Jesuiten
 
    
  Aktuelles aus dem Jesuitenorden

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Rom6. September 2010

Jesuit und Arzt zum Theologen der Apostolischen Poenitentiarie ernannt

Papst Benedikt XVI. hat den slowakischen Jesuiten Ján Ďačok zum Theologen der Apostolischen Poenitentiarie ernannt. Geboren 1955 hat er zur Zeit kommunistischer Herrschaft Medizin studiert und als Arzt gebarbeitet, bevor er 1981, vorerst noch heimlich, in die Gesellschaft Jesu eingetreten und 1990 zum Priester geweiht worden ist. Bis vor einem Jahr war er Provinzial der slowakischen Provinz und unterrichtet gegenwärtig Moraltheologie an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom.


Uppsala5. September 2010

Zur Eröffnung des Newmann-Instituts

Im schwedischen Uppsala darf sich eine Hochschule ab Samstag offiziell Hochschule nennen: Das Newman-Institut. 2001 wurde die katholische Einrichtung für das Studium der Theologie, Philosophie und vereinzelt anderer Kulturwissenschaften von Jesuiten gegründet. Anfang dieses Jahres hatte aber die schwedische Regierung erst genehmigt, dass das Institut staatlich anerkannte Bachelor- und höhere Diplomabschlüsse verleihen darf.

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Rom30. August 2010

Führungswechsel an der päpstlichen Universität Gregoriana

François-Xavier Dumortier SJ tritt am 1. September seine neue Aufgabe als Rektor der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom an. Der 61-jährige französische Philosoph war bislang Professor für Philosophie und philosophische Ethik an der Jesuiten-Hochschule Centre Sèvres in Paris. Zugleich amtierte er dort während 13 Jahren als Rektor. In Rom löst er den Jesuiten und Kirchenrechtler Gianfranco Ghirlanda SJ (68) ab, der die Gregoriana seit 2004 leitete. (radio vatikan)


Zürich24. August 2010

Die Schweizer Jesuitenmission hilft Pakistan

Pakistan kämpft mit den grössten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Mehr als 1000 Menschen sind gestorben. Hunderttausende sind betroffen, haben Haus und Gut verloren, sind auf der Flucht oder eingekesselt vom Wasser von jeder Hilfe abgeschlossen. Mehrfach war der Missionprokurator der Schweizer Jesuiten, Toni Kurmann SJ, in den vergangenen Jahren bei den drei Mitbrüdern der kleinen Jesuitenkommunität in Lahore zu Gast. Sie selbst sind in Sicherheit, aber die Menschen im Land erleben Schreckliches.

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Köln24. Juli 2010

Josef Sudbrack SJ gestorben
Am 15. Juli 2010 ist Pater Josef Sudbrack SJ im Alter von 85 Jahren in Köln-Holweide gestorben. 1946 trat er der Gesellschaft Jesu bei und wurde 1956 in Frankfurt zum Priester geweiht. Nach seiner Promotion 1963 in Bonn war er bis 1986 Mitherausgeber und Leiter der Zeitschrift „Geist und Leben". Zeit seines Lebens hat er intensiv und erfolgreich über das Gebet, die Spiritualität und die Mystik gearbeitet, Kurse und Vorträge gehalten und viele bedeutende Bücher publiziert. Gemeinsam mit einem evangelischen Mystikkenner gründete er 1987 die Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik.

Die "Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik" will dazu beitragen, die reichen Traditionen christlicher Spiritualität und Mystik einer breiteren Öffentlichkeit bekannt und somit für ein gegenwärtiges Christentum fruchtbar zu machen.

„Wir sind kein wissenschaftlicher Verein, auch wenn wir zur Erfüllung unserer Aufgabe auf die Mithilfe der Forscher dringend angewiesen sind. Zunehmend wichtig ist es uns geworden, über Wege der geistlichen Übung Auskunft zu geben und den Austausch unter Menschen zu fördern, die einen solchen Weg beschreiten (oder beschreiten wollen)", heißt es über dies Projekt.

Josef Sudbrack SJ: Vom Ich zum Wir

Jesus, schenke die Gewissheit,
dass im Wir der Kirche Du selber lebst.
Jesus, schenke die Kraft,
mein Ich in dieses Wir der Kirche einzubringen.

Jesus, schenke die Liebe,
in dieser Wir-Gemeinschaft zu leben.
Jesus, schenke die Hoffnung, dass Dein Geist erfülle,
wozu uns die Kräfte fehlen.

Jesus, lass Dein Licht noch heller leuchten
Durch die Mauern der Kirche und durch die Fenster
Der Christenheit hindurch.

Lass es leuchten für mich,
der Ausschau hält nach Licht.

Lass es leuchten für alle Menschen,
die sich sehnen nach Licht, nach Deinem Licht.
(zenit.org)


Australien10. Juli 2010

Jesuiten eröffnen neue Grundschule für Aborigines

2011 werden die Jesuiten der Provinz Australien in einer neuen Grundschule kostenlosen Unterricht für Kinder aus Aborigines-Gemeinden anbieten. Das Institut mit Sitz in der katholischen Gemeinde St. Vincent in Redfern soll vor allem von Kindern aus benachteiligten Gesellschaftsschichten besucht werden. Ross Jones SJ, Rektor des „St. Aloysius’ College in Millsons Point, betonte, dass der „NSW Board of Studies“ bereits die ersten Anmeldungen finanziert und der Gemeinderat von Sydney den Antrag auf Restaurierung des Pfarrhauses und der Kirche bewilligte. „Jarjum“, was in der Sprache der Aborigines soviel bedeutet wie „Kinder“ wird der Name der vom „St. Aloysius College“ im Auftrag der Jesuitenprovinz unterstützten Schule sein. „Die Bildung, die die Kinder an dieser Schule erhalten wird intensiv und umfassend sein“, so Pater Jones. „Die Jarjum-Schule wird sich vor allem bedürftiger Kinder annehmen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen“, so der Pater weiter. Die Kinder werden vor Schulbeginn auch ein Frühstück erhalten und vor dem Nachmittagsunterricht ein Mittagessen einnehmen. Außerdem sollen sie regelmäßig ärztlich untersucht werden. Dabei sollen den Kindern und ihren Familien die besten geistlichen Ideale und moralischen Werte vermittelt werden. Seit jeher widmen die Jesuiten in Australien den Ureinwohnern des Landes ein besonderes Augenmerk. (fides.org)


München7. Juli 2010

Theologe und Philosoph Albert Keller SJ gestorben

Der leidenschaftliche Theologe und Philosoph Albert Keller SJ ist in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli im Alter von 78 Jahren (78) nach langer und schwerer Krankheit in München gestorben.

Viele Studierende der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München hatte Albert Keller SJ als Professor für Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie geprägt. Er leitete von 1976 bis 1980 das Institut für Kommunikationsforschung und die Medienarbeit der Hochschule und war von 1970 bis 1976 Rektor der Hochschule. Auch nach seiner Entpflichtung im Jahre 2000 gehörte er zu deren Lehrkörper.

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Philippinen6. Juli 2010

Francisco Claver SJ, ein Leben im Dienst des gewaltlosen Widerstands

Der emeritierte Bischof von Malaybalay auf den Philippinen, Francisco Claver SJ, ist tot. Er verstarb am vergangenen Donnerstag im Alter von 81 Jahren. Er galt als eine herausragende Persönlichkeit in der katholischen Kirche Asiens. Claver wurde auf den Philippinen geboren, studierte Theologie in Indien und den USA und wurde dort 1961 zum Priester geweiht. Im Alter von 40 Jahren ernannte ihn Papst Paul VI. zum Prälaten von Malaybalay auf den Philippinen, acht Jahre später wurde er in Nationa zum Bischof geweiht, 1984 trat er vom Bischofsamt zurück. Der Jesuit setzte sich aktiv für den gewaltlosen Widerstand gegen den philippinischen Diktator Ferdinand Marcos ein, der bis Mitte der achtziger Jahre den Inselstaat beherrschte. Wegen seines Einsatzes für eine Stärkung der lokalen Gemeinden geriet er oft in Konflikt mit dem Vatikan. (radio vatikan)


Ankara4. Juli 2010

Erster Jesuit türkischer Herkunft feiert Primiz

Am Sonntag, 4. Juli, hat der erste Jesuit türkischer Herkunft in Ankara seine Primiz gefeiert. Antuan Ilgit SJ (38) ist in Deutschland geboren; nach seiner Rückkehr in die Türkei ließ er sich katholisch taufen und trat schliesslich in die italienische Provinz des Jesuitenordens ein. Pater Ilgit würdigte bei einer Messe nach seiner Priesterweihe in Rom den ermordeten Bischof Luigi Padovese. Dieser habe ihn immer in seiner Berufung unterstützt. – Der Jesuit ist Fachmann für Bioethik; besonders interessiert ihn der Vergleich zwischen der katholischen Position und den „Fatwas“, das sind Rechtsgutachten islamischer Gelehrter zu aktuellen ethischen Fragestellungen. (radio vatikan)


Indonesien25. Juni 2010

Julius Kardinal Riyadi Darmaatmadja SJ zurückgetreten

Papst Benedikt hat am 28. Juni 2010 den vom Erzbischof von Jakarta, Kardinal Jiulius Riyadi Darmaatmadja SJ, eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Koadjutor der Erzdiözese, Ignatius Suharyo Hardjoatmodjo, zu seinem Nachfolger ernannt. (fides.org)


München25. Juni 2010

Stefan Dartmann SJ zum Leiter von Renovabis ernannt

Der bisherige Provinzialobere der Jesuiten in Deutschland, Stefan Dartmann SJ, wird neuer Hauptgeschäftsführer des Hilfswerkes Renovabis. Das haben die Deutsche Bischofskonferenz und der Jesuitenorden an diesem Mittwoch nach der Sitzung des Ständigen Rates der Bischofskonferenz bekanntgegeben. Sein Vorgänger, der Redemptorist Pater Dietger Demuth, dessen Amtszeit am 30. Juni ausläuft, war in der vergangenen Woche in der Freisinger Geschäftsstelle von Renovabis offiziell verabschiedet worden. Er war seit Juli 2002 Leiter der „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“, wie Renovabis mit vollem Titel heißt. Dartmann tritt sein Amt nächstes Jahr an. (radio vatikan)


Burundi24. Juni 2010

Jesuiten eröffnen neue Klinik

Vor kurzem wurde in Burundi eine Klinik des „Service Yezu Mwiza“ (SYM) eröffnet. Im Rahmen des SYM führen die Jesuiten in Burundi unter anderem ihre Programme zur Pflege von Aidskranken und Vorbeugung gegen HIV durch. Seit Anfang des Jahres ist das SYM-Programm auch offiziell für die Verteilung von antiretroviralen Medikamenten zuständig. „Wir danken Gott für diesen Erfolg, denn er erlaubt es den Menschen, derer wir uns annehmen und bei denen es sich vorwiegend um sehr arme Menschen handelt, Geld zu sparen, das sie für Transportmittel und den Anfahrtsweg zu anderen Einrichtungen und Krankenhäusern ausgeben mussten“, so der Leiter des SYM-Programms, Desiré Yamurenmye, SJ. „Da unsere Strategie darin besteht, dass wir zu den Menschen gehen und sie in den Pfarreien und umliegenden Krankenstationen besuchen, werden unser Ärzte dort die notwendigen Medikamente verteilen können. Dies war seit jeher unsere Politik und diejenigen, die davon profitieren werden sehr zufrieden sein“. Die Menschen sollen von der neuen Einrichtung umfassend betreut werden: neben medizinischer und psychologischer Betreuung werden auch Ernährungsprogramme, Mikro-Kredite und Nachhilfestunden für Kinder angeboten. (Fidesdienst)


Hongkong14. Juni 2010

Neue Stiftung zur Pflege des Erbes von Matteo Ricci SJ

Die Jesuiten in Hongkong eröffneten vor kurzem anlässlich des 400. Todestages von ihrem Mitbruder Matteo Ricci SJ die „Hong Kong Ricci Heritage Society“. Wie das in chinesischer Sprache erscheinende Mitteilungsblatt der Diözese berichtet, hat der Regionalobere A. Deignan SJ bei der feierlichen Eröffnung der neuen Stiftung deren Ziele wie folgt umschrieben: „Sie soll das Leben und das Wirken von Matteo Ricci und dessen Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen dem Orient und dem Okzident bekannt machen“. Gemäss Dr. Stephan Rothlin, Generalsekretär des Center for International (CIBE) in Peking, wirkt sich das Erbe von P. Ricci auch noch auf die heutigen Beziehungen zwischen Festlandchina und Hongkong aus.

