Jésuites
 
    
 

 
Neuerscheinungen von Schweizer Jesuiten
Nouvelles publications des jésuites suisses


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Hegel für Theologen


 
 
Rita Haub, Paul Oberholzer, Matteo Ricci und der Kaiser von China.
Jesuitenmission im Reich der Mitte, Echter Verlag, Würzburg 2010, 160 Seiten, ISBN 978-3-429-03226-5. Euro 14.00, Sfr. 23.90


Die große Sehnsucht des Jesuiten Matteo Ricci (1552-1610) galt der christlichen Mission in China, wo bisher alle Versuche, Fuß zu fassen fehlgeschlagen waren. 1583 kam er dorthin, aber erst 1601 konnte er Peking betreten. Am Kaiserhof war er als Mathematiker, Astronom und Kartograph tätig und erstellte die erste Weltkarte, die China nicht als „Reich der Mitte“, sondern als Teil einer größeren Welt zeigte.

Ricci ist der eigentliche Begründer der Akkommodationsmethode und Inkulturation. Er lernte die Landessprache, studierte die chinesische Literatur und nahm einen chinesischen Namen an. Er pflegte die Lebensgewohnheiten und Umgangsformen der Gelehrten des Landes, mit denen er in freundschaftlicher Beziehung stand.

Ricci war als Begründer der Chinamission einer der bedeutendsten Vermittler europäischer Ideen nach China. Zugleich aber brachte er zum ersten Mal Kenntnisse über Gesellschaft, Geschichte und Kultur der Chinesen der späten Ming-Zeit nach Europa.

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Hegel für Theologen


 
 
Peter Henrici, Hegel für Theologen.
Gesammelte Aufsätze, Schriftenrehe der theologischen Hochschule Chur, Band 8, 230 Seiten, ISBN 978-3-7278-1645-1.
www.thchur.ch


An Hegel lässt sich ablesen, was geschieht, wenn ein Denker das Christentum in all seinen Dimensionen philosophisch zu begreifen versucht. Wie viele der grossen Philosophen ist Hegel ausgebildeter Theologe. Als solcher hat er auch als Philosoph immer sehr nah an der christlichen Theologie "entlanggedacht".
Peter Henrici hat sich als Philosophiehistoriker lange Jahre aus vorwiegend theologischem Interesse mit Hegel beschäftigt. Seine in diesem Band vorgelegten Aufsätze lassen Revue passieren, warum Hegel bis heute für Theologen von höchstem Interesse ist: Themen wie Tod Gottes, Säkularisierung, Vermittlung von Werten regen philosophisch-theologisch zum Denken an.


 
Rebellen im Zarenreich
 
 
Robert Hotz, Geistige Rebellen im Zarenreich und Kommunismus.
Zweihundert Jahre Regimekritik in der russischen Literatur. Patristisches Zentrum Koinonia - Oriens e.V., Edition Cardo: Bd. 160, Köln 2009, 244 Seiten, ISBN 3-936835-57-8, € 21.


Erstaunlicherweise sind die „geistigen Rebellen“, die sich unter dem Zarismus und Kommunismus mutig mit den Fehlformen und Missständen ihres Regimes auseinandersetzten, zumindest im Westen als solche kaum bekannt. Dabei riskierten sie Tod, Gefängnis, Verbannung und Ausgrenzung, ohne dabei ihre Kritik zu mildern. Die beißende Satire des Diplomaten A.S. Gribojedow (1795-1829) auf die russische Aristokratie „Verstand schafft Leiden“ wurde von der Zensur umgehend verboten und zirkulierte lange nur in Abschriften. Immerhin blieb dem Autor weiteres Ungemach erspart.

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Auf Unendliches bezogen
 
 
Eckart Frick, Bruno Lautenschlager, Auf Unendliches bezogen. Spirituelle Entdeckungen bei C.G. Jung, Kösel Verlag, München 2008, 208 Seiten. ISBN 9783466367801, Sfr. 34.80, € 17.95.


