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Einblicke in das Wirken und die Geschichte der Schweizer Jesuiten
Ein Beitrag von www.kath.ch Zum Video-Clip...
Angebote für junge Menschen März bis Juni 2013 Flyer als PDF
Dem Jesuitenorden beigetreten. "Hundeners" Martin geht einen aussergewöhnlichen Weg. Martin Föhn aus Muotathal (SZ) hat im Oktober 2012 nach zweijährigem Noviziat die Gelübde abgelegt und sich damit auf Lebzeiten dem Jesuitenorden angeschlossen. Was ist das? Was tut er da und warum? Welchen Weg ist er gegangen und was liegt noch vor ihm? Erschienen in: Muotathaler Zirk 57 (Januar 2013), S. 4-5. Ganzen Text lesen...
| Fairfield, Connecticut, USA |
11. Dezember 2012 |
Rap zu Ignatius von Loyola Ein unterhaltsamer Rap, gestaltet von einer College of Arts und Sciences Klasse der Fairfield University. Viel Vergnügen! Have fun! Zum Ignatius Rap...
24. November - Informationstag - für junge Männer WANN & WO Samstag | 24. November 2012 | 9:00 bis 16:30 Uhr Notre-Dame de la Route, Villars-s/Glâne (FR) | www.ndroute.ch PROGRAMM Ordensmitgliedern begegnen | Schwerpunkte jesuitischer Spiritualität erfahren | Arbeitsfelder entdecken | Ausbildungsweg kennen lernen | Mittagessen mit der Jesuitengemeinschaft ANMELDUNG Wenn Sie am Informationstag teilnehmen möchten, bitten wir Sie um Anmeldung bis Montag, 19. November 2012, bei P. Andreas Schalbetter SJ (mail, 061/2646307). Flyer Infotag als PDF Zum 25. Todestag Mario von Gallis SJ - Auge des Konzils, Stimme der Reform Vor 25 Jahren starb Mario von Galli. Der Jesuit und Journalist bot den Nationalsozialisten mit Herz und Witz die Stirn, war ein wacher Beobachter seiner Zeitläufte und erreichte mit seinen treffenden Analysen des Zweiten Vatikanischen Konzils ein Millionenpublikum. Zur Reportage von domradio.de...
P. Albert Ebneter SJ (1915-2012) Unser Mitbruder Albert Ebneter SJ ist in der Nacht vom 23. auf den 24. September 2012 im Alters- und Pflegeheim Ries in Zürich verschieden. Geboren am 28. Februar 1915 in Appenzell besuchte er zuerst das dortige Kollegium St.Antonius der Kapuziner. Nach der Matura am Kollegium St.Fidelis in Stans, ebenfalls geführt von den Kapuzinern, trat er am 14. September 1936 in Tisis bei Feldkirch ins Noviziat der Jesuiten ein und erlebte dort 1938 hautnah den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich. Nach dem Studium der Philosophie in München studierte er noch während der Kriesgsjahre als einer von ganz wenigen Studenten an der Universität Wien Theologie und doktorierte anschliessend in Löwen über die Theologie Karl Barths. Danach nahm er seine Tätigkeit am "apologetischen Institut" auf, spezialisierte sich weiter in evangelischer Theologie und wurde in der Schweiz zu einem der frühen Vertreter des ökumenischen Dialogs. 1954 erlebte er die Übersiedlung des "apologetschen Instituts" an die Scheideggstrasse 45 in Zürich, wo es bald "Institut für weltanschauliche Fragen" genannt wurde. Albert Ebneter engagierte sich für die Zeitschrift "Orientierung" und war über mehrere Jahre Superior der dortigen Kommunität. Albert Ebneter hatte sein Herz immer auch bei der evangelischen Kirche und pflegte bis ins hohe Alter Freundschaften zu verschiedenen Pfarrern und Theologen. Er hatte seinen ruhigen und geregelten Tagesablauf und behielt stets den Überblick über die neuesten Veröffentlichungen in theologischen Fachzeitschriften. Wer Albert Ebneter als Gesprächspartner kennenlernte, musste oft über seine geistige Präsenz staunen. Nach gesundheitlichen Störungen im Frühjahr 2012 äusserte er selber den Wunsch um Aufnahme ins Pflegeheim Ries, nahe seiner Kommunität in Zürich. Seine Mitbrüder besuchten ihn dort regelmässig und holten ihn gelegentlich in die Gemeinschaft zum Essen zurück. So blieb er bis zu seinem Tod mit der alten Fabrikantenvilla an der Scheideggstrasse, in der er 58 Jahre seines Lebens verbracht hatte, verbunden. Begäbnis und Trauergottesdienst: Montag, 1. Oktober 2012 um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Manegg, Thujastrasse 60, 8038 Zürich