P. Deigman erinnerte auch daran, dass „es in Taiwan, Macao und Paris bereits verschiedene Einrichtungen der Jesuiten gibt, die das Erbe des Chinamissionars verbreiten. Auch in San Francisco gibt es ein nach Matteo Ricci benanntes Forschungsinstitut. Doch die neue „Hong Kong Ricci Heritage Society“ wird sich vor allem mit der Geschichte von P. Ricci befassen und zu diesem Zweck auch Kurse, Ausstellungen und Konferenzen zur Figur des großen Missionars veranstalten. „Wir müssen von im lernen, die chinesische Kultur und Philosophie erforschen und können uns damit der chinesischen und der europäischen Kultur annähern“, so Pater Deignan.


Zürich6. Juni 2010

+ Jean Nicod SJ 1913-2010

Notre confrère, le Père Jean Nicod, est décédé le 4 juin 2010 à Fribourg à l’âge de 97 ans après 76 ans de vie religieuse dans la Compagnie.
Entré dans la Province de Paris en 1934, prêtre ouvrier en Allemagne, dénoncé en 1943 à la Gestapo, il fut emprisonné à Hambourg et mis au secret durant 15 mois. Libéré en 1945 et rentré en Suisse, il sera appliqué à la Vice-Province de Suisse à partir de 1948. Jean Nicod a fondé le centre culturel «Socrate » à Bienne, puis a été successivement animateur de retraites, membre du groupe fondateur de la revue Choisir, enfin animateur PRH. Au terme d’une longue vie attentive aux besoins de la société contemporaine et riche en initiatives généreuses, Jean s’est éteint à l’Institut Saint Ursule à Fribourg, où il résidait depuis deux ans.

La célébration de ses funérailles, l’eucharistie et le dernier adieu auront lieu à Notre-Dame de la Route (17 Ch. des Eaux-Vives, 1752 Villars-sur-Glâne), mardi 8 juin 2010 à 14h30.
Pierre Emonet SJ, Provincial



Basel3. Juni 2010

Bruno Brantschen SJ zur Tagung des Islamischen Zentralrates im Borromäum

Dass der umstrittene Islamische Zentralrat der Schweiz sich im von Jesuiten geführten Borromäum in Basel für eine Tagung einmieten konnte, hat ein breites Medienecho ausgelöst. Der Superior der Jesuitengemeinschaft in Basel, Bruno Brantschen SJ, hat dazu in einem Kurzinterview in Radio DRS Stellung genommen.

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München28. Mai 2010

Stefan Dartmann SJ: „Das Gespräch mit Opfern suchen“

Der Provinz der deutschen Jesuiten will verstärkt das Gespräch mit Missbrauchsopfern suchen. Das sagte der Provinzial Stefan Dartmann SJ am Donnerstag in München. Dort war der offizielle Bericht zu den Missbrauchsfällen in Jesuiten-Einrichtungen vorgestellt worden. Über Jahre hinweg habe man im Orden die Opferperspektive nicht eingenommen, räumte Dartmann ein. Die Aufklärung müsse nun weitergehen; angesichts eines „Skandals, dessen Umfang kaum zu erahnen war“, habe auch er selbst viel dazugelernt.

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München27. Mai 2010

Sexueller Missbrauch: Abschlussbericht vorgelegt

An diesem Donnerstagmittag hat die Missbrauchsbeauftragte Ursula Raue den mit großer Ungeduld erwarteten Abschlussbericht ihrer Untersuchungen vorgestellt. In München trat die im Februar vom Jesuitenorden eingesetzte Berliner Rechtsanwältin mit den Ergebnissen ihrer unabhängigen Untersuchung zum Missbrauch im Orden vor die Journalisten.

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Indien22. Mai 2010

Der tanzende Jesuit

Biblische Geschichten vermittelt durch indischen Tempeltanz: Ein indischer Jesuit hat eine ganz eigene Form der Spiritualität entwickelt. Saju George SJ erzählt tanzend von seinem Glauben. Weltweit füllt er damit Konzert- und Gemeindesäle.

Grazil bewegt er sich zum Rhythmus der indischen Klänge. Ein Tänzer in orange glänzender Seidentracht. Glöckchen klirren im Takt an seinen Füßen. Sein Oberkörper ist nur mit Goldschmuck bedeckt. Seine Bewegungen fließen, sein Blick ist verzückt. Nein, das ist keine Szene aus einem Bollywoodfilm. Das ist der tanzende Jesuit Saju George SJ ...

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Indien20. Mai 2010

„Kalenderblatt“ in Radio Horeb zum 10. Todestag von Henry Volken SJ

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, heute, am 3. Mai gedenken wir eines Schweizer Jesuitenpaters aus Zermatt, der 36 Jahre seines Lebens in Indien und 8 Jahre in Rom verbracht hat:
Sein Name ist Heinrich Volken SJ, der später in seinem Leben nur noch Pater Henry genannt wurde. Er lebte in der Zeit von 1925 bis 2000 und starb im Rufe eines warmherzigen, fröhlichen, lebenssprühenden und zugleich heiligmäßigen Menschen. Oft wird er auch als männliches Pendant zu Mutter Theresa in Indien genannt.

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Bangladesch20. Mai 2010

Jesuiten eröffnen „Haus des neuen Lichts“

Vor kurzem eröffnete die Gesellschaft Jesu nördlich der Hauptstadt Dhaka das „Haus des neuen Lichts“ („Nobojoyti Niketon“). Auf Wunsch der katholischen Bischöfe des Landes und insbesondere des Erzbischofs von Dhaka soll diese neue Einrichtung zum geistigen Wachstum und zur Entwicklung der einheimischen Bevölkerung beitragen. An der Eröffnungsfeier nahmen rund 400 Katholiken teil. Einem feierlichen Einweihungsgottesdienst stand Erzbischof Paulinus Costa von Dhaka vor, der mit 10 Priestern konzelebrierte. „Das neue Zentrum wird sich bei seiner Tätigkeit vor allem an der Spiritualität und an den Idealen des heiligen Ignatius von Loyola inspirieren“, so der Erzbischof, „Geplant sind Vortragsreihen, geistliche Exerzitien für Priester und Ordensleute aus dem In- und Ausland. Mit Sicherheit wird das Zentrum zum geistlichen Wachstum beitragen.“

Das in einem sechsstöckigen Gebäude untergebrachte Bildungszentrum versteht sich auch als Anlaufsstelle für Gläubige aller Religionen und Bildungshaus für Ordenskandidaten. „Wir hoffen, dass es uns auch gelingen wird, die Berufungen unter den jungen Katholiken des Landes zu fördern“, so Pater George Patteri SJ, Provinzial von Kalkutta. (Fidesdienst)


Rom2. Mai 2010

Mission des jésuites et écologie

Le secrétariat pour la justice sociale et l’écologie a été autorisé par le Père Général à mettre sur pied un groupe de travail afin d’aider à mettre en œuvre le Décret 3 de la Congrégation générale 35, pour bien intégrer « le caractère central de notre alliance avec la création » (Décret 3, 36), en ayant bien à l'esprit que « prendre soin de l'environnement influe sur la qualité de nos relations avec Dieu, avec les autres hommes et avec la création même » (Décret 3, 32).

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Rom27. April 2010

Neuer Rektor der päpstlichen Universität Gregoriana ernannt

Die päpstliche Universität Gregoriana bekommt einen neuen Rektor. Wie an diesem Montag bekannt wurde, hat Papst Benedikt der XVI. den französischen Jesuitenpater und Philosophieprofessor Francois-Xavier Dumortier SJ zum neuen akademischen Leiter der Institution bestellt. Dumortier war bislang Dozent für Philosophie und besonders philosophische Ethik an der katholischen Hochschule Centre Sèvres in Paris, zuletzt für dreizehn Jahre als deren Rektor. Er wird sein Amt am 1. September antreten und den bisherigen Rektor Gianfranco Ghirlanda ablösen, der das Amt seit 2004 ausübte. (Radio Vatikan)


Haiti22. April 2010

Jesuiten helfen beim Wiederaufbau

„Wir versuchen den Menschen dabei zu helfen, das Trauma des Erdbebens zu überwinden.“ In einem Interview mit dem Fidesdienst sprechen Francois Kawas SJ und Lazard Wismith SJ anlässlich eines Besuchs bei ihren Mitbrüdern in den Vereinigten Staaten über die Situation auf Haiti nach dem Erdbeben im vergangenen Januar und die Mithilfe der katholischen Kirche beim Wiederaufbau. Francois Kawas SJ ist Präsident des Ausschusses der Jesuiten für den Wiederaufbau auf Haiti und Mitgründer des Komitees für Planung und Aktion. Lazard Wismith SJ leitet das Büro des Jesuit Refugee Service (JRS) auf Haiti. Das Interview führte für den Fidesdienst der Leiter der Pressestelle des JRS in den Vereinigten Staaten, Christian Fuchs.

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Afghanistan22. April 2010

Jesuits Committed to Stay

The persistent attacks on Indians in Kabul and the bloody assassination attempt perpetrated on February 26th which killed 16 people, 7 Indians among them, led the Society of Jesus to discuss if it is possible to remain in Afghanistan. The Indian government closed its operations in several places in the country and many Indian business people and NGOs have left Kabul. But the Jesuits and their collaborator, the primary Catholic group present in Afghanistan, have decided to continue their work and to expand their outreach programs to new areas. "I am convinced the spirit of the Risen Lord is strengthening and guiding our men in this difficult mission", declared Father Edward Mudavassery, responsible for the more than 4,000 Jesuits working in South Asia including those presently serving in Afghanistan, with whom he is in constant contact. "Jesuits are well aware of the security situation there. I have made sure no one stays there under compulsion. Everyone decided voluntarily to lend a hand to improve the situation", he added. Father Kalapura, who works in Herat province with other Jesuits, said the place is a comparatively safer place. "We have not faced any threats yet," he said and added, "but then anything can happen at any time in Afghanistan."


Rom21. April 2010

Zum Abschied von Kardinal Tomáš Špidlík SJ

„Ich habe mein Leben lang das Antlitz Jesu gesucht, und jetzt bin ich froh und heiter, da ich es bald sehen werde". Der Mann der diese diese Worte sozusagen als sein Vermächtnis an die Nachwelt sprach ist Kardinal Tomáš Špidlík gewesen. Benedikt XVI. bezeichnete sie heute als "einfachen" und "wunderbaren" Gedanken. Der Jesuit habe klagemacht, dass es eine Übereinstimmung zwischen der Sehnsucht des Menschen, das Antlitz Jesu zu sehen, und dem Wunsch Christi, der den Vater bittet, die Menschen mit ihm zu vereinen, gebe. Es handle sich dabei um eine sichere, starke und süße Umarmung, die hin zum ewigen Leben führe.

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Uppsala14. April 2010

Einweihung des von Jesuiten aufgebauten Newman-Instituts

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat in Uppsala die erste katholische Hochschule seit der Reformation eingeweiht, das von Jesuiten aufgebaute Newman-Institut. Er selber bezeichnet dies als Höhepunkt seiner Schweden-Reise:

„Ganz besonders beeindruckt hat mich natürlich die Einweihung des Newman-Institutes, ein theologisches Institut, man könnte sagen, eine theologische Fakultät, wo auch der Bachelor in Theologie gemacht werden kann. Die Jesuiten haben das aufgebaut und das ist etwas, was für Schweden ganz wichtig ist. Es ist seit der Reformation das erste katholische, theologische wissenschaftlich-akademische Institut, das in Schweden existiert, das dort arbeitet und dass auch vom Staat anerkannt ist. Die Bachelor, die dort gemacht werden, die haben auch staatlich Anerkennung.“ (Radio Vatikan)


Haiti12. April 2010

Jesuiten im Wiederaufbau von Haiti

Zwei Jesuiten, die in verantwortlichen Ämtern beim Wiederaufbau in Haiti mitarbeiten, Francois Kawas SJ und Lazard Wismith SJ, werden vom 13. bis 16. April ihre Mitbrüder in Washington besuchen. Wie das US-amerikanische Büro des Flüchtlingshilfswerks des Ordens „Jesuit Refugee Service (JRS)“ mitteilt, leitet Francois Kawas den Ausschuss des Ordens für den Wiederaufbau auf Haiti, während Lazard Wismith das JRS-Büro des auf Haiti leitet.