Welche Bedeutung hat Spiritualität für unsere Seele? C.G. Jung war einer der ersten Psychotherapeuten, der sich dieser Frage gewidmet hat. Die Autoren – beide Psychoanalytiker und Jesuiten – laden in diesem Buch dazu ein, wichtige Botschaften des großen Seelenarztes neu zu entdecken. Sie zeigen, dass C.G. Jung auch heute noch entscheidende Wegweisungen für Menschen gibt, ihren göttlichen Kern zu leben.

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Sakramente im Wechselspiel zwischen Ost und West
 
 
Robert Hotz, Sakramente im Wechselspiel zwischen Ost und West.
Verlag Fluhegg, Basel 2008, 2. Auflage, 342 Seiten, 15 x 23 Seiten, broschiert, ISBN-10: 909103-24-3, Sfr. 36., € 22,50.

In der Liturgie und Sakramentenpraxis des Ostens spielen seit je Zeichen, Symbole und Bilder eine dominierende Rolle.
Das vorliegende Werk versucht, eine Entwicklungsgeschichte der allgemeinen Sakramententheologie des Ostens darzustellen. Dabei werden auch die westlichen Entfaltungen der Sakramentenlehre gewürdigt, insoweit sie in ihrer Wechselwirkung mit dem Osten von Bedeutung sind. Es macht den Reiz dieses Buches aus, dass der Autor immer wieder den zeitgeschichtlichen Hintergrund und das sprachlich-philosophische Umfeld der dogmengeschichtlichen Entwicklung aufzeigt. So bieten seine Ausführungen auch ausgezeichnete Einblicke in die orthodoxe Theologie überhaupt.
Der für das Verständnis des Sakramentalen so bedeutungsvolle Aspekt von Bild und Geheimnis, der im Westen durch die Überbetonung des Wortes in den Hintergrund rückte, erhält in diesem Buch von der östlichen Theologie her wieder seinen richtigen Stellenwert. Robert Hotz lässt in seinen Ausführungen keinen Zweifel daran, dass er im östlichen theologischen Denken eine wesentliche Ergänzung westlicher Vorstellungen sieht.



 
Christsein im Angesicht des Judentums
 
 
Christian Rutishauser, Christsein im Angesicht des Judentums.
Ignatianische Impulse Band 28, Echter Verlag, Würzburg 2008, 93 Seiten, ISBN 978-3-429-02980-7, Sfr. 16.90.

Weil sie mit Jesus verwandt seien - so Ignatius von Loyola -, beneide er die Juden. Und doch: Über fast zwei Jahrtausende hinweg verstanden die Christen die Juden nicht, die Gegnerschaft war schmerzlich und allzu oft gewalttätig. Heute versucht die Christenheit, sich mit dem Judentum zu versöhnen, die eigenen jüdischen Wurzeln wieder zu entdecken und die bleibende Verwiesenheit der beiden Religionsgemeinschaften tiefer zu verstehen.
Christian Rutishauser erzählt die neuere Dialoggeschichte der Christen und der Juden, er beschreibt die Zwilllingsgeburt der Kirche und des rabbinischen Judentums, und er erschließt spirituelle Quellen jüdischer Mystiker und Denker für suchende Christen.


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Buch Espinal
 
 
Luis Espinal, Und haben nur einen Sinn, wenn wir brennen.
Gebete hautnah. Aus dem Spanischen übersetzt und mit einer Einleitung herausgegeben von Christoph Albrecht SJ und Beatrice Marr, Verlagsgemeinschaft Topos plus 649, Innsbruck 2008, 96 Seiten, ISBN 978-3-8367-0649-0, 7,90 €.

Ausbeutung, Ohnmacht, Verfolgung – Luis Espinal blieb dennoch nie bei einer verzweifelten Abwendung von Gott stehen, sondern suchte nach einer Haltung, die für das unbegreifliche Geheimnis der Erlösung offen war. Die Tatsache, dass Espinal nicht nur von der Gerechtigkeit redete, sondern auch mit seinem Tun dafür eintrat, gibt seinen Texten Kraft für jene, die nach einem authentischen Lebensstil suchen.
Espinal setzte sich unermüdlich für die Rechte der Ausgebeuteten und Unterdrückten ein und wurde zu einem der exponiertesten Vertreter der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung. Am 22. März 1980 wurde er brutal ermordet – zwei Tage vor Oscar Romero in El Salvador.