| Nürnberg | 17. September 2012 |
Freude über guten Nachwuchs im Noviziat aus unterschiedlichen Kulturräumen Am 16. September sind fünf Novizen in das Noviziat der deutschsprachigen Provinzen in Nürnberg eingetreten: vier für die Deutsche Provinz der Jesuiten, davon einer aus Schweden, und einer für die Österreichische Provinz. Das zweijährige Noviziat ist die Vorbereitungszeit für den Eintritt in den Orden. Zusammen mit den im vergangenen Jahr eingetretenen Novizen bereiten sich derzeit 12 Novizen auf die Gelübde vor. Mehr...
| Hongkong | 14. September 2012 | Jesuiten planen neue Universität in Hongkong Die Jesuiten in Hongkong haben bei den zuständigen Stellen Sonderverwaltung von Hongkong offiziell einen Antrag für die Gründung einer neuen Universität eingereicht. Wie das in chinesischer Sprache erscheinende Mitteilungsblatt der Diözese "Kong Ko Bao" berichtet, blicken die Jesuiten im Bereich der Bildung auf eine jahrhunderte lange Erfahrung zurück. Die Einrichtungen der Jesuiten, darunter auch zwei weiterführende Schulen in Hongkong, werden dort sehr geschätzt. In China hat die Bildungsarbeit der Jesuiten ihren Ursprung in der Zeit des berühmten Chinamissionars Matteo Ricci (1552-1610). In jüngerer Vergangenheit gründeten die Jesuiten 1870 in Schanghai das Institut für Chinesische Studien und die "Aurora University" im Jahr 1903; 1922 entstand in Tian Jin das Institut der Jesuiten für Handel und Industrie. Nach der Ankunft der ersten irischen Jesuiten in Hongkong wurde dort 1926 die Ricci Hall (Wohnheim für katholische Studenten der Universität Hong Kong) und die beiden Wah Yan Colleges eröffnet. Von ehemaligen Schülern eines Wah Yan College stammt auch der Vorschlag der Gründung einer Universität der Jesuiten in Hongkong. Eine eigens dafür gegründete Kommission befasst sich seit mehreren Jahren mit dem Projekt. Anton Ron SJ der lange zeit in Peking tätig war und dort an der Gründung des "Beijing Center for Chinese Studies" betont: "Es wird intensiv für die Gründung einer neuen Universität gearbeitet. Wir haben bereits Abkommen über eine künftige Zusammenarbeit mit 21 Universitäten in Asien, Amerika und Europa geschlossen und es laufen Verhandlungen mit fünf weiteren Universitäten". Bei der Internationalen Buchmesse in Hongkong hatte der Jesuitenorden im Vorfeld der Gründung der neuen Universität im vergangenen August Veröffentlichungen zum Thema "Texte für Bildungsarbeit der Gesellschaft Jesu" und "Bildungsarbeit der Jesuiten". (fides.org)
| Nürnberg | 9. September 2012 | Gelübde im Noviziat der Jesuiten Am 9. September haben Martin Föhn, Stefan Hofmann, Marco Hubrig, Felix Polten, Michael Schenke und Leopold Stübner nach einer zweijährigen Prüfungszeit in der Kirche St.Klara in Nürnberg ihre ersten Gelübde abgelegt. Sie werden nun an unterschiedlichen Orten, sei es als Studenten an Hochschulen, sei es in pastoralen Einsätzen, ihre Ausbildung in der Gesellschaft Jesu fortsetzen. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Schweizer Provinz mit Martin Föhn, gebürtig aus dem Muotathal, wieder einen neuen Mitbruder bekommen hat. Er wird an der ordenseigenen Hochschule in München Philosophie studieren.