Gegenwärtig konzentriert JRS die eigenen Anstrengungen vor allem in der Region um Port-au-Prince, wo das Hilfswerk in sieben Camps tätig ist und über 21.000 Obdachlose versorgt, die aus der Hauptstadt fliehen mussten.
Die Gesellschaft Jesu schuf auf Haiti ein Büro für konkrete Aktionen vor Ort (Cellule de Reflexion et d’Action National – CRAN), dem Ordensleute und Vertreter der Zivilgesellschaft angehören, die gemeinsam Aktionspläne für die Menschen in Haiti beim Wiederaufbau des Landes entwickeln.

„Viele Jahre lang hatte JRS eine Niederlassung auf Haiti, die viele haitianische Flüchtlinge in der Dominikanischen Republik und an der haitianischen Grenze betreute“, heißt es in einer Verlautbarung des Pressesprechers von JRS/USA, Christian Fuchs. „Außerdem half JRS nach Naturkatastrophen und bei Hungersnot.“ JRS betreut heute die Menschen auf Haiti unter pastoralen und psychologischen Gesichtspunkten als Einzelpersonen und in Gruppen. Dabei werden auch Mitarbeiter regelmäßig fortgebildet, damit sie in der Lage sind Programme zum Wiederaufbau zu begleiten und entsprechende Initiativen auf den Weg zu bringen. (Fidesdienst)


Dhaka11. April 2010

Das vielfältige Engagement der Jesuiten in Bangladesch

Trotz des weit verbreiteten Analphabetentums und der allgemeinen Armut, vieler Naturkatastrophen und einer schwachen Regierung, ist Bangladesch ein viel versprechendes Land, in dem rund 2 Millionen Frauen als Schneiderinnen des Pret-à-porter-Sektors in die Kassen des Staates hohe Summen ausländischer Währung einfließen lassen.

Wie aus Informationen des Generalats der Jesuiten hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, nahm die erste Ordensgemeinschaft der Jesuiten 1994 ihre Tätigkeit mit zwei aus Kalkutta stammenden indischen Ordensleuten in Bangladesch auf. Heute gibt es insgesamt 12 Jesuiten in Bangladesch, weitere 10 befinden sich in der Ausbildung und drei weitere Ordensmitglieder werden bald in das asiatische Land entsandt werden. Die Ordensleute sind in 4 der insgesamt 6 Diözesen des Landes tätig und engagieren sich dort in verschiedenen Bereichen. Pater Aelred Gomes, der Obere der Jesuiten in der Landeshauptstadt Dhaka betont: „Wir sind in der Pastoralarbeit in traditionellen Bereichen der katholischen kirchlichen Arbeit, aber auch in neuen Umfeldern tätig; wir unterrichten an Schulen mit mehrheitlich muslimischen und einheimischen Schülern; wir bauen Häuser für die Opfer von Naturkatastrophen und Bildungseinrichtungen; wir tragen zur Ausbildung der zukünftigen Priester aber auch zur Bildung von Laien, darunter Jugendliche und Erwachsene, bei. Unsere Tätigkeit ist also nicht nur zeitlich und räumlich einzuordnen sondern umfasst eine Vielfalt von Menschen und Situationen“. (Fidesdienst)


Berlin1. April 2010

Bundespräsident Horst Köhler ehrt den Schweizer Jesuiten Hermann Bacher

Während seines Staatsbesuchs in Indien hat sich der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, in Darwedi davon überzeugen können, wie die einfache Bevölkerung mit wenigen Mitteln eine karge Gegend in eine grüne unf fruchtbare Landschaft verwandelt hatte. Initiant dieses Unternehmens war vor Jahren der Schweizer Jesuit Hermann Bacher, der inzwischen in Basel wohnt. Da sich noch viele Bewohner der Region an ihn erinnerten, hat Horst Köhler ihm in einem Brief zu seinem Lebenswerk gratuliert.

Schreiben von Horst Köhler ... (pdf)


Caracas20. März 2010

Gemeinsames Netzwerk der 102 Radiosender des Jesuitenordens

Vom 16. bis 20. März 2010 tagen in den Räumlichkeiten der Venezolanischen Bischofskonferenz in Caracas Delegierte der Radiosender des Jesuitenordens in Lateinamerika. Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen nehmen rund 40 Delegierte aus den verschiedenen Teilen des Kontinents teil. Die vertretenen Radiosender strahlen ihre Sendungen in der Dominikanischen Republik, Mexiko, Argentinien, Paraguay, Peru, Ecuador, Honduras und Venezuela aus. Hauptziel der Versammlung ist die Schaffung eines gemeinsamen Netzwerks der Radiosender des Jesuitenordens.

Francisco Muguiro SJ, Leiter von Radio Maranon, der sich für Evangelisierung und nachhaltige Entwicklung in Nordosten Perus einsetzt, begrüßte das Vorhaben und hofft, dass es den Teilnehmern des Treffens gelingen wird, positive Ergebnisse zu erzielen. Wie er betont, ist es das erste Mal, dass die Radiosender der Jesuiten ein solches Projekt der Vernetzung und der Koordinierung der gemeinsamen Programme planen. Insgesamt gibt es in Lateinamerika 102 Radiosender des Jesuitenordens. (Fidesdienst)


Bad Schönbrunn12. März 2010

Niklaus Bramtschen SJ: Die göttlichen Tugenden - Glaube

"Glaube ist nicht, etwas für wahr zu halten, sondern mich zu verlassen auf mein grundlegendes Vertrauen, und fest verankert zu sein in dem, was ich nicht sehe", sagt Pater Niklaus Brantschen. "Dies setzt ein Minimum an Einkehr und Stille voraus. Denn nur dann bekomme ich das Gespür für das Grundlegende.

Es wird mir nicht aufgehen, wenn ich mich im Getue, Gehabe und Gerede verliere. Die letzte tragende Wirklichkeit ist Gott uns seine Zusage: 'Du bist mein geliebter Mensch. Du wirst getragen, du darfst sein.’ Mein Glaube ist meine Antwort auf diese Zusage Gottes. Glaube aber braucht Gemeinschaft – Menschen, mit denen ich bete, singe und das Wort Gottes hören kann.

Zu jedem Glauben gehört der Zweifel: Mach ich mir nicht etwas vor? Kann ich mich fallen lassen - über die Grenze des Todes hinaus? Kann ich mich auch durch meine Zweifel hindurch gründen?

Ganzes Interview ...


Bad Schönbrunn6. März 2010

Tobias Karcher SJ zum Mitglied von Justitia et Pax ernannt

Zum Abschluss ihrer Vollversammlung in Lugano gab die Schweizer Bischofskonferenz bekannt, dass Tobias Karcher SJ zum Mitglied der Nationalkommission Justitia et Pax ernannt worden ist. Tobias Karcher ist seit Herbst 2009 Direktor des von der Schweizer Jesuitenprovinz geführten Lassalle-Hauses Bad Schönbrunn.


München4. März 2010

Stefan Kiechle neuer Provinzial der deutschen Provinz

Am 2. März wurde der Name des neuen Provinzials der deutschen Provinz bekannt gegeben: Stefan Kiechle, geboren 1960, in die Gesellschaft Jesu eingetreten 1982. Er wird sein Amt in der Jahresmitte antreten und Stefan Dartmann nach sechsjähriger Amtszeit ablösen. Stefan Kiechle hatte bisher als Studentenseelsorger und Novizenmeister gewirkt, gilt als Experte in ignatianischer Theologie und betreut die Reihe "Ignatianische Impulse". Seit Herbst 2007 lebt Stefan Kiechle in Mannheim, ist Leiter einer kirchlichen Beratungsstelle und in der City-Pastoral tätig.

„Wir Jesuiten werden nach den schweren Erschütterungen der letzten Wochen hart arbeiten müssen, um das Vertrauen, das wir auch in der Krise gespürt haben, neu zu rechtfertigen", kündigte der 49-jährige Kiechle an. Der Orden kam in den vergangenen Wochen durch sexuelle Übergriffe an verschiedenen Internaten des Ordens in die Schlagzeilen. Dartmann, der aus Westfalen stammt und 1978 in die Gesellschaft Jesu eintrat, forcierte die Aufklärung und entschuldigte sich öffentlich bei den Opfern. - Die Amtszeit eines Provinzials beträgt sechs Jahre. Neben der administrativen Leitung der Ordensprovinz gehört zu seinen Aufgaben auch die so genannte „cura personalis“, also das regelmäßige Gespräch mit jedem Mitbruder über sein Leben und seine Arbeit. Die Deutsche Provinz, zu der auch die skandinavischen Städte Kopenhagen, Stockholm und Uppsala zählen, verzeichnet rund 440 Patres und Brüder. (kipa/pm)


Luzern/Nürnberg1. März 2010

Wenn Gott die Karriere knickt

Im letzten September ist Martin Sarbach ins Noviziat der Jesuiten in Nürnberg eingetreten, um seine Berufung während zwei Jahren zu prüfen und prüfen zu lassen. Während der vergangenen sieben Wochen arbeitete er als Hilfspfleger in einem Alters- und Pflegeheim in Luzern und wohnte in der dortigen Jesuitengemeinschaft. Im Luzerner Pfarrblatt ist eine Reportage zu seinem Berufungs- und Entscheidungsweg erschienen.

Porträt im Luzerner Pfarrblatt ... (pdf)

Berlin20. Februar 2010

Missbrauch: Aufklärungswille spürbar

Im Jesuitenorden ist ernsthaftes Interesse spürbar, die Missbrauchsfälle aufzuklären. Das sagte die zuständige Missbrauchsbeauftragte Ursula Raue am Donnerstagabend in einer Sendung des Fernsehsenders Phoenix. Raue hatte zuvor öffentlich einen Zwischenbericht zum Missbrauchsskandal vorgelegt. Demnach haben sich bei ihr bislang 115 zumeist männliche Opfer gemeldet. Der Provinzial der deutschen Jesuiten, Stefan Dartmann, kündigte an, Raue zusätzliche Kräfte für die Aufklärung der Fälle zur Seite zu stellen. Zudem sollen Arbeitsstäbe in den drei Jesuiten-Gymnasien in Berlin, Bonn und Sankt Blasien zur Aufarbeitung der Vorwürfe eingerichtet werden.

Das Thema „Missbrauch“ wird am Montag auch auf der Tagesordnung der Deutschen Bischofskonferenz stehen. Am Montag treffen sich die Bischöfe zur Frühjahrsvollversammlung. Von den deutschen Oberhirten wünscht sich deshalb der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück… „…dass sie die Richtlinien, die sich die Bischofskonferenz schon gegeben hat, nochmals dokumentieren. Sie sollen in allen Diözesen gleichermaßen angewandt werden. Es steht außer Zweifel, dass die erste Priorität den Opfern gilt und der Verpflichtung zur Wirklichkeit und Wahrheit. Das wird sicherlich zum Ausdruck kommen.“ (radio vatikan)


Berlin19. Februar 2010

Sexueller Missbrauch, ein Zwischenbericht

An diesem Donnerstagmittag legte die Rechtsanwältin Ursula Raue, die vom Jesuitenorden als unabhängige Sachbearbeiterin mit Aufklärung der Fälle betraut worden war, erste Ergebnisse vor.

„Was jetzt hier über uns hereingebrochen ist, das hat eine Dimension angenommen, die bisher nicht zu erahnen war.“

So kommentierte Ursula Raue das vorläufige Ergebnis ihrer Untersuchungen zu den Missbrauchsfällen an Jesuitenschulen in Deutschland. 115 Missbrauchsopfer hätten sich inzwischen bundesweit bei ihr gemeldet, so Raue. Drei Jesuitenpatres seien namentlich beschuldigt worden. Auch zwei Frauen sowie andere Lehrer und Bedienstete des Kollegs, insgesamt zwölf Personen, würden des Missbrauchs beschuldigt. Der größte Teil der Opfer habe das Canisius-Kolleg in Berlin besucht. Unter den Opfern seien auch frühere Schülerinnen, so Raue. Zudem hätten sich ehemalige Schüler gemeldet, die nicht an Jesuiten-Schulen waren. „Es gibt Verfehlungen und Wunden, die heilen offenbar nicht. Und diese Wunden gehören dazu“. Die Rechtsanwältin:

„Wir reden nicht von brutaler Vergewaltigung, sondern von Anfassen, von Selbstbefriedigung, von Streicheln, von zu großer körperlicher Nähe.“

Ihr lägen Informationen über Opfer vor, die sich das Leben genommen hätten, fuhr Raue fort. Erstaunlich sei, dass es in den Personalakten des Jesuitenordens, die sie ausgewertet hat, an keiner Stelle um das Seelenleben der Kinder gehe, so die Rechtsanwältin weiter. In den nächsten Tagen werde ein Arbeitsstab gegründet, um alle Fälle aufzuarbeiten. Dem Großteil der Opfer gehe es nicht um eine finanzielle Entschädigung. Viele seien erleichtert darüber, dass sie ihre Geschichte endlich, das heißt gut 20 Jahre nach den Vorfällen selbst, erzählen können. Sie gehe davon aus, dass alle Taten verjährt seien, so Raue. Unterdessen hat das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz angekündigt, dass sich ihr Vorsitzender, Erzbischof Robert Zollitsch, am Montag zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Freiburg öffentlich zu den Missbrauchsfällen äußern wird.