Autor: Geb. 1932; Jesuit und Menschenrechtsaktivist in Bolivien. Am 22. März 1980 ermordet.

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Etienne Perrot
 
 
Etienne Perrot, L’art de décider en situations complexes.
Desclée de Brouwer, Paris 2007, 286 pages, ISBN 978-2-220-05858-0, € 28.

C’est apparemment un livre de gestion, et plus précisément, si l’on en croit les multiples exemples cités, de gestions des personnels : il y est question d’outils d’aide à la décision, de risque, de déontologie. En fait, le Père Perrot traite de sujets qui ne sont guère abordés par les manuels de management, et qui sont cependant le pain quotidien des décideurs : les dilemmes lorsque les intérêts, les valeurs et les sentiments s’embrouillent. En cas d’hésitation, lorsque la décision ne s’impose pas avec évidence, il faut faire fond sur soi-même. Non pas en se confiant aveuglément à ses propres valeurs, à ses sentiments ou à son imagination, mais en éprouvant ce qui demeure de ces motivations lorsqu’on les passe au filtre du coût pour soi-même et pour autrui, voire quand on envisage l’échec. On aura reconnu ici, resituée en milieu professionnel, la troisième semaine des Exercices de saint Ignace.

 
Ziegler: Bisch zweg?
 
 
Albert Ziegler: Bisch zweg?
Viele Wege führen nach Rom, alle aber heim.
Eine Auswahl von Zeitungskolumnen auf dem Wege wechselnder Jahre.
Herausgegeben von Walter Feldmann sen. "Fridolin", Schwanden.
Schwanden 2007, 155 Seiten, ISBN 978-3-85948-104-6.

Unter den vielen Professoren, die ich als Student zu hören hatte, machte einer schon im ersten Semester auf mich einen besonderen Eindruck. Es war Professor Wilhelm Schmidt, bei dem ich Völkerkunde belegt hatte. Eine Vorlesung vermittelte mir - wie man heute zu sagen beliebt - ein Schlüsselerlebnis. Professor Schmidt sprach von Schöpfungsmythen und erwähnte die Kato-Indianer. Sie nannten den ersten Menschen den grossen Wanderer. Seine Nachkommen sind es geblieben. Wir wandern ein Leben lang mit uns selber durch Raum und Zeit.
Das Ursprüngliche ist wohl die Wanderung durch den Raum. Denn auch für die kommende und vergehende Zeit verwenden wir die Wörter des räumlichen Wanderns. Denn die Zeit kommt, geht und vergeht.
Auch wir Menschen sind immer unterwegs. Wenn wir uns erkundigen, wie es einem Menschen zumute ist, fragen wir: "Wie geht es dir?" Er antwortet: "Es geht mir gut." Es geht also. Darum kann er auch sagen: "Ich bin zuweg." Weil er zuweg ist, bringt er auf diesem Wege auch noch Allerhand zu Wege. So kommt denn wohl alles darauf an, dass wir Menschen, wenn wir schon ein Leben lang unterwegs sind, auch zuwege bleiben und noch dies und jenes zu Wege bringen.
Solche Gedanken gehen mir seit jener Vorlesung in der Völkerkunde immer wieder durch den Kopf und auch durch das Herz. Darum lag es nahe, die kleine Auswahl dessen, was ich in den vergangenen 40 Jahren geschrieben und da und dort veröffentlicht habe, unter dem Gedanken des Weges auszuwählen und zu ordnen.

 
Brantschen: Das Viele und das Eine
 
 
Niklaus Brantschen: Das Viele und das Eine.
Für eine weltoffene Spiritualität.
Kösel-Verlag, München 2007, 160 Seiten, ISBN 9783466367627. Sfr. 33.-, € 16.95.