| Port au Prince | 10. September 2012 | Jesuit Refugee Service zur Lage in Haiti Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst für die Karibik fordert von der Regierung in Haiti und der haitianischen Gesellschaft mehr Engagement für den Wiederaufbau des Landes. Gleichsam appelliert das Flüchtlingshilfswerk an die internationale Staatengemeinschaft mit der Bitte um Einhaltung der eigenen Versprechungen. Seit dem Erdbeben des Jahre 2010 haben sich die Lebensbedingungen der Menschen zunehmend verschlechtert. Die Mitarbeiter des Jesuit Refugee Service (JRS) äußern ihre Forderungen in einem Dokument, das am Rande einer Versammlung veröffentlicht wurde, die vom 4. bis 6. September in Caballeros (Dominikanische Republik) stattfand. An der Sitzung nahmen Vertreter aus Haiti, der Dominikanischen Republik, Puerto Rico, Venezuela, den Vereinigten Staaten und Kanada teil. In dem Dokument weisen die JRS-Delegierten darauf hin, dass es in der ganzen Region vielfältige Migrationsbewegungen gibt, wie zum Beispiel in Haiti, Kolumbien und den mittelamerikanischen Ländern, oder die Auswanderung aus der Dominikanischen Republik nach Puerto Rico oder aus Kuba nach Ecuador. "Am schlimmsten ist die Situation in Haiti, wo die Schwäche des Staates und das Ausbleiben internationaler Hilfen nach dem Erdbeben, zu einer Zuspitzung der Lage geführt haben. Deshalb appellieren wir an die Regierung und die Bevölkerung des Landes mit der Bitte um aktives Handeln und Engagement beim Wiederaufbau. Gleichsam muss die internationale Staatengemeinschaft die eigenen Versprechen gegenüber Haiti einhalten." Abschließend fordert das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten eine Globalisierung der Hilfsbereitschaft und eine Zusammenarbeit aller internationalen Organismen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Migrationspolitik und im Hinblick auf gerechte Zuwanderungsgesetze. Der Jesuit Refugee Service hat Niederlassungen in 19 Ländern in Lateinamerika und hilft Migranten und Randgruppen auf dem ganzen Kontinent. (fides.org) Zum Tod von Kardinal Carlo Maria Martini SJ Der langjährige Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini, hat kurz vor seinem Tod eine Umkehr der Kirche und eine stärkere Zuwendung zu den Menschen gefordert. Die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlichte am Wochenende ein Interview mit dem am Freitag im Alter von 85 Jahren verstorbenen Jesuiten und Bibelwissenschaftler. Den Angaben zufolge hatte der österreichische Jesuit Georg Sporschill das Gespräch Anfang August geführt, wenige Tage bevor sich der Zustand des an Parkinson leidenden Martinis verschlechterte. Der Kardinal hatte sich in dem Interview zu mehreren „heißen Themen“ wie den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und mit Patchwork-Familien geäußert. (radio vatikan) Federico Lombardi SJ zum 70. Geburtstag Er ist Vatikansprecher, Generaldirektor des Senders und in beiden Funktionen häufig bei Radio Vatikan zu hören: Pater Federico Lombardi SJ. In diesen Tagen feiert der Jesuit zwei wichtige Jubiläen. Am kommenden Mittwoch begeht er seinen 70. Geburtstag, und am 2. September wird er seit 40 Jahren Priester sein. Der „Leiter des vatikanischen Presseamtes“, wie sein offizieller Titel lautet, ist Ansprechpartner der Medien für alle Fragen rund um Papst und Vatikan. Er organisiert Pressekonferenzen und betreut die Presse während der Reisen des Papstes. Papst Benedikt ernannte den norditalienischen Priester, der gut deutsch spricht und im übrigen ausgebildeter Mathematiker ist, 2006 zum Nachfolger des Spaniers Joaquin Navarro-Valls, der dieses Amt 22 Jahre lang ausübte. Mehr ...