Berlin17. Februar 2010

Opfer sexuellen Missbrauchs

Bei der Berliner Rechtsanwältin Ursula Raue und beim Canisius-Kolleg haben sich inzwischen rund 100 Opfer von sexuellem Missbrauch gemeldet. Das erklärte Raue am Montag im RBB-Inforadio. Sie präzisierte, dass es sich dabei auch um Schüler anderer Jesuiten-Schulen in Deutschland handle. Auch aus dem Bistum Hildesheim wurden weitere verjährte Fälle gemeldet. Viele hätten sich an die beiden Stellen in der Hauptstadt gemeldet, weil der Rektor des Kollegs vor zwei Wochen Missbrauchsfälle öffentlich gemacht habe, so die Anwältin. Raue kündigte an, genaue Zahlen im Laufe dieser Woche in einem Zwischenbericht zu veröffentlichen. Sie arbeitet im Auftrag der Jesuiten, aber unabhängig von der Ordensleitung an einer Aufklärung der Fälle. Derweil teilt das Bistum Hildesheim mit, neue Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Geistliche erhalten zu haben. Dabei geht es überwiegend um Beschuldigungen gegen die drei Jesuiten, die im Mittelpunkt des Skandals stehen. Bis auf einen lägen alle neu gemeldeten Fälle 35 bis 50 Jahre zurück. Bischof Norbert Trelle hatte in einem Brief mögliche Opfer aufgerufen, sich zu melden. Nach diesem Aufruf seien die meisten Hinweise erfolgt. (radio vatikan)


Luzern15. Februar 2010

Glaube, der befreit

Am 28. März 2010 feiern die Jesuiten von Luzern mit Christoph Albrecht SJ, Basel, in der Jesuitenkirche einen Gottesdienst zum 30. Jahrestag der Ermordung von P. Luis Espinal SJ.

Christoph Albrecht wird vom Einsatz Luis Espinals für die Menschenrechte und über Möglichkeiten berichten, sich heute für eine Welt frei von Folter und Todesstrafe einzusetzen, wie es die Vereinigung ACAT (www.acat.ch) in ihrer Zielsetzung formuliert.

Weitere Informationen ... (pdf)


Berlin14. Februar 2010

Einladung zum Gebet mit Berliner Jesuiten am Aschermittwoch

Jesuiten in Berlin laden am Aschermittwoch, den 17. Februar, von 19.30
bis 22 Uhr in die Kirche Maria Regina Martyrum (Heckerdamm 232, 13627
Berlin; U 7 Jakob-Kaiser-Platz) zum Gebet ein.

Tief betroffen von den Zeugnissen der Überlebenden sexueller Gewalt,
die uns in diesen Tagen erreichen, möchten wir uns am kommenden
Aschermittwoch betend vor Gott versammeln.

Wir möchten im stillen Gebet vor Gott und der Öffentlichkeit unsere
Scham und Trauer ausdrücken über die Schuld einzelner Jesuiten und die
Katastrophe institutionellen Wegsehens.

Außerdem danken wir den Menschen, die nun sprechen und die uns durch
ihr Sprechen ein Hinsehen auf unsere Vergangenheit erlauben. In diesem
Hinschauen und Zuhören erleben wir, dass sich für uns heute die
Möglichkeit der Umkehr und der Erneuerung eröffnet.

Wir freuen uns über jeden, der sich uns in diesem Gebet anschließt und
hinzukommt und sind ansprechbar für diejenigen, die es wünschen.

Einladende Jesuiten in Berlin:

Gunnar Bauer, Wolfgang Felber, Joachim Gimbler, Bernd Hagenkord, Bernhard Heindl, Christian Herwartz, Ludger Hillebrand, Franz Keller, Hans-Jürgen Kleist, Adrian Kunert, Fabian Loudwin, Klaus Mertes, Dieter Metzler, Marco Mohr, René Pachmann, Christian Schmidt, Vitus Seibel, Otto Wiehan, Patrick Zoll.


Berlin13. Februar 2010

Missbrauch: Schadensbegrenzung und Prävention

„Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung! Kindern klar machen, dass man nein sagen darf. Strukturen herstellen, in denen Beschwerden ernst genommen werden.“

Das braucht es, um Missbrauch wirksam zu verhindern. Und das sagt Ursula Raue. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie wurde vom Jesuitenorden als unabhängige Sachbearbeiterin eingesetzt, um die Missbrauchsfälle in deutschen Jesuitenschulen zu untersuchen.

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Rom/Nairobi10. Februar 2010

Ernennung zum persönlichen Berater von Kardinal Turkson

Michael Czerny SJ, Gründer von AJAN (African Jesuit Aids Network) wurde zum persönlichen Berater von Kardinal Peter Turkson, neuer Leiter des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ernannt. Von Michael Czerny wurden unter "Zur Sache" mehrere Beiträge zur Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI., zur Aidsproblematik Afrikas und zur Afrikasynode vom Oktober 2009 veröffentlicht.


Deutschland10. Februar 2010

Missbrauch: Erste Konsequenzen

Der Skandal um sexuellen Missbrauch an Jesuiten-Schulen in Deutschland zeigt erste personelle Konsequenzen. Der Rektor des Aloisiuskollegs in Bad Godesberg, Theo Schneider SJ, trat am Montag mit sofortiger Wirkung zurück. Der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Stefan Dartmann SJ, nahm den Rücktritt an. Das teilte die Deutsche Provinz der Jesuiten am Montagabend in einer Presseerklärung mit. Er halte diesen Schritt „im Interesse einer lückenlosen Aufklärung aller im Raum stehender Vorwürfe“ für angeraten, so Theo Schneider. (radio vatikan)


Deutschland10. Februar 2010

Friedhelm Mennekes SJ: Entschuldigung

Von einer papstkritischen Interviewäußerung hat sich Friedhelm Mennekes SJ distanziert. In der „Frankfurter Rundschau“ vom Freitag hatte er gesagt: „Ich kriege das nicht zusammen, wenn ich in der Zeitung über diesen Missbrauchsskandal lesen muss, und ein paar Seiten weiter hetzt der Papst gegen die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften.“ Im betreffenden Interview habe er „in der Hitze eines längeren, aufgewühlten Gesprächs einen überzogenen Begriff“ verwendet, schreibt der Jesuit in einem Leserbrief der Dienstagsausgabe des gleichen Blatts. Er bedaure diese Aussage und distanziere sich „in aller Form“ von ihr. (radio vatikan)


Sri Lanka7. Februar 2010

Zum Tod von Angelo Stefanizzi SJ

Viele srilankischen Tamilen trauern in diesen Tagen um Angelo Stefanizzi SJ. Der italienische Jesuit war an diesem Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben. Stefanizzi hatte 58 Jahre in Sri Lanka gelebt und genoß unter den Arbeiterfamilien mit verschiedensten religiösen Hintergründen großes Ansehen. Für sie setzte sich der Jesuit besonders während der Tamilenverfolgungen 1958 und 1983 ein. Große Verbundenheit brachte Stefanizzi auch der Kolping-Bewegung entgegen. Innerhalb dieser Organisation gründete er zahlreiche lokale Gruppierungen unter den Landarbeitern.


Angola5. Februar 2010

Gesellschaft Jesu im Wachsen

Ab kommendem August werden die Jesuiten von Angola nicht mehr der Portugiesischen Provinz unterstehen, sondern sich dem benachbarten Kongo anschliessen. Allerdings bleibt die junge Mission weiterhin auf personelle und finanzielle Unterstützung aus dem ehemaligen Kolonialland angewiesen. Zur Zeit gibt es elf angolanische Jesuiten - alle befinden sich ihn Ausbildung.
Am 13. Februar wird der Angolaner Pedro Tomás SJ in Nairobi zum Diakon geweiht. Es ist die erste Ordination eines einheimischen Jesuiten seit der Wiederherstellung des Ordens 1814.


Deutschland4. Februar 2010

Missbrauch: Aufklärung unabdingbar, aber mit Diskretion

An diesem Dienstag haben sich neue Missbrauchsopfer bei der Provinz der Deutschen Jesuiten gemeldet und einen weiteren Täter benannt. Es handelt sich um einen noch im Orden befindlichen Jesuiten, der Religionslehrer in Berlin war und auch in Hannover und Hamburg als Jugendseelsorger gewirkt hat. Danach war er über 20 Jahre lang Projektleiter eines anerkannten Hilfswerkes. Der Provinzial der Deutschen Jesuiten, Stefan Dartmann, ist mit diesen jüngsten Kenntnissen am Dienstag Abend an die Öffentlichkeit getreten und hat gegenüber dem Kölner Domradio seine große Betroffenheit zum Ausdruck gebracht.

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Deutschland3. Februar 2010

Deutscher Provinzial bittet um Entschuldigung

Nach den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg hat sich der deutsche Chef des Jesuitenordens bei Opfern, Lehrern und Eltern entschuldigt. „Ich bitte um Entschuldigung für das, was von Verantwortlichen des Ordens damals am notwendigen und genauen Hinschauen und angemessenen Reagieren unterlassen wurde“, sagte Provinzial Stefan Dartmann am Montag in einer Pressekonferenz. Pädophile Neigungen könne man zwar nicht aberziehen, aber kontrollieren.

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St.Blasien2. Februar 2010

Vollständige Aufklärung im Interesse der Opfer

Der Provinzial der Jesuiten in Deutschland, Stefan Dartmann SJ, hat sich am 30. Januar mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Die Provinz ist besorgt und hält eine transparente Information der Schülerschaft und Hilfeleistungen für eine offene Aufklärung des dunklen Kapitels für unerslässlich.

Johannes Siebner SJ, Kollegsdirektor von St.Blasien im Schwarzwald zieht auch Konsequenzen für seinen Betrieb: "Einer der beiden Jesuitenpatres, die als Täter im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Berlin am Canisius-Kolleg genannt werden, war später (1982 bis 1984) auch Lehrer am Kolleg St. Blasien. Ich muss davon ausgehen und gehe davon aus, dass es durch ihn auch am Kolleg St. Blasien Fälle von sexuellem Missbrauch gegeben hat.

Ich bin darüber zutiefst erschüttert; ich empfinde Trauer, Zorn und Scham ob der Verbrechen unserer ehemaligen Mitbrüder und ob der Tatsache, dass weder der Orden noch das Kolleg dies verhindern konnte. Ich schließe mich Klaus Mertes SJ, Berlin, an, der eine Kultur des Wegschauens und Nicht-Wissen-Wollens beklagt.

Das Kolleg St. Blasien und ich persönlich werden alles tun, was die Beauftragte des Ordens für die Prüfung von Fällen sexuellen Missbrauchs, Frau Ursula Raue, bei der Aufklärung unterstützt."


Paris1. Februar 2010

Zum Tod des Sozialethikers Jean-Yves Calvez SJ

Im Alter von 82 Jahren ist am 11. Januar 2010 der Pionier katholischer Sozialethik, Jean-Aves Calvez SJ, gestorben. Er hat mit seinen Forschungen und Veröffentlichungen während der vergangenen fünfzig Jahren immer wieder auf die drängenden gesellschaftlichen Fragen von Kirche und Welt Stellung bezogen und auch wiederholt in der Schweiz gesprochen.

Nekrolog auf der Website der Australischen Jesuitenprovinz ...


Berlin31. Januar 2010

Forderung nach vollständiger Aufklärung im Canisius-Kolleg

Im Missbrauchsskandal am Berliner Canisius-Kolleg hat die Leitung der Deutschen Jesuiten-Provinz eine vollständige Aufklärung gefordert. Diese liege „im Interesse der Opfer“ und sei „möglich und zwingend“, heißt es in einer am Samstag in München veröffentlichten Erklärung des Provinzials Stefan Dartmann. Darin kündigt er an, am Montag das Berliner Gymnasiums seines Ordens besuchen und weiter Auskunft geben zu wollen. Der Provinzial äußert „Trauer und Scham über die Verbrechen“. Bislang sind mindestens 22 Fälle sexuellen Missbrauchs in den 1970-er und 80-er Jahren durch zwei als Lehrer tätige Ordensleute am Canisius-Kolleg bekanntgeworden. (Radio Vatikan)

Stellungnahme von Provinzial Stefan Dartmann SJ ...