Niklaus Brantschen, der weit bekannte spirituelle Lehrer, ist in vielen Welten zu Hause: Er verbindet christlich-abendländische Tradition und Zen, kennt die Zurückgezogenheit des kontemplativen Lebens und wirkt nach aussen in Wirtschaft und Politik, er liebt die Schweizer Berge und engagiert sich für den Frieden im Nahen Osten.
Mit klugem und liebevollem Blick auf die Welt, seinen eigenen spirituellen Weg und unsere Suche zeigt Niklaus Brantschen: Es gibt erfülltes Leben - trotz mancher unerfüllter Wünsche. In den vielen möglichen Erfahrungen von Tiefe und Sinn offenbart sich das eine grosse Geheimnis.

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Bruhin, Füssel, Petzel, Schlette: Misere und Rettung
 
 
Josef Bruhin, Kuno Füssel, Paul Petzel, Heinz Robert Schlette (Hg.): Misere und Rettung.
Beiträge zu Politik und Kultur. Nikolaus Klein SJ zu Ehren.
Edition Exodus, Luzern 2007, 374 Seiten, ISBN 3-905577-17-8. Sfr. 48.-, € 32.-.

«Misere und Rettung» heisst der Titel der Festschrift, die Nikolaus Klein SJ, Zürich, zu seinem sechzigsten Geburtstag gewidmet ist als Zeichen der Anerkennung für seine grosse Leistung als langjähriger Redaktor der Zeitschrift «Orientierung». Wer Nikolaus Klein kennt, weiss, wie sehr ihn die Nöte dieser Welt und ihre Menschen in den verschiedensten Kulturen zu Herzen gehen. Er leidet förmlich mit an den Verletzungen der Menschenrechte, an der Unterdrückung inidgener Kulturen und der Armen, am oft krassen Ungenügen der Politik, am Verqueren des Wissenschafts- und Kulturbetriebs und nicht zuletzt auch am Versagen der Kirchen. So erstaunt nicht, dass beinahe alles, was Rettung verheisst, seine grosse Aufmerksamkeit und Unterstützung findet, sei es die Aufarbeitung geschehenen Unrechts durch Wahrheitskommissionen und internationale Gerichtshöfe, sei es der Aufbau von Kulturen des Widerstandes bei den Indígenas in Lateinamerika oder durch Bürgerrechtsbewegungen im Norden des Kontinents, sei es die Weiterentwicklung des Völkerrechts, um den beschwerlichen Gang der Weltgemeinschaft vom Krieg zum Frieden zu unterstützen.
Wie ein Echo auf die Arbeit von Nikolaus Klein lesen sich die 38 Beträge dieser Festschrift. Nikolaus Klein ist kein einsamer Kämpfer auf verlorenem Posten, er hat viele Freundinnen und Freunde, Mitautorinnen und Mitautoren, und es sind weit mehr als die, die für diese Festgabe etwas beisteuern konnten. Seine Anliegen sind auch die Anliegen vieler anderer. Der Marsch aus der Misere ist lang, je mehr sich aber ihm anschliessen, umso mehr besteht Hoffnung auf Rettung.

 
Blöchlinger, Kopf, Profeld: 150 Jahre Kolleg Stella Matutina
 
 
Alex Blöchlinger, Roland Kopf, Dieter Profeld: 150 Jahre Kolleg Stella Matutina.
Die bewegte Geschichte des Kollegs Stella Matutina von 1856 bis 1938 und 1946 bis 1979. Bucher Verlag, Hohenems 2006, 155 Seiten, ISBN 978-3902525-52-9.
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Vor 150 Jahren haben die Jesuiten in Feldkirch ein Pensionat eröffnet und das Feldkircher Staatsgymnasium übernommen. Das war der Auftakt zu einer neuen Geschichte der schulischen und erzieherischen Tätigkeit der Jesuiten in Feldkirch mit glänzenden pädagogischen Höhepunkten und schmerzhaften politischen Schicksalsschlägen.
Heute existiert die Institution nicht mehr, aber in der weltweiten «Diaspora» leben noch zahlreiche «Alt-Stellaner», die den 150. Geburtstag ihres ehemaligen Kollegs feiern können.
Dieser Geburtstag gibt uns Anlass zu einem Rückblick, der keine Vollständigkeit beansprucht, sondern auszugsweise einige wichtige Ereignisse der bewegten Geschichte beleuchtet und in Erinnerung ruft.

