituellen Weg und unsere Suche zeigt Niklaus Brantschen: Es gibt erfülltes Leben - trotz mancher unerfüllter Wünsche. In den vielen möglichen Erfahrungen von Tiefe und Sinn offenbart sich das eine grosse Geheimnis.

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Bruhin, Füssel, Petzel, Schlette: Misere und Rettung
 
 
Josef Bruhin, Kuno Füssel, Paul Petzel, Heinz Robert Schlette (Hg.): Misere und Rettung.
Beiträge zu Politik und Kultur. Nikolaus Klein SJ zu Ehren.
Edition Exodus, Luzern 2007, 374 Seiten, ISBN 3-905577-17-8. Sfr. 48.-, € 32.-.

«Misere und Rettung» heisst der Titel der Festschrift, die Nikolaus Klein SJ, Zürich, zu seinem sechzigsten Geburtstag gewidmet ist als Zeichen der Anerkennung für seine grosse Leistung als langjähriger Redaktor der Zeitschrift «Orientierung». Wer Nikolaus Klein kennt, weiss, wie sehr ihn die Nöte dieser Welt und ihre Menschen in den verschiedensten Kulturen zu Herzen gehen. Er leidet förmlich mit an den Verletzungen der Menschenrechte, an der Unterdrückung inidgener Kulturen und der Armen, am oft krassen Ungenügen der Politik, am Verqueren des Wissenschafts- und Kulturbetriebs und nicht zuletzt auch am Versagen der Kirchen. So erstaunt nicht, dass beinahe alles, was Rettung verheisst, seine grosse Aufmerksamkeit und Unterstützung findet, sei es die Aufarbeitung geschehenen Unrechts durch Wahrheitskommissionen und internationale Gerichtshöfe, sei es der Aufbau von Kulturen des Widerstandes bei den Indígenas in Lateinamerika oder durch Bürgerrechtsbewegungen im Norden des Kontinents, sei es die Weiterentwicklung des Völkerrechts, um den beschwerlichen Gang der Weltgemeinschaft vom Krieg zum Frieden zu unterstützen.
Wie ein Echo auf die Arbeit von Nikolaus Klein lesen sich die 38 Beträge dieser Festschrift. Nikolaus Klein ist kein einsamer Kämpfer auf verlorenem Posten, er hat viele Freundinnen und Freunde, Mitautorinnen und Mitautoren, und es sind weit mehr als die, die für diese Festgabe etwas beisteuern konnten. Seine Anliegen sind auch die Anliegen vieler anderer. Der Marsch aus der Misere ist lang, je mehr sich aber ihm anschliessen, umso mehr besteht Hoffnung auf Rettung.

 
Blöchlinger, Kopf, Profeld: 150 Jahre Kolleg Stella Matutina
 
 
Alex Blöchlinger, Roland Kopf, Dieter Profeld: 150 Jahre Kolleg Stella Matutina.
Die bewegte Geschichte des Kollegs Stella Matutina von 1856 bis 1938 und 1946 bis 1979. Bucher Verlag, Hohenems 2006, 155 Seiten, ISBN 978-3902525-52-9.
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Vor 150 Jahren haben die Jesuiten in Feldkirch ein Pensionat eröffnet und das Feldkircher Staatsgymnasium übernommen. Das war der Auftakt zu einer neuen Geschichte der schulischen und erzieherischen Tätigkeit der Jesuiten in Feldkirch mit glänzenden pädagogischen Höhepunkten und schmerzhaften politischen Schicksalsschlägen.
Heute existiert die Institution nicht mehr, aber in der weltweiten «Diaspora» leben noch zahlreiche «Alt-Stellaner», die den 150. Geburtstag ihres ehemaligen Kollegs feiern können.
Dieser Geburtstag gibt uns Anlass zu einem Rückblick, der keine Vollständigkeit beansprucht, sondern auszugsweise einige wichtige Ereignisse der bewegten Geschichte beleuchtet und in Erinnerung ruft.

 
Henrici: Hans Urs von Balthasar – ein grosser Churer Diözesan
 
 
Peter Henrici (Hg.): Hans Urs von Balthasar – ein grosser Churer Diözesan.
Mit Beiträgen von Urban Fink, Alois M. Haas, Peter Henrici, Kurt Koch, Manfred Lochbrunner, sowie einer Botschaft von Papst Benedikt XVI.
Schriftenreihe der theologischen Hochschule Chur, Band 7, Freiburg i. Üe. 2006, 136 Seiten, ISBN-13: 987-3-7278-1542-3.
Darin: Peter Henrici, Das Gleiche auf zwei Wegen: Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar, S. 39-54.
www.thchur.ch

Evangelisierung der Kultur ist heute eine vordringliche Aufgabe. Bischof Kurt Koch, Prof. Alois Haas und Weihbischof Peter Henrici zeigen auf, welchen Beitrag der grosse Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar zu dieser Aufgabe geleistet hat. Zwei historische Forschungsarbeiten von Manfred Lochbrunner und Urban Fink-Wagner klären die Vorgänge um Balthasars Inkardination im Bistum Chur. Eine Botschaft Papst Benedikt XVI belegt die freundschaftliche Hochschätzung Hans Urs von Balthasars durch Joseph Ratzinger.

 
Schaller/Terstriep: Vom Segen in alltäglichen Dingen
 
 
Hans Schaller, Dominik Terstriep: Vom Segen in alltäglichen Dingen.
Topos plus Taschenbücher Bd. 609, Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfieldern 2006,
119 Seiten, ISBN 3-7867-8609-7. € 7.90.
www.toposplus.de

Das ignatianische Ideal, Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden, wird von alltäglichen Erfahrungen her geerdet. Es sind deshalb auch die ganz einfachen und alltäglichen Abläufe, über die hier nachgedacht wird: Aufstehen und Sich-Hinlegen, Essen, Gespräche. Immer wieder sind es ja solch kleine Dinge, an denen wir uns stossen, die es deshalb auch nötig haben, bedacht und in gewissem Sinne ritualisiert zu werden. Denn gerade so können wir dem Tag Gestalt geben.


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