Berlin29. Januar 2010

Zu den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs im Jesuitengymnasium in Berlin

An dem von Jesuiten geleiteten Canisius-Kolleg in Berlin-Tiergarten ist es offenbar über Jahrzehnte hinweg zu sexuellem Missbrauch durch Lehrer an Schülern gekommen. „Mit tiefer Erschütterung und Scham habe ich diese entsetzlichen, nicht nur vereinzelten, sondern systematischen und jahrelangen Übergriffe zur Kenntnis genommen", schreibt der amtierende Rektor, Pater Klaus Mertes, in einem Brief an mehr als 600 ehemalige Schüler, der der „Berliner Morgenpost" vorliegt. Der Missbrauch habe in den 70er- und 80er-Jahren stattgefunden, sagte Mertes dem Blatt. Mindestens zwei Patres stünden unter Verdacht. Die beiden Lehrer haben nach Angaben des Rektors den Jesuiten-Orden in den 80er-Jahren verlassen und sind seitdem auch nicht mehr an der Schule tätig. (Radio Vatikan)


China/Hang Zhou23. Januar 2010

Erinnerung an Martino Martini SJ, Erbauer der Kathedrale von Hang Zhou

Martino Martinis SJ und dessen wichtigen Beitrag zum Leben der katholischen Gemeinden in China auf den Spuren seines Mitbruders Matteo Ricci gedachten die Katholiken in Hang Zhou bei einer Konferenz zum 350jährigen Jubiläum der Kathedrale, die ebenfalls auf Initiative des italienischen Missionars entstand. Sein Erbe „ist ein wichtiger Impuls für die heutige Mission der Kirche“, so die Teilnehmer der Konferenz, „damit sie ihre Sendung mit seinem Sinn für missionarische Verantwortung, seinem Mut und seiner Hingabe erfüllt.“
Die Katholiken in Hang Zhou in der chinesischen Provinz Zhe Jiang, in der Martini die meiste Zeit seines Lebens als Missionar verbrachte, legte besonderen wert auf dessen Ehrung. Sechs Vertreter der Chinesischen Universität und Mitarbeiter katholischer Einrichtungen, darunter das Faith Institute for Cultural Studies und die Quang Qi Press aus der Diözese Schanghai, erläuterten in ihren Beiträgen das Leben und die Mission des Missionars. An der Veranstaltung nahm auch der italienische Konsul in Schanghai teil.

Martino Martini SJ wurde am 20. September 1613 in der italienischen Diözese Trient geboren und starb am 6. Juni 1661 in Hang Zhou. 1639 wurde er in Lissabon zum Priester geweiht und mit 21 Mitbrüdern 1640 nach Asien entsandt. Nach 8 Jahren kam er in China an, wobei ihn sein Weg zunächst nach Indien geführt hatte. Er war vor allem in Hang Zhou, Lan Xi, Fen Shui tätig, bereiste jedoch weite Teile des Kaiserreichs. Neben seiner Tätigkeit als Missionar zeichnete ihn auch seine Arbeit als Historiker, Geograph, Astrologe und Mathematiker aus. Wie sein Mitbruder Matteo Ricci sprach er Chinesisch und setzte sich vor allem für die Inkulturation des Glaubens ein. Sein bekanntestes Werk ist der „Atlas Sinensis“ (1655). Von 1659 bis 1661 ließ er die dreischiffige Kathedrale von Hang Zhou bauen, deren 350jähriges Jubiläum nun gefeiert wurde. Er starb kurz nach Bauende. (Fidesdienst)


Rom22. Januar 2010

Zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenkjahr von Matteo Ricci SJ

Vortragsreihen, Konzerte, Wallfahrten, Schulcamps, Führungen, Enthüllungen von Statuen und Öffnung von historischen Wohnungen, die sonst nicht für Besucher geöffnet sind: zum vierhundertsten Todestag des Chinamissionars Matteo Ricci veranstalten die Jesuiten in Italien zahlreiche Initiativen. Am 23. Januar stehen in Mailand eine Konferenz, ein Konzert und eine Ausstellung auf dem Programm, die die Stiftung „San Fedele“ veranstaltet. Der Generalobere der Gesellschaft Jesu, Adolfo Nicolas SJ, wird die Veranstaltung eröffnen. Vorgesehen ist auch eine Diskussionsrunde zum Thema „Die Erben Matteo Riccis“.

Erstmals wird im Rahmen eines anschließenden Konzerts Musik für Chor und Orchester aufgeführt, die von den Jesuiten Missionaren in China im 17. und 18. Jahrhundert komponiert wurde. Am selben Tag wird auch eine Ausstellung zum Kreuz von Hidetoshik Nagasawa eröffnet und ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Matteo Ricci, ein Jesuit im Reich des Drachen“ gezeigt.

Folgende Initiativen stehen im Laufe des Jahres auf dem Programm: Führungen in der römischen Jesuitenkirche „Il Gesù“ und in den Zimmern des heiligen Ignatius sowie im internationalen Kolleg und im Centro Astalli in Rom (8.-9. und 14.-15. Mai); Riccis Heimatdiözese Macerata veranstaltet eine Wallfahrt nach China; in Neapel ist eine Konferenz des Jesuit Social Network geplant; in Skutari (Albanien) soll mit Unterstützung der Jesuiten ein neues Schulgebäude entstehen; „Die Evangelisierung erfordert einen tiefen und ernsthaften Dialog mit den Kulturen und mit den Religionen“, so Carlo Casalone SJ, Provinzial in Italien. „Wenn wir die Geschichte von Matteo Ricci SJ kennen, dann werden wir in der heutigen Welt solche Prozesse besser bewältigen können“. (Fidesdienst)


Asunción/Hamburg12. Januar 2010

Kreatives Erbe der Jesuitenreduktionen in Paraguay

Wo die Musik spielt im Armenhaus Südamerikas, da ist Chávez nicht weit. An diesem Sonnabend warten die Indianer von Armonia im Nordwesten Paraguays auf ihn. 40 Familien aus dem Chaco haben sich in der Siedlung nahe der bolivianischen und der argentinischen Grenze zusammengeschlossen. Sie kamen aus den Wäldern und schlagen sich inzwischen mit Tagelohn, Kleintierhaltung und Feldarbeit durch. Kontakte mit der Außenwelt haben sie nicht gesucht. Bis sie den Brief schrieben, den Chávez las.

Schüchtern stehen sie da, der Lehrer Oswaldo vorweg, die Schulkinder hinter ihm. Oswaldo ist zugleich der Kazike von Armonia, also der »Häuptling«. Doch kaum einer versteht sich so gut darauf, Urbevölkerung und Armen die Scheu zu nehmen, wie Chávez – Favio Chávez, 33-jähriger Umweltingenieur und Musiker aus Leidenschaft.

Reportage zu den Indioreduktionen in Paraguay in der ZEIT ...


Freiburg i.Br.19. Dezember 2009

Augustin Bea SJ vor 50 Jahren zum Kardinal ernannt

Vor 50 Jahren wurde Augustin Bea von Papst Johannes XXIII. zum Kardinal ernannt. Bea gilt als eine der markanten Persönlichkeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils. Unermüdlich hat er sich für die Einheit der Christen eingesetzt und die Beziehung der katholischen Kirche zu den Juden verbessert.
Als am 14. Dezember 1959 der gebürtige Riedböhringer Augustin Bea von Papst Johannes XXIII. zum Kardinal ernannt wurde, da sah der damals 78-jährige Bea die Erhebung nicht als einen Verdienst für seine geleistete Arbeit an, er nutzte diese Aufgabe, um noch in größerem Umfang für Gott und die Kirche zu wirken.
1960 wurden im Vatikan das „Sekretariat zur Förderung der Einheit der Christen“ gegründet und Kardinal Bea zum Leiter des Sekretariats ernannt. Für das bevorstehende 2.Vatikanische Konzil (1962-1965) traf Kardinal Bea Vorbereitungen und arbeitete Vorschläge aus.
Mit dem Dekret zum Ökumenismus wird die Basis für eine neue Beziehung zu den anderen christlichen Konfessionen geschaffen. Besondere Verdienste erwirbt sich Kardinal Bea um den Dialog mit der Orthodoxen Kirche . Er verliest bei der letzten öffentlichen Sitzung des Konzils am 07. Dezember 1965 für die Öffentlichkeit völlig überraschend das Breve von Papst Paul VI., mit dem die Bannbulle aus dem Jahr 1054 aufgehoben wird. Die entscheidende Vorarbeit dafür hat Bea mit seinem Besuch bei Patriarch Athenagoras in Istanbul im April 1965 geleistet.
Er hatte großen Einfluss auf den Verlauf und wurde so eine der herausragenden Persönlichkeiten des 2. Vatikanischen Konzils. Neun Jahre – bis zu seinem Tod 1968 – wirkte er als Kurienkardinal. Augustin Kardinal Bea bemüht sich aber auch um ein neues Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen. Eine Kommission, die sich um eine religiöse Beziehungen zu den Juden bemüht, kommt zwar erst 1974, aber sie hat den gleichen Vorsitzenden wie der Einheitsrat.
Sei besonderes Verdienst besteht in der Pionierarbeit, mit der die Jahrhunderte lange Trennung der Christen ihr Ende gefunden hat. Bea gilt bis heute als „Wegbereiter der Ökumene“. (zenit.org)


Innsbruck/Genf16. Dezember 2009

Alain Decorzant SJ zum Dr.theol. promoviert

Ende November hat unser Provinzmitglied Alain Decorzant SJ an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Innsbruck seine Dissertation in Altem Testament zum Thema: "Vom Gericht zum Erbarmen. Text und Theologie von Micha 6-7" erfolgreich verteidigt. Alain Decorzant, geboren und aufgewachsen in Genf, studierte zuerst Theologie in Fribourg und Paris und trat im Herbst 2001 in die Gesellschaft Jesu ein. Von 2003 bis 2006 arbeitete er in der Studentenseelsorge Bern und bereitete sich bereits dort auf ein Promotionsstudium vor. In den vergangenen Jahren studierte er unter Begleitung von Georg Fischer SJ in Innsbruck. Die abgeschlossene Dissertation wird im Laufe des kommenden Jahres 2010 publiziert.
Alain Decorzant wird nun in der katholischen Erwachsenenbildung und im Atelier oecuménique de Théologie (www.aotge.ch) in Genf und in der Berufungspastoral des Ordens eingesetzt. Wir gratulieren unserem Mitbruder herzlich zu seinem anerkannten Abschluss und wünschen ihm viel Erfüllung in seinem neuen Tätigkeitsfeld.

Zur Zusammenfassung der Dissertation von Alain Decorzant SJ in zwanzig Thesen ... (pdf)


Zürich11. Dezember 2009

Autoren und Leser möchten die "Orientierung" retten

Autoren und Leser rufen den Jesuitenorden in der Schweiz auf, die Zeitschrift "Orientierung" nicht einzustellen. Die in der Schweiz an Nachwuchsmangel leidende Gemeinschaft soll eine dem Jesuitenorden nahestehende Person beauftragen, in der Redaktion der Zeitschrift mitzuarbeiten, heisst es in einem Brief an die Provinziale der Schweizer, der deutschen und der österreichischen Jesuitenprovinz.
Der Jesuitenorden hatte Ende Oktober erklärt, er stelle seine reformorientierte schweizerische Jesuitenzeitschrift "Orientierung" auf Ende Jahr ein. Ihm fehle der journalistische Nachwuchs. Seit 1937 erscheint die "Orientierung" halbmonatlich mit Hintergrundartikeln zu theologischen, philosophischen, politischen und literarischen Brennpunkten.

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Indien5. Dezember 2009

Josef Neuner 1908-2009 - ein grosser Theologe, Kosmopolit und Seelsorger

Am 4. Dezember hat die Schweizer Missionsprokur die Nachricht vom Tod Pater Josef Neuners erreicht. Der grosse Theologe und Berater des 2. Vatikanums kam 1938 nach Indien. Dort starb der 101-Jährige gestern, am 3. Dezember, dem Fest des Heiligen Franz Xaver.