 
Henrici: Hans Urs von Balthasar – ein grosser Churer Diözesan
 
 
Peter Henrici (Hg.): Hans Urs von Balthasar – ein grosser Churer Diözesan.
Mit Beiträgen von Urban Fink, Alois M. Haas, Peter Henrici, Kurt Koch, Manfred Lochbrunner, sowie einer Botschaft von Papst Benedikt XVI.
Schriftenreihe der theologischen Hochschule Chur, Band 7, Freiburg i. Üe. 2006, 136 Seiten, ISBN-13: 987-3-7278-1542-3.
Darin: Peter Henrici, Das Gleiche auf zwei Wegen: Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar, S. 39-54.
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Evangelisierung der Kultur ist heute eine vordringliche Aufgabe. Bischof Kurt Koch, Prof. Alois Haas und Weihbischof Peter Henrici zeigen auf, welchen Beitrag der grosse Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar zu dieser Aufgabe geleistet hat. Zwei historische Forschungsarbeiten von Manfred Lochbrunner und Urban Fink-Wagner klären die Vorgänge um Balthasars Inkardination im Bistum Chur. Eine Botschaft Papst Benedikt XVI belegt die freundschaftliche Hochschätzung Hans Urs von Balthasars durch Joseph Ratzinger.

 
Schaller/Terstriep: Vom Segen in alltäglichen Dingen
 
 
Hans Schaller, Dominik Terstriep: Vom Segen in alltäglichen Dingen.
Topos plus Taschenbücher Bd. 609, Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfieldern 2006,
119 Seiten, ISBN 3-7867-8609-7. € 7.90.
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Das ignatianische Ideal, Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden, wird von alltäglichen Erfahrungen her geerdet. Es sind deshalb auch die ganz einfachen und alltäglichen Abläufe, über die hier nachgedacht wird: Aufstehen und Sich-Hinlegen, Essen, Gespräche. Immer wieder sind es ja solch kleine Dinge, an denen wir uns stossen, die es deshalb auch nötig haben, bedacht und in gewissem Sinne ritualisiert zu werden. Denn gerade so können wir dem Tag Gestalt geben.

 
Longchamp: Petite vie d'Ignace de Loyola
 
 
Albert Longchamp: Petite vie d’ Ignace de Loyola.
Desclée de Brouwer, Paris 22005. 125 p, 12 €, ISBN 2-220-05665-1.

Une nuit du printemps 1522 sur le Montserrat: Inigo de Loyola veille en prière. Il rêvait de conquêtes mondaines mais Dieu l'a saisi et va conduire son étonnant destin. Manrèse, sur la route de Barcelone: les illuminations mystiques. Venise, Jérusalem, Alcala, Salamanque, les premiers essais apostoliques, les geôles de l'Inquisition. Et toujours ce désir d'aider les âmes! Paris, 1535: Inigo est devenu Maître Ignace. Transformés par ses Exercices spirituels, quelques étudiants l'ont rejoint. Parmi eux, un certain François Xavier. Automne 1538: les compagnons vont s'offrir au service du pape et de l'Eglise. En chemin vers Rome, ils ont trouvé le nom qui les rassemblera pour toujours: Compagnie de Jésus… En plein XVIe siècle, la vie de saint Ignace de Loyola est l'histoire d'un contemplatif dans l'action, d'un homme passionné par la réforme de l'Eglise et qui pleure en regardant le ciel étoilé.