| Zürich/Jakarta | 26. August 2012 | P. Johann Casutt SJ (1926-2012) Unser Mitbruder P. Johann Casutt ist am 24. August 2012 im 87. Lebensjahr und im 65. Jahr seines Ordenslebens in der Gesellschaft Jesu im Spital von Solo (Indonesien) gestorben. Zwei Jahre nach seiner Matura in Engelberg trat er 1947 in die Gesellschaft Jesu ein. Das Noviziat machte er in Rue, danach studierte er Philosophie in Heythrop (GB) und Theologie in Eegenhoven-Löwen (B). 1953 wurde er zum Priester geweiht und feierte seine Heimatprimiz in Horgen, was wegen des Jesuitenverbots damals noch die Polizei aufschreckte. Nach seinem Terziat in Münster/W war er für ein Jahr Religionslehrer in Feldkirch. 1957 ging sein, schon im Noviziat vorgebrachter Wunsch, in die Missionen gehen zu können, in Erfüllung: Er konnte nach Jakarta ausreisen. Als erste Aufgabe wurde ihm der Englisch- und Französischunterricht im Seminar von Magelang übertragen. 1971 übernahm P. Casutt die Führung der „Akatemi Tehnik Mesin Industri“ (ATMI) in Solo. Er blieb deren Direktor bis 2000 und baute die Fachhochschule nach allen Seiten aus, so dass sie bald den Ruf einer Modellschule erhielt. 2009 wurde ihm der Klaus J. Jacobs Best Practice Award für seine Innovationskraft und seinen unternehmerischen Geist verliehen. Die Beerdigung ist für kommenden Montag um 10.00 Uhr in Girisonta vorgesehen.
Weitere Informationen zum Leben von P. Johann Casutt SJ ... Kardinal Paul Shan SJ "gehört auf ewig Christus" Chinesische Katholiken in aller Welt trauern um den emeritierten Bischof von Kaohsiung, Kardinal Paul Shan Kuo-Hsi SJ. Der Kardinal starb am Nachmittag des 22. August im katholischen Krankenhaus GengXin in Taipeh. Trauergottesdienste für den Verstorbenen fanden bereits in Kontinentalchina, Hongkong, Macao und Taiwan statt, wo der Kardinal seit heute Morgen in der Pfarrei der Heiligen Familie aufgebahrt ist. Wie die Diözese Kaohsiung in einer Verlautbarung mitteilt, findet das Requiem am 1. September statt, das "wie es der Kardinal in seinem Testament wünscht einfach und bescheiden gehalten sein wird". Mehr ... Neuer Provinzial der Schweizer Jesuiten im Amt Am 31. Juli 2012, am Fest unseres Gründers Ignatius von Loyola, tritt Christian Rutishauser SJ sein neues Amt als Provinzial der Schweizer Jesuiten an. Seine Mitbrüder wünschen ihm alles Gute und Gottes Segen und freuen sich, die nächsten sechs Jahre unter seiner Leitung zu verbringen. Weitere Informationen über Christian Rutishauser SJ ... Unser Mitbruder Pater Roland Locher SJ ist am 14. Juli 2012 im 88. Lebensjahr und im 64. Jahr seines Ordenslebens in der Gesellschaft Jesu im Spital Bülach gestorben. Nach seiner Matura 1945 in Luzern wandte er sich vorerst dem Bauingenieurwesen an der ETH Zürich zu. Gleichzeitig liess er sich in der Gebirgsinfanterie zum Leutnant befördern und blieb Abteilungsleiter des Pfadfinderkorps St. Leodegar Luzern. 1948 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und begann sein Noviziat in Rue. Danach durchlief er die ordenseigene Ausbildung in Philosophie und Theologie. Obwohl er seine Berufung in der Seelsorge sah, musste er zuerst eine Aufgabe in der Verwaltung des Kollegs Stella Matutina in Feldkirch und später auch noch in der Administration der Zeitschrift „Orientierung“ übernehmen. Pastoral tätig war er 1961-1966 als Vikar in Basel, 1978-1991 als Pfarrer in Embrach und 1992-1998 in Berg TG. 1969-1978 stellte er sich in den Dienst der Krankenseelsorge in Zürich. Trotz zunehmender Rückenleiden leistete er von Nürensdorf aus noch willkommene Aushilfsdienste in verschiedenen Pfarreien. Pater Roland Locher war ein eifriger, mutiger und vielseitig interessierter Seelsorger, der auch seine positiven Erfahrungen aus seiner Pfadfinder-, Leutnant- und ETH-Zeit fruchtbar zu machen wusste. Urnenbestattung und Trauergottesdienst finden statt: Freitag, 20. Juli 2012 um 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Manegg, Thujastrasse 60,8038 Zürich
| München/Osttimor | 28. Juni 2012 | Auszeichnung für Ruedi Hofmanns SJ (†) Casa de Producao Audiovisual Im Jahre 2002 hat der Schweizer Jesuit Ruedi Hofmann (1938-2008) in Osttimor ein audiovisuelles Zentrum gegründet, die Casa de Producao Audiovisual (CPA), um mit dessen Produktion die vom Krieg traumatisierte Beölkerung neu zu bilden und ihr ein Bewusstsein für den Wert ihrer eigenen Kultur und Tradition zu verschaffen. Am 6. Juni 2012 nun wurde die CPA für ihren Film "The Youth Parliament" die Auszeichnung "The Next Generation Prize" des Prix Jeunesse Festival in München verliehen. Im besagten Film geht es um Timoresische Jugendliche, die in ihren Sommerferien darauf vorbeitet werden, in Zukunft Verantwortung für die Führung ihres noch jungen Staates zu übernehmen. Die Fokussierung auf die Jugend in einem Land, wo Kindern wenig Raum in den Massenmedien gewährt wird, hat zur Prämierung beigetragen. Der Preis wird es CPA ermöglichen, eigenen Nachwuchs in Grossbritannien, Australien und anderen Ländern Europas kompetent ausbilden zu lassen. Prix Jeunesse ist eine internationale Institution, die Kindersendungen in der ganzen Welt fördert und auszeichnet. Auf seinem Filmfestival werden die besten Kindersendungen weltweit präsentiert. Mehr ... Binnenflüchtlinge suchen Zuflucht bei den Jesuiten in Aleppo Viele syrische Familien, die aus den umkämpften Gebieten im Westen des Landes fliehen, suchen Zuflucht im Kloster "Deir Vartan" im Stadtteil Midan in der Altstadt von Aleppo. Das nach einem armenischen Heiligen benannte Kloster war bis vor hundert Jahren eine Schule und diente danach als Unterkunft für armenische Flüchtlinge. Im November 2008 eröffneten die Jesuiten in Zusammenarbeit mit dem "Jesuit Refugee Service", nach einer umfassenden Restaurierung, dort ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge, das auch eine Schule und andere soziale Programme beherbergt. Davon profitieren nun auch syrische Binnenflüchtlinge. Das Zentrum nahm bereits seit 2010 Flüchtlinge aus dem Irak auf, denen die Einrichtung vor allem auch bei der Integration in Syrien half. Das Zentrum nimmt alle Flüchtlinge auf, ohne Rücksicht auf Religion oder ethnische Zugehörigkeit. Wie aus einem jüngsten Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF hervorgeht, suchen über 54.000 Flüchtlinge aus Syrien, davon etwa die Hälfte Kinder, auch in Jordanien, dem Libanon, dem Irak und der Türkei Zuflucht. (Fidesdienst) Fruchtbarer Boden: viel Ordensnachwuchs bei der Gesellschaft Jesu Vietnam ist ein fruchtbarer Boden für die Gesellschaft Jesu: wie die Jesuiten aus Vietnam berichten, vervielfachte sich die Zahl der Ordensberufungen, was die Gesellschaft Jesu zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Der Ordensnachwuchs wird am Scholastikat "St. Joseph" in Ho Chi Minh City ausgebildet, wo heute 54 Studenten studieren. Die Einrichtung bietet Studienplätze für 100 Studenten an. Die einheimischen Ordenskandidaten werden im eigenen Land tätig sein, aber auch als Missionare "ad gentes" eingesetzt werden. Die ersten Jesuiten kamen 1615 nach Vietnam, wo sie 150 Jahre lang tätig waren. 1773 wurde die Tätigkeit unterbrochen und erst 1957 wieder aufgenommen. Der Orden gründete ein Kolleg in Dalat (Vietnam), wo über mehrere Jahrzehnte Priester ausgebildet wurden und aus dem insgesamt 14 Bischöfe hervorgingen. Nach der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1975 mussten viele Jesuiten das Land verlassen. Nur etwas 30 Ordensleute konnten bleiben. Die Pastoralarbeit wurde schließlich 2007 mit der Gründung der Ordensprovinz Vietnam wieder in vollem Umfang aufgenommen. Seither steigt die Zahl der Ordensmitglieder kontinuierlich: 2010 gab es in der Ordensprovinz Vietnam der Jesuiten 42 Ordenspriester, 23 Ordensbrüder und 22 Novizen. Die Zahl der Jugendlichen, die um die Aufnahme in den Orden bitten steigt von Jahr zu Jahr. (Fidesdienst) Jesuiten feiern sechzig Jahre ihrer Präsenz in Nepal Während Nepal in einer angespannten Atmosphäre gezeichnet von vielen Protestkundgebungen die auf den 27. Mai festgelegte Inkraftsetzung der Konstitution erwartet und die Unruhen weiterhin zunehmen, feiern die Jesuiten den sechzigsten Jahrestag der Gründung des Hl. Xaver-Kollegs in Katmandu. Mehr ... Jesuit wird neuer Berater des Papstes Papst Benedikt hat vier neue Berater (Consultoren) für seinen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ernannt. Zu ihnen gehören der Jesuit und Kirchenkünstler Marko Ivan Rupnik SJ aus Slowenien. Rupnik führt in Rom mit Angehörigen verschiedener Konfessionen ein Künstleratelier, orientiert sich an ostkirchlichen Motiven und hat bereits zahlreiche Kirchen in Europa und Nordamerika gestaltet. Geleitet wird der neue Rat von Erzbischof Rino Fisichella. (radio vatikan) Mehr Informationen zu Ivan Rupnik www.centroaletti.com
| Bac Schönbrunn | 12. Mai 2012 | Unser Mitbruder, Br. Eugen Waibel SJ, ist am 11. Mai 2012 im 90. Lebensjahr und im 57. Jahr seines Ordenslebens in der Gesellschaft Jesu im Altersheim Luegeten, Menzingen, gestorben. Nach dem Noviziat in Rue 1955-1957 blieb er in verschiedenen Funktionen zunächst noch zwei Jahre in Rue, wechselte dann für drei Jahre nach Tisis und anschliessend für ein weite-res Jahr nach Notre-Dame de la Route. 1963 kam er nach Zürich ins Akademikerhaus, an den Ort, wo er während 43 Jahren all seine Fähigkeiten entfaltet und eingesetzt hat. Er war ein ausgezeichneter und stets verfügbarer Hauswart und abwechslungsweise auch Ökonom und Minister. Als immer hilfsbereiter und liebenswürdiger Mensch knüpfte er