Josef Neuner SJ starb in der Nacht des 3. Dezembers im Provinzialat im indischen Pune und wird auf dem Campus-Friedhof der päpstlichen Hochschule Jnana-Deepa Vidyapeeth in Pune beerdigt. Am 19. August 2009 war er 101 Jahre alt geworden. Körperlich gebrechlich, war sein Geist bis zum Ende hellwach geblieben. Es war sein Wunsch, an dem Ort seine letzte Ruhe zu finden, an dem er den größten Teil seines Lebens verbracht hat. Hier hat er Generationen von Professoren und Studenten begeistert, von hier aus hat er die Kirche in Indien wesentlich geprägt, von hier aus beeinflusste seine Theologie die ganze Welt.

Lebensstationen von Josef Neuner SJ finden Sie in dem unten als pdf eingefügten Artikel, den P. Job Koshamthadam SJ vergangenes Jahr anlässlich des 100. Geburtstags von Josef Neuner SJ geschrieben hat.

Josef Neuner SJ zum 100. Geburtstag ... (pdf)

Der indische Josef ... (pdf)


China3. Dezember 2009

Wallfahrt zur Insel Shang Chuan zu Ehren des heiligen Franz Xaver

Auf der kleinen Insel Shang Chuan vor der Südküste Chinas starb am 3. Dezember 1552 der heilige Franz Xaver, einer der ersten Jesuiten und Schutzpatron der Missionen. Die Insel ist heute ein beliebtes Ziel für Wallfahrten einzelner Pilger und ganzer Pfarreien, die nach dem Heiligen benannt sind. Viele Pilger kamen deshalb auch in den vergangenen Tagen aus allen Teilen Chinas, Hongkong, Macau und Taiwan zu Ehren des heiligen Franz Xaver nach Shang Chuan.

Zur Vorbereitung auf das Fests des Schutzpatrons der Missionen werden in den katholischen Gemeinden in China auch Gebetsnovenen und Begegnungen veranstaltet. Chinesische Priester befassen sich dieses Jahr insbesondere mit den missionarischen Aspekten des Briefs des Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone zum Priesterjahr. Bei den letzten geistlichen Exerzitien des Kirchenjahres für die Priester der Diözese Tai Yuan zur Vorbereitung auf die Adventszeit und das Fest des heiligen Franz Xaver stand die Evangelisierung auf den Spuren des heiligen Franz Xaver im Mittelpunkt.

In der Xi Kai-Kathedrale in Tian Jin wurde bei der Feier für die neuen Kommunionhelfer am Christkönigsfest ebenfalls das Fest des heiligen Franz Xaver besonders erwähnt. Der Heilige, der von vielen Gläubigen in China besonders verehrt wird, wird im Rahmen von besonderen Gottesdiensten in fast allen Gemeinden gefeiert, insbesondere in den Pfarreien, die seinen Namen tragen. Wie sein Mitbruder, der große Chinamissionar Matteo Ricci SJ, wird auch der heilige Franz Xaver von den chinesischen Katholiken als „einer von uns“ betrachtet: beiden wird besondere Verehrung und Respekt entgegen gebracht. Auch Nichtkatholiken betrachten sie als hervorragende Pioniere des kulturellen Austausches zwischen dem Osten und dem Westen. (Fidesdienst)


Rom26. November 2009

"Ich muss Distanz wahren" - Bernd Hagenkord SJ, der neue Redaktor von Radio Vatikan

Bernd Hagenkord SJ ist seit kurzem Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan. Der 41 Jahre alte Jesuit übernahm dieses Amt im November von Eberhard von Gemmingen. Im Kipa-Interview berichtet der Deutsche, wann er das erste Mal Radio Vatikan hörte und warum er zur Kurie Distanz halten muss.

Kipa: Pater Hagenkord, wann haben Sie das erste Mal Radio Vatikan gehört?

Bernd Hagenkord: Ehrlich gesagt: Früher habe ich nie Radio Vatikan gehört. Das hat sich erst geändert, als ich vor zwei Jahren von meinem Ordensprovinzial erfuhr, dass ich als Leiter der deutschsprachigen Abteilung im Gespräch bin. In meinem Freundeskreis war es ebenso: Alle haben mich zwar zu der neuen Aufgabe beglückwünscht. Radio Vatikan, o wie toll! Doch gehört hatte es noch keiner.

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Zürich25. November 2009

Johann Casutt SJ erhält Klaus J. Jacobs-Praxispreis

Der vorbildliche Einsatz für die Jugend in Indonesien ist der Grund dafür, dass Johann Casutt SJ mit dem Klaus J. Jacobs-Praxispreis geehrt wird. Die Preisvergabe findet am 3. Dezember in der Aula der Universität Zürich statt. Der ebenfalls vergebene Forschungspreis geht an Professor Laurence Steinberg von der Temple University in Philadelphia (USA).

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Haiti21. November 2009

Joseph Gontrand Décoste SJ neuer Bischof von Jérémie, Haiti

Am 6. August 2009 wurde Joseph Gontrand Décoste, Jesuit aus Haiti, von Papst Benedikt XVI. zum Bischof der Diözese Jérémie, gelegen im Süden des Landes, ernannt und am 18. Oktober vom Erzbischof von Port-Au-Prince geweiht. Die Diözese Jérémie wurde 1972 gegründet und liegt in einer Region Haitis mit noch intakter Natur – mit weitreichenden Wäldern, die sonst im Land weitgehend abgeholzt sind. Das Bistum zählt 38 Pfarreien, über 70 Priester, rund 20 Seminaristen und zahlreiche Ordensmänner und –frauen. Was im Bistum noch fehlt, ist ein kontemplatives Kloster, das Bischof Décoste in seiner Amtszeit gerne errichten möchte.

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Simbabwe20. November 2009

Überfall auf deutschen Jesuiten durch Angehörige der Armee

Nach dem Überfall auf einen deutschen Jesuitenpater in Simbabwe hat die deutsche Botschaft der Regierung von Präsident Robert Mugabe eine scharf formulierte Protestnote übergeben. Pater Wolfgang Thamm (70) war bereits 2002 bei den letzten Wahlen Opfer der Gewalt. An diesem Sonntag war er auf dem Weg, einen Jungen seiner Pfarrei in ein Krankenhaus zu bringen, als sein Wagen angehalten wurde und Soldaten den Pater verprügelten. Dieser noch vergleichsweise harmlos ausgegangene Überfall ist der jüngste in einer Serie der Zunahme von Gewalt in Simbabwe. Mit dem herannahen der Fußball-WM 2010, die im benachbarten und für Simbabwe wichtigen Südafrika stattfinden wird, richtet sich wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Konflikte im Süden des Kontinents. (radio vatikan)


San Salvador17. November 2009

El Salvador ehrt ermordete Jesuiten

El Salvador hat 20 Jahre nach der Ermordung von sechs Jesuiten die Opfer mit dem höchsten nationalen Orden ausgezeichnet. Die sechs Geistlichen waren am 16. November 1989 durch Auftragsmörder der Armee hingerichtet worden. Die Täter wurden während des Bürgerkriegs ihrerseits mit einem Orden bedacht.

Staats- und Regierungschef Mauricio Funes erklärte, es sei nun an der Zeit, die Gräben des Bürgerkriegs aus den 1980er und 1990er Jahren zu überwinden. Weihbischof Gregorio Rosa Chavez aus der Hauptstadtdiözese San Salvador begrüsste die Ehrung der Jesuiten als "Zeichen der Versöhnung und der Gerechtigkeit". (Kipa)

Einige der Opfer der Bluttat in der Universität von Zentralamerika in San Salvador galten als führende Vertreter der Befreiungstheologie. Dem zwölf Jahre dauernden Bürgerkrieg fielen in dem mittelamerikanischen Land mehrere Zehntausend Menschen zum Opfer, darunter auch mehr als 100 Geistliche der verschiedenen Glaubensgemeinschaften.


El Salvador16. November 2009

Zum Jesuitenmord vor 20 Jahren: Bauernorganisation in El Salvador erinnert an Segundo Montes SJ

Ca. 300 Bauernfamilien im Nordosten El Salvadors bilden seit der Rückkehr aus den Flüchtlingslagern in Honduras die Fundación Segundo Montes. Sie arbeiten unter anderem auch mit Unterstützung von Bruder und Schwester in Not (Innsbruck) gemeinsam an einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. (Landwirtschaft und Ökologie, Organisation der Gesellschaft, Förderung von Kleinstbetrieben.)
Den Namen und den Geist ihrer Organisation verdanken sie Segundo Montes SJ.
Dieser für sie unvergessene Jesuitenpater gründete und leitete das Menschenrechtsbüros der Universität in der Hauptstadt San Salvador. Segundo Montes nahm sich in unzähligen Besuchen, Interviews und Unterstützungsaktionen jener Vertriebenen an, die im Bürgerkrieg (1980 – 1992) besonders zu leiden hatten.
Seinem Lebensbeispiel und Engagement folgend arbeiten die Campesinos gemeinsam an einer besseren Zukunft für alle.


Kanpur/Indien5. November 2009

400 Jahre Congregatio Jesu

Vor vierhundert Jahren gründetet die englische Ordensfrau Mary Ward die Congregatio Jesu (1609-2009) lange Englische Fräulein genannt. Mary Ward setzte sich für die Errichtung eines apostolischen Frauenordens nach dem Vorbild der Jesuiten ein, ein Wunsch, der sich zu ihren Lebzeiten nicht erfüllte. Heute leben die Ordensfrauen nach den Konstitutionen des heiligen Ignatius. Das 400jährige Gründungsjubiläum feiert der Frauenorden in Indien mit zahlreichen Initiativen, in deren Mittelpunkt vor allem die Würde und die Gerechtigkeit für Frauen stehen.
Die Congregatio Jesu hat in Indien eine Provinz mit einem nach der heiligen Maria benannten Mädchengymnasium, das 1899 in Kanpur im indischen Unionsstaat Uttar Pradesh gegründet wurde und heute zu den bekanntesten Schulen der Region gehört.
In Indien widmen sich die Schwestern vor allem der Bildungsarbeit und der Förderung benachteiligter Schichten mit einem besonderen Augenmerk für Frauen. Die Ordensgründerin Mary Ward (1585-1645) hatte bereits vor vierhunderte Jahren eine klare Vorstellung von der Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Dem Mut und der Entschlossenheit ihrer Ordensgründerin folgend engagieren sich die indischen Schwestern heute vor allem auch im sozialen Bereich sowie im Gesundheits- und Bildungswesen in Indien. Generationen von Schülerinnen sind den Schwestern dankbar für die hochwertige Bildung, die ihnen zuteil wurde.
Auch heute noch können sich Mädchen aus niedrigeren oder benachteiligten Gesellschaftsschichten an den Schulen auf den Weg der Emanzipation begeben und sich damit gleichberechtigt in das gesellschaftliche Gewebe Indiens einfügen. (Fidesdienst)


Rom5. November 2009

Lehrauftrag für einen Muslimen an der Jesuitenuniversität Gregoriana in Rom

Zum ersten Mal hat ein islamischer Professor an einer Päpstlichen Universität einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Der Islamwissenschaftler Adnanee Mokrani promovierte an der prestigereichen Universität Zaytuna in Tunis; heute unterrichtet er Koran und Islamisches Recht an der von Jesuiten geleiteten Papst-Uni in Rom. Mokrani bildet dort in einem Team mit katholischen Theologen und Religionswissenschaftlern künftige Brückenbauer für interreligiöse und interkulturelle Verständigung aus. Felix Körner SJ erklärte:

Wir haben ja vor zehn Jahren an der Gregoriana ein Institut gegründet, an dem Muslime und Christen – und auch Mitglieder anderer Religionen – studieren können; aber sie lernen dort die anderen Religionen auch authentisch kennen, so dass wir nicht nur Jesuiten, die Fachleute für das Judentum sind, oder irgendeinen Christen hier haben, der Islamwissenschaftler ist. Stattdessen wollten wir auch die Religionen selber sprechen lassen, und so haben wir seit acht Jahren einen Dozenten hier, der in Tunesien geboren ist und dort auch ein Doktorat in Soziologie gemacht hat, später am Päpstlichen Islaminstitut Pisai hier in Rom ein zweites Doktorat gemacht hat und ein ausgezeichneter Dozent ist. Und wir sagten dann: Na ja, wenn wir den immer nur als eingeladenen Gastdozenten behandeln, ist das eigentlich auf die Dauer unfair – es kann zum Profil der Gregoriana gehören, dass neben den in den Entscheidungsgremien sitzenden „stabilen“ Professoren auch ein fest angestellter und mit einem dauerhaften Vertrag ausgestatteter Muslim, der nicht das Glaubensbekenntnis der Christen ablegen muss, sondern der seine eigene Religion fair vorstellen soll, hier zum Kollegium gehört. Das haben wir jetzt durch eine kirchenrechtliche Konstruktion, die wir „Professore aggregato“ nennen, also „der dazugehörige Professor“, geschaffen! (radio vatikan)


Rom31. Oktober 2009

Ausstellung über Matteo Ricci SJ im Vatikan

Das „große Unterfangen“ von P. Matteo Ricci ist gerade heute wieder aktuell, wo China erneut ins Blickfeld europäischer Interessen rückt. Darum wurde im Vatikan eine Ausstellung zur Figur des Jesuiten eröffnet, des Missionars „par excellence“, dessen man auch bei der Expo 2010 in Shanghai gedenken wird. Dies kündigte Bischof Claudio Giuiodori von Macerata bei der Pressekonferenz zur Ausstellung „Ai Crinali della storia. P. Matteo Ricci (1552-1610) fra Roma e Pechino“ („Auf den Gebirgskämmen der Geschichte“. P. Matteo Ricci (1552-1610) zwischen Rom und Peking“) an.

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Luzern29. Oktober 2009

US-Forscher hingerissen vom Luzerner Amerika-Missionar Philipp Segesser SJ
Seine Augen leuchten, der Professor ist ganz hingerissen. «Philipp Segesser ist unser grosser Mann und ein wichtiger Teil unserer Geschichte. Er gehört mit zu den Begründern des amerikanischen Südwestens.» Albrecht Classen war in den letzten Wochen Gast der theologischen Fakultät Luzern und studierte die Briefe von Philipp Segesser im Staatsarchiv. Segesser ist ein vergessener Sohn Luzerns. Einer, der als Jesuitenpater in die Neue Welt auszog, um die Indianer zu bekehren.

Reportage von Pirmin Bossart...


Zürich26. Oktober 2009

Zum Ende der "Orientierung"

Die reformorientierte Zeitschrift "Orientierung" wird mit Ende des Jahres eingestellt. Dem Orden fehle es an journalistischem Nachwuchs. "Im deutschsprachigen Raum können uns die Provinziale keine zwei Nachfolger zur Verfügung stellen", sagt Josef Bruhin SJ, mit 76 Jahren einer jener drei Jesuiten, die momentan im Redaktorenteam der Zeitschrift tätig sind. Die Stimme werde zukünftig fehlen, ist er überzeugt, ein vergleichbares Produkt kennt er keines: "Wir waren vor allem eine Plattform für junge Theologen, Intellektuelle und fortschrittlichere Geister", sagt er. In Zukunft wird die Zeitschrift eventuell in Form eines elektronischen Archivs weiterbestehen.

Seit 1937 erscheint die "Orientierung" halbmonatlich mit Hintergrundartikeln zu theologischen, philosophischen, politischen und literarischen Brennpunkten. "Wir haben versucht, über das zweite Vatikanische Konzil zu berichten, haben Reformen unterstützt und laufend über Synoden geschrieben. Es war uns aber auch wichtig, zentrale Literatur in Rezensionen oder in Form von grösseren Beiträgen zu bringen", resümiert Josef Bruhin. Die Befreiungstheologie sei einer jener theologischen Bereiche gewesen, dem viel Raum eingeräumt worden sei.

Was mit dem Redaktionssitz der Zeitschrift in einer Villa in Zürich-Wollishofen geschieht, ist momentan noch nicht klar. Er fungiert auch als Kommunitätshaus für fünf Ordensmänner. "Zurzeit sieht es so aus, als bliebe das Haus in Händen des Ordens. Eventuell werden wir hier neue Aktivitäten aufbauen", sagt Bruhin. (Kipa)


Luzern24. Oktober 2009

Beatrice Eichmann-Leutenegger von Herbert-Haag-Stiftung ausgezeichnet

Die Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche zeichnet drei Persönlichkeiten aus, die "durch ihre Arbeit für das freie Wort einstehen": die Literaturvermittlerin und Mitarbeiterin der von den Schweizer Jesuiten herausgegebenen Zeitschrift Orientierung Beatrice Eichmann-Leutenegger (Bern), den Schriftsteller Thomas Hürlimann (Berlin) und den Theologen Karl-Josef Kuschel (Tübingen).

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Granada22. Oktober 2009

Kongress über Muslime in europäischen Gesellschaften

Vom 25. bis 29. August 2009 trafen sich etwa 30 Jesuiten und Mitarbeiterinnen von Sozialinstituten in Granada an einer Tagung zum Thema „Muslime in unserer Gesellschaft“. Die Beiträge eingeladener Muslime und Expertinnen mit christlichem Hintergrund veranschaulichten die Vielschichtigkeit christlich-muslimischer Beziehungen. Wie stark die Behandlung der konflikthaltigen Elemente in der Beziehung zwischen Muslimen und Christen von der Sichtweise der Beteiligten abhängt, wurde gerade auch durch die historischen Monumente Andalusiens sichtbar. Den Jesuiten ist klar, dass ein gelungenes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen nur auf der Basis gegenseitiger Achtung möglich ist.

Tagungsbericht von Christoph Albrecht SJ (erschienen in der Schweizerischen Kirchenzeitung Nr. 46/2009)...


Bad Schönbrunn16. Oktober 2009

Das Lassalle-Haus bekommt Verstärkung

Seit September 2009 hat das Lassalle-Haus einen neuen Mitarbeiter: Tobias Karcher SJ. Neben Christian Rutishauser gibt es damit wieder einen zweiten Jesuiten im insgesamt 4-köpfigen Leitungsteam.

Interview mit P. Tobias Karcher SJ und P. Christian Rutishauser SJ


Feldkirch12. Oktober 2009

Sherlock Holmes an der Stella Matutina

Am 22. Mai 2009 jährte sich der Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle, dem geistigen Vater von Sherlock Holmes, zum 150. Mal. Einen Teil seiner Ausbildung verbrachte der junge Conan Doyle am Jesuitengymnasium Stella Matutina in Feldkirch.

Im September 1875 entsteigt am Bahnhof Feldkirch ein sechzehnjähriger Junge aus dem schottischen Edinburgh einem Zug, der ihn, über Paris und die Schweiz reisend, hierher gebracht hat. In einem nagelneuen Tweed-Anzug und mit glattgestrichenen Haaren unter einer Schirmmütze begibt er sich mit seinen Siebensachen in das hiesige Jesuitengymnasium Stella Matutina. In den Jahren davor hat er das Jesuitenkolleg im schottischen Stonyhurst besucht und es mit Auszeichnung abgeschlossen. Er ist noch zu jung für ein reguläres
Studium an einer Universität. Deshalb hat ihm Rektor Edward Ignatius Purbrick ein weiteres Jahr bei den Jesuiten empfohlen: "Da gibt es eine großartige Schule in Feldkirch ...". Und nun ist er da. Sein Name: Arthur Ignatius Conan Doyle. Obwohl aus eher bescheidenen
Verhältnissen stammend, kann Arthur dank der selbstlosen Unterstützung seiner Mutter Mary Doyle an dieser elitären Schule studieren, die sonst fast nur deutschsprachigen Jungs aus besserem Hause vorbehalten ist.

Ganzer Artikel von Philipp Schöbi...


Nürnberg10. Oktober 2009

Noviziatsaufnahme für die drei deutschsprachigen Provinzen

Am letzten Sonntag, 4. November, sind in Nürnberg sechs Männer ins Noviziat aufgenommen worden. Sie haben sich damit bereit erklärt, sich in den zwei kommenden Jahren auf ein Leben in der Gesellschaft Jesu zu prüfen und prüfen zu lassen. Vier treten für die Deutsche und je einer für die Österreichische und die Schweizer Jesuitenprovinz ein. Die Novizen kommen aus vier Nationen: aus Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz. Das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre. Somit besteht die Gemeinschaft mit dem zweiten Jahrgang aus insgesamt 13 Novizen.
Dass sich auch ein Schweizer zum Eintritt entschieden hat, ist für unsere Provinz ein Hoffnungszeichen und eine grosse Freude.


Simbabwe9. Oktober 2009

50 Jahre Jesuitenmission und Diözese Sinoia/Chinhoyi

Die einstige Jesuitenmission Sinoia und heutige Diözese Sinoia/Chinhoyi (im Norden Simbabwes) feiert ihr 50jähriges Gründungsjubiläum. Am 8. September 1959 hat der Generalobere der Gesellschaft Jesu die Mission Sinoia/Chinhoyi der damaligen Ostdeutschen Ordensprovinz anvertraut. Die Mission wurde später in die Provinz Simbabwe eingegliedert, und Jesuiten aus anderen Ordensprovinzen bemühten sich mit vereinten Kräften um die Evangelisierung dieser Region Simbabwes. Dieses missionarische Abenteuer, das als eine Art Pionierarbeit einer Gruppe damals noch junger Jesuiten in der damaligen Kirchenprovinz Salisbury (heute Harare) begann führte zur Gründung der Apostolischen Präfektur im Jahr 1974, die 1985 in den Rang einer Diözese erhoben und der Leitung von Bischof Helmut Reckter SJ anvertraut wurde.

Unter der Leitung des heutigen Bischofs Dieter Scholz SJ hat die Diözese Sinoia/Cinhoyi derzeit 26 einheimische Diözesanpriester und 18 Pfarreien. In Trägerschaft der Diözese befinden sich mehrere Krankenhäuser und Schulen. Von Kutama über Kariba bis Marymount und jenseits des Mount Darwin umfasst die Diözese einen Großteil des Nordens Simbabwes.

An dem im einfachen Rahmen gefeierten Gründungsjubiläum der Diözese nahmen verschiedene Jesuiten, Diözesanpriester und Ordensleute teil, die in den vergangenen Jahren im Bistum tätig waren. P. Hermann Husemann SJ und Pater Reinhard Zinkann SJ feierte ihr goldenes Priesterjubiläum zusammen mit dem Gründungsjubiläum. P. Wolfgang Tham SJ erzählte den Einheimischen in ihrer Landessprache die Geschichte der Diözese und erinnerte dabei an die zahlreichen Ordensleuten und Laien, die sie mit ihrer Arbeit zu dem gemacht haben, was sie heute ist. In seiner Predigt dankte der Provinzial der Jesuiten dem Herrn auch für alle die er in den Dienst der Diözese gestellt hat. Am Ende des Jubiläumsgottesdienstes wurden die jungen einheimischen Mitglieder der Gesellschaft Jesu aus der Diözese vorgestellt. (Fidesdienst)


Rom5. Oktober 2009

Jesuiten an der Afrika-Synode

Papst Benedikt XVI. hat für die zweite Afrika-Synode, die am 4. Oktober eröffnet worden ist, folgende Jesuiten zu Experten und damit zu ordentlichen Teilnehmern ernannt:

Paul Béré SJ, Professor für Altes Testament an der katholischen Universität von Abidjan, Elfenbeinküste, und am "Hekima College" in Nairobi, Kenya.

Michael F. Czerny SJ, Direktor des AJAN (African Jesuit AIDS Network)

Samir Khalil Samir SJ, Professor für arabische Geschichte und Islamwissenschaften an der Universität St.Joseph in Beirut, Libanon.

Peter Henriot SJ, Zambia, Direktor des "Jesuit Centre for Theological Reflection" in Lusaka, folgt der Synode als Berater der Vereinigung ostafrikanischer Bischofskonferenzen (AMEDEA).

Erster Überblick über die Afrika-Synode


Rom5. Oktober 2009

Zum Gründungsjubiläum der "Congregatio Jesu"

Die „Congregatio Jesu“, bekannt auch als „Englische Fräulein“, feiern kommende Woche in Rom ihr 400-jähriges Gründungsjubiläum. Im Mittelpunkt steht dabei die Vision, die Ordensgründerin Mary Ward von ihrem Institut hatte, nämlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine weibliche Ordensgemeinschaft mit den Konstitutionen der Gesellschaft Jesu aufzubauen. Die Generaloberin der „Congregatio Jesu“, die Deutsche Schwester Mechthild Meckl:

„Normalerweise wird so ein Jubiläum wegen eines Geburts- oder Todestages einer Gründerin gefeiert, bei uns aber ist es ein Gründungsjubiläum. Es ist in dem Fall, denke ich, auch wirklich angemessener, weil Maria Ward eine Pionierin war – und zwar für alle apostolischen Frauenorden, und darüber hinaus die Voraussetzung geschaffen hat für die apostolische Tätigkeit von Frauen in der Kirche überhaupt. Also auch die Laien können sich auf Maria Ward beziehen. Sie hat einen ganz neuen Weg gezeigt, den es vorher nicht gegeben hat.“

Papst Pius XII. nannte die Ordensgründerin Mitte des 20. Jahrhunderts eine „unvergleichliche Frau, die das katholische England der Kirche geschenkt hat“. Doch zu ihren Lebzeiten blieb Mary Ward von den Päpsten unverstanden. 1631 zerschlug Papst Urban VIII. die „Englischen Fräulein“ mit einer der härtesten Bullen, die in der Kirchengeschichte bekannt sind. Mary Wards Vision von Bildung für Frauen und einem Ordensleben ohne Klausur waren revolutionär für die Kirche ihrer Zeit. (radio vatikan)


Rom3. Oktober 2009

Eberhard von Gemmingen SJ verlässt Radio Vatikan

Im Radio nennen sie ihn nur "den Pater". Dabei legt Eberhard von Gemmingen SJ eigentlich keinen grossen Wert auf Titel, weder auf seinen geistlichen Rang noch auf seine Abkunft aus einem badischen Adelshaus. 27 Jahre lang leitete der Jesuit die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan. Mit seiner Verabschiedung Mitte Oktober geht eine Ära zu Ende.

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Indien24. September 2009

Michael A. Windey SJ 1921-2009

Der Gründer und Ehrenpräsident der indischen Dorfbauorganisation Village Reconstruction Organisation (VRO), Michael A. Windey SJ, ist in den Morgenstunden des 20. September 2009 in Belgien gestorben.

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Schweden23. September 2009

Etappe im Aufbau einer Jesuitischen Bildungseinrichtung

Das katholische Newman-Institut in Uppsala ist staatlich anerkannt worden. Damit wird das Institut eine eigene Hochschule. Die katholische Bildungseinrichtung wurde 2001 vom Jesuitenorden und von Mitarbeitern der katholischen Kulturzeitschrift „Signum“ gegründet. Ziel des Instituts sei es, eine Ausbildung in katholischer Theologie und Philosophie anzubieten. Das gab der Rektor des Instituts, P. Philip Geister, bekannt. Seit sieben Jahren besteht eine Zusammenarbeit zwischen dem Newman-Institut und der theologischen Fakultät der Universität Uppsala. Bereits am vergangenen 25. August hatte die schwedische Hochschulbehörde dem Antrag des Instituts auf staatliche Anerkennung zugestimmt.


Bern8. September 2009

Zur Schliessung der Niederlassung in Bern

In diesen Tagen werden die letzten Jesuiten das Akademikerhaus an der Alpeneggstrasse 5 und damit die Bundeshauptstadt verlassen. Das nahe bei der Universität gelegene Jugendstilhaus wurde 1947 vom Jesuitenorden zum Ausbau der Akademiker- und Studierendenseelsorge erworben, welche schon 1927 ihren Anfang genommen hatte. In den folgenden Jahren wurde das 'aki' (Kosename für das 'Katholische Akademikerhaus' der Gründerzeit) zu einem Impulsträger offener, dialogbereiter Katholizität über den Kreis der Studierenden hinaus. Die Zusammensetzung der Jesuiten war meist vielfältig – nicht nur was Herkunft und Alter, sondern auch was den persönlichen Kompetenzbereich betrifft (Theologie und Spiritualität, Naturwissenschaft und Psychologie, Sprachwissenschaft und Islamistik). Ein Schwerpunkt der ersten Jahre war auch die Seelsorge am angesehenen Viktoriaspital Bern. Das partnerschaftliche Zusammenwirken mit Laien in der Uni-Gemeinde und im Haus war ein grosses und zumeist authentis realisiertes Anliegen. Das aki war wegen seiner günstigen Verkehrslage und der angenehmen Atmosphäre ein geschätzter Treffpunkt gemeinnütziger und sozial engagierter Gruppierungen. So waren auch die Präsenz in der Bundeshauptstadt und die Möglichkeit direkter Beziehungen zu politischen Entscheidungsträgern eine besondere Chance und eine Herausforderung.
Die Schliessung des Hauses schmerzt nicht nur die drei letzten Jesuiten, sondern die ganze Schweizer Provinz. Die Universitätsgemeinde wird inskünftig Thomas Philipp weiterführen, der bereits mehrere Jahre im aki mitarbeitete und dieses sogar bereits seit 2006 leitet.

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Bern17. Juni 2009

Zum Ende der Jesuiten in Bern: Andreas Schalbetter SJ blickt zurück

Nach einer 82-jährigen, durchgehenden Präsenz der Jesuiten in Bern, geht eine Epoche zu Ende. 1927 haben die Jesuitenpatres P. Paul Chastonay als Universitätsseelsorger und P. Julius Seiler als Spitalseelsorger sich in der attraktiven Bundeshauptstadt niedergelassen. Im Laufe dieses Jahres werden sich die drei Jesuiten, Bruno Lautenschlager, Richard Brüchsel und ich aufgrund offenkundiger personeller Engpässe in der Schweizer-Provinz aus Bern zurückziehen.

Ein schmerzvoller Schritt, den wir sehr bedauern, eine Entscheidung, der lange Debatten vorausgegangen sind und die dem damaligen Provinzial sicher nicht leicht gefallen ist. Im vorletzten Jahr noch feierten wir das 60. Jubiläum des heutigen Standortes mit dem Kosenamen „aki“, das die kath. Universitätsgemeinde in einem bezaubernden Jugendstilhaus mit Garten und einer Sequoia, einem Mammutbaum, bezeichnet.

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Berufung26. März 2009

Wie man Jesuit wird

Die Ausbildung neuer Mitglieder für den Jesuitenorden erfolgt derzeit für Deutschland, Österreich und die Schweiz gemeinsam im Noviziat in Nürnberg. Was bewegt junge Menschen, diesen Weg zu wählen, was erwartet man von ihnen, was können sie finden? Wir sprachen mit Franz-Xaver Hiestand SJ, Luzern, dem Novizenmeister Josef Maureder SJ und dem Schweizer Novizen Marek Stejskal.

Zur Reportage...

Bern9. Februar 2009

Jesuiten ziehen sich aus Bern zurück

Die Jesuiten ziehen sich im Laufe des Jahres aus Bern zurück. Damit geht eine 82-jährige Epoche zu Ende, wie die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Bern sowie die römisch-katholische Gesamtkirchgemeinde Bern und Umgebung am Montag, 9. Februar, mit Bedauern mitteilten. Betroffen ist vor allem die Studierendenseelsorge. Diese soll aber als "pastorale Notwendigkeit" weitergeführt werden.
Der Rückzugs-Entscheid sei der Schweizer Provinz der Jesuiten keineswegs leicht gefallen, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Grund liege in den immer knapper werdenden personellen Ressourcen des Ordens, die "ein Überdenken beim Einsatz unter gleichzeitiger Berücksichtigung eines einigermassen funktionierenden Ordenslebens" nötig machten.
Der Abschied der Ordensgemeinschaft aus Bern und damit von der Studierendenseelsorge wird von der Landeskirche, der Gesamtkirchgemeinde Bern und dem Dekanat Region Bern sehr bedauert. Zugleich danken sie dem Jesuitenorden für sein jahrzehntelanges verdienstvolles Wirken in der Seelsorge der Stadt und des Kantons Bern.

Gespräche über neue Trägerschaft
Mit dem Haus der Studierendenseelsorge, dem "aki" an der Alpeneggstrasse 5, und einem dort tätigen kompetenten und engagierten Team stünden die Vorzeichen für eine Weiterführung der Seelsorge an Studierenden gut, heisst es in der Medienmitteilung. Gespräche der Landeskirche, der Gesamtkirchgemeinde und dem Dekanat mit den Schweizer Jesuiten über eine neue Trägerschaft der Studierendenseelsorge seien bereits angelaufen mit dem "einmütigen Bekenntnis", auch weiterhin seelsorgerliche Dienste für die Studierenden in Bern anzubieten. (kipa)

Mehr zur Niederlassung in Bern...


35. Generalkongregation7. Januar 2008

„... grosse Güte, Liebe zur Gesellschaft Jesu und ein gutes Urteil“

Am 7. Januar 2008 eröffnete Franc Kardinal Rodé mit einer Eucharistiefeier in der Kirche Il Gesù in Rom die 35. Generalkongregation der Gesellschaft Jesu. In seiner Predigt macht er die Worte von Ignatius zum Ausgangspunkt, dass einem Generaloberen, wenn er über die gängigen hohen Anforderungen seines Amtes nicht verfügt, wenigstens grosse Güte, Liebe zur Gesellschaft Jesu und ein gutes Urteil nicht fehlen dürfen.

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Interview mit Christian Rutishauser SJ ...


Gesellschaft Jesu weltweit19. Dezember 2007

La 35ème Congrégation Générale de la Compagnie de Jésus

Le 7 janvier 2008 s’ouvrira à Rome la 35ème Congrégation Générale de la Compagnie de Jésus.
La Congrégation Générale est l’organe suprême de la Compagnie. Sans périodicité fixe, elle se réunit pour élire le Supérieur Général et ses Assistants, et/ou pour traiter les affaires importantes concernant l’ensemble de la Compagnie.
La Congrégation Générale est composée des Supérieurs provinciaux et de délégués élus par les Provinces au pro rata du nombre des membres de chaque Province, mais toujours de manière à ce que les délégués élus constituent la majorité des participants à la Congrégation. Les Provinces dont les effectifs ne dépassent pas le 0,5% du nombre total des membres de la Compagnie n’ont droit qu’à un délégué élu. C’est le cas de la Province de Suisse, dont les membres ont désigné comme leur représentant le Père Albert Longchamp.

pour aller plus loin ...

liste de tous les supérieurs généraux de la Compagnie de Jésus

biographie du Valaisan Anton Anderledy SJ, supérieur général de 1883/87 à 1892


Fribourg10. Dezember 2007

Hans Küngs leichter Irrtum

Im zweiten Band seiner Erinnerungen mit dem Titel "Umstrittene Wahrheit" (Piper: München 2007), auf Seite 548, erzählt Hans Küng, er habe am 14. August 1979 in Tokio den Rektor der katholischen Sophia-Universität, den "angesehenen Jesuiten Giuseppe Pittau" getroffen, "der später einmal dem Jesuitengeneral Pedro Arrupe als von Papst Woityla autoritär eingesetzter kommisssarischer «Ordensvikar» nachfolgen sollte, nachdem Arrupe unter päpstlichem Druck zurückgetreten war". Die Sache verhielt sich ein wenig anders: Pater Arrupe gedachte anfangs 1980, einen Prozess einzuleiten, wie ihn die Generalkongregation von 1965 vorgesehen hatte, um seinen Rücktritt einreichen zu können. Der Papst war damit nicht einverstanden und verbot die Durchführung dieses Verfahrens. In der Zwischenzeit erfolgte das Attentat auf den Papst am 13. Mai 1981 und eine Gehirnblutung von P. Arrupe am 7. August nach der Rückkehr von einer Reise nach Asien. Am 6. Oktober war der Papst wieder genügend erholt, um durch Kardinal Casaroli in einem Krankenbesuch von wenigen Minuten P. Arrupe einen Brief überbringen zu lassen, worin dem gelähmten und der Sprache beraubten Generalobern der Societas Jesu mitgeteilt wurde, der Papst ernenne Pater Paolo Dezza als «persönlichen Delegierten» mit allen Vollmachten zur Leitung der Gesellschaft in seinem Namen und in seinem Auftrag (nach Martin Maier, Pedro Arrupe - Zeuge und Prophet". Würzburg 2007, 64-71). Damit hatte der Papst den vom Orden gemäss seinen Satzungen schon eingesetzten Generalvikar Vincent O'Keefe einfach überspielt. Da aber P. Dezza schon 80-jährig war, wurde ihm als Koadjutor P. Giuseppe Pittau, 53-jährig, beigegeben. Diese beiden leiteten die Gesellschaft bis zur regulären Wahl des nächsten Generaloberen Peter Hans Kolvenbach im Jahre 1983, formell aber war bis dahin immer noch Arrupe Generaloberer. Dezza wurde später schwer krank und war am Erblinden, als er mit 89 Jahren zum Kardinal ernannt wurde, Pittau wurde mit 70 Jahren Titularerzbischof.
Iso Baumer, Fribourg


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