 
Brantschen: Vom Vorteil, gut zu sein
 
 
Niklaus Brantschen: Vom Vorteil, gut zu sein.
Mehr Tugend – weniger Moral.
Kösel-Verlag, München 2005, 159 Seiten,
ISBN 3-466-36690-9. € 16.90, SFr. 30.90.
www.koesel.de

Wie sollen wir handeln? Alte Tugenden – ganz neu für heute!
Der eine sagt so, die andere so. Alles geht. Doch wem noch glauben? Woran sich halten? Alles wird beliebig. Gibt es überhaupt keine Kriterien mehr für sinnvolles, ehrliches Verhalten? Wen wundert, dass allenthalben die Glaubwürdigkeit von Personen und Institutionen in Frage gestellt wird.
Niklaus Brantschen entdeckt in den alten Tugenden – Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mass – eine Richtschnur für gutes Handeln. Denn wenn wir jeden Moment erfinden müssten, was richtig ist, dann wären wir überfordert. Und: Gut handeln trägt nachhaltig zum Erfolg bei.
Aus seiner reichen Erfahrung als Zen-Meister, spiritueller Lehrer, Leiter von Management-Seminaren und als persönlicher Begleiter sind die Anregungen dieses Buches gewachsen: Mitten im Leben, mitten in Entscheidungssituationen werden die Tugenden konkret. Eine neue, leicht zugängliche Lebensphilosophie, eine tragfähige Orientierung für alle, die entscheiden, erziehen und führen. Immer vertieft durch Übungen und Anregungen der Verhaltensveränderung und Standortbestimmung.

 
Albrecht: Den Unterdrückten eine Stimme geben
 
 
Christoph Albrecht: Den Unterdrückten eine Stimme geben.
Das Lebenszeugnis von P. Luis Espinal SJ – Impulse für eine prophetische Kirche in einer ökonomisch globalisierten Apartheidgesellschaft.
Theologie in Geschichte und Gesellschaft Bd. 10. Diss.theol., Edition Exodus,
Luzern 2005, 478 Seiten, ISBN 3-905577-67-4, SFr. 62.–.
www.kath.ch/exodus

«Wer nicht den Mut hat, für die Menschen zu sprechen, hat auch nicht das Recht, von Gott zu reden.» Inmitten einer Militärdiktatur brachte der 1980 in Bolivien ermordete Jesuitenpater Luis Espinal die unauflösliche Verbindung von Gottes- und Menschenliebe auf provozierende Weise zum Ausdruck. Die Tatsache, dass er nicht nur davon redete, sondern auch mit seinem Tun dafür eintrat, gibt seinem Leben jenen prophetischen Zeugnischarakter, der die theologische Reflexion herausfordert und die bestehende kirchliche Praxis in Frage stellt. Aus seiner Biografie wird ersichtlich, welche Konsequenzen die entschiedene Parteinahme für die Benachteiligten im Hinblick auf die christliche Theologie und die Rolle der Kirche in der Gesellschaft hat.
Auch in so genannten christlichen Ländern stehen heute superreiche Eliten einer Masse von verarmten, hungernden und heimatlosen Menschen gegenüber. Millionen von Menschen leben unter den Bedingungen eines unglaublichen persönlichen und strukturellen Unrechts. Wie können die Kirchen dazu beitragen, dass zwischen Ländern und Regionen, zwischen sozialen Schichten und unterschiedlichen Rassen gerechtere Beziehungen entstehen? Wie können sie dazu beitragen, dass sich die Menschen ihrer Rolle bewusst werden, die sie in der Errichtung eines Unrechtssystems spielen, dann aber auch fähig werden, zu seiner Veränderung beizutragen?
Aus Espinals Leben und Wirken lassen sich auch für heute zutiefst theologische Aussagen gewinnen. Sie können sowohl zur spirituellen Nahrung für sozialpolitisch Engagierte werden als auch einen Beitrag zur Diskussion um die prophetische Gestalt der Kirche leisten.

 
Schwager: Kirche als universales Zeichen
 
 
Raymund Schwager: Kirche als universales Zeichen.
In: Siebenrock, Roman / Sandler, Willibald (Hg.): Kirche als universales Zeichen. In memoriam Raymund Schwager SJ (Beiträge zur mimetischen Theorie 19). Wien 2005, 19-62.

Raymund Schwager, Erlöser der Menschen. Soteriologie in der Verkündigung von Johannes Paul II. und die Herausforderungen unserer Zeit. In: Siebenrock, Roman / Sandler, Willibald (Hg.): Kirche als universales Zeichen. In memoriam Raymund Schwager SJ (Beiträge zur mimetischen Theorie 19). Wien 2005, 63-98.
Im Jahr 2003 verfasste Raymund Schwager zwei Texte zur «gelebten Theologie» Johannes Pauls II. Sie wurden in der Innsbrucker Forschungsgruppe «Religion – Gewalt – Kommunikation – Weltordnung» diskutiert, als Raymund Schwager durch einen plötzlichen Tod aus ihrer Mitte gerissen wurde. Das vorliegende Buch enthält diese beiden Texte, sowie achtzehn weitere Aufsätze, in denen Mitglieder der Forschungsgruppe sich mit Raymund Schwagers Beiträgen auseinandersetzen und an einer dramatischen Theologie der Kirche arbeiten. Durchgängiges Leitthema ist die Frage, wie Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil und angesichts massiver gesellschaftlicher und innerkirchlicher Infragestellungen als universales Heilszeichen anerkannt werden kann.

 
Brantschen: Weg der Stille
 
 
Niklaus Brantschen: Weg der Stille.
Orientierung in einer lärmigen Welt.
Verlag Herder, Freiburg i.Br. 2004, 156 Seiten,
ISBN 3-451-05480-9. € 8.90, SFr. 16.50.
www.herder.de

Stille finden in Zeiten in denen vieles auf uns einstürzt: Nicht nur Geräusche und Lärm, sondern die vielfältigen Ansprüche, die das Leben jeden Tag stellt. Stille finden bedeutet: innerlich ruhig werden, zu sich selber finden und aus der konzentrierten Kraft dieser Stille kraftvoll nach aussen zu wirken. Niklaus Brantschen, bekannter Zen-Meister und Autor gibt dazu die Orientierung, die aus einer langjährigen Praxis kommt.

 
Rutishauser: Josef Dov Soloveitchik
 
 
Christian M. Rutishauser: Josef Dov Soloveitchik.
Einführung in sein Denken.
Judentum und Christentum Bd. 14. Diss. theol.,
Verlag Kohlhammer, Stuttgart 2004, 288 Seiten,
ISBN 3-17-018220-X, € 30.00.
www.kohlhammer.de

Josef Dov Soloveitchiks (1903-1993) Vision für die jüdische Orthodoxie der Moderne ist die freie, schöpferische Persönlichkeit, die sich und die Welt durch die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, souverän gestaltet. So entwarf er das Konzept einer Tora-Auslegung und zeichnete das spirituelle Porträt eines jüdisch orthodoxen Menschen. Es ist stark vom existentialistischen Denken geprägt, das herausfordert, aus freier Entscheidung sich mit der eigenen Tradition und den Anforderungen der Welt auseinanderzusetzen, um sich dadurch in Gottes Offenbarung zu verwurzeln. Rutishauser führt ins Leben und in die Vision des charismatischen Gelehrten ein, der auf einmalige Weise litauisches Judentum, europäisch-philosophische Bildung und amerikanische Moderne miteinander verbunden hat.

 
Erbrich: Grenzen des Wachstums im Widerstreit der Meinungen
 
 
Paul Erbrich: Grenzen des Wachstums im Widerstreit der Meinungen.
Leitlinien für eine nachhaltige ökologische, soziale und ökonomische Entwicklung.
Glaube Solidarität Bd. 8, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2004,
272 Seiten, ISBN 3-17-018130-0, € 35.00.
www.kohlhammer.de

Niemand glaubt, dass die Weltbevölkerung zahlenmässig endlos wachsen könne. Aber jedermann scheint zu glauben, dass genau dies der Wirtschaft möglich sei, obwohl eine wachsende Wirtschaft noch immer zunehmenden Naturverbrauch bedeutet. Was uns beunruhigen muss, ist die Tatsache, dass Wirtschaftswachstum gerade von reichen Gesellschaften erwartet wird, deren Naturverbrauch pro Kopf zehn- oder gar hundertfach höher liegt als der Naturverbrauch armer Gesellschaften, die allein schon für die schlichte Daseinssicherung der Mehrheit ihrer Mitglieder auf wirtschaftliches Wachstum angewiesen sind. Müsste jedoch das Potential für Wachstum nicht bevorzugt den armen Gesellschaften, den Entwicklungsländern reserviert bleiben und müssten nicht die hochentwickelten Länder ihr Wachstum beenden? Es zeigt sich, dass beträchtliche Wachstumsmöglichkeiten vorhanden sind, die sich allerdings nicht gleichmässig über alle Quellen von Naturressourcen erstrecken. Grenzen drohen vor allem beim flüssigen Energieträger Erdöl: Flüssige Treibstoffe, gewonnen aus dem Erdöl, werden noch für lange Zeit für den Transport von Personen und Gütern unentbehrlich sein, jedenfalls für Entwicklungsländer. Für jeden Entwicklungspfad gilt die Forderung der Nachhaltigkeit. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial und ökonomisch) werden am Beispiel des Erdöls und seiner drohenden Verknappung vor Augen geführt.

 
Oberholzer: Wie begegneten junge Menschen totalitären Ideologien
 
 
Paul Oberholzer (Hg.): Wie begegneten junge Menschen totalitären Ideologien.
Ältere Ostschweizer erinnern sich an die Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Stadtarchiv (Vadiana), St.Gallen 2004, 86 Seiten,
ISBN 3-907928-40-7, SFr. 15.–.
Auslieferung: Sabon Verlag, Magnihalden 3, 9000 St.Gallen.

Unsere Senioren haben das Recht, bei der Beurteilung vergangener Zeiten, die sie miterlebt, mitgestaltet haben, angehört zu werden. Wie nahmen sie die Zeit des aufkeimenden Totalitarismus, der dreissiger und vierziger Jahren, des Zweiten Weltkrieges wahr? Welche Rolle spielte die katholische Kirche? Welches Ansehen genossen Bundesrat und Armee? Welche Kenntnisse hatte man über Flüchtlinsströme, die Judenvernichtung?
In diesem Buch werden die Aufzeichnungen von fünfzehn Gesprächen abgedruckt, die der Herausgeber mit älteren Menschen aus der Ostschweiz geführt hat. Die Aussagen divergieren zum Teil sehr stark. Das liegt daran, dass die Zeitzeugen ihre Erinnerungen über Jahrzehnte im Gedächtnis bewahrten – und umgestalteten. Darum hat der Herausgeber möglichst viele Aussagen in der Literatur oder in Archiven überprüft und in einem umfangreichen Anmerkungsapparat bestätigt oder berichtigt. Das Werk gibt kein abschliessendes Bild der Zeiten vor und während des Zweiten Weltkrieges. Es finden sich darin aber Informationen über das damalige gesellschaftliche Leben, die sich in keinem Geschichtsbuch nachschlagen lassen. Das Buch bietet damit einen Beitrag zum tieferen Verständnis einer vergangenen, aber bis heute bedeutenden Epoche.

 
Schwager: Erbsünde und Heilsdrama
 
 
Raymund Schwager: Erbsünde und Heilsdrama.
Im Kontext von Evolution, Gentechnologie und Apokalyptik. (Beiträge zur mimetischen Theorie 4). Münster 22004.

Die biblische Urgeschichte beschreibt vom Fall im Paradies bis zum Turmbau zu Babel eine Dynamik des Bösen, die modernen Erfahrungen zu entsprechen scheint, besonders wenn diese im Licht der mimetischen Theorie René Girards gesehen werden. Dennoch ist die Erbsünde heute für viele problematisch geworden.
Die Evolutionslehre scheint auch gegen einen Sündenfall am Anfang zu sprechen, der die ganze kommende Geschichte geprägt haben soll. Zeigt aber nicht die gleiche Lehre, daß der Organismus ein lebendes Gedächtnis ist, das zufällige «Ereignisse aus seiner Vergangenheit in sich aufbewahrt? Macht es die moderne Gentechnologie nicht möglich, über das lebende Gedächtnis sogar in frühere Entscheidungen» einzugreifen und diese zum Guten oder zum Schlechten zu verändern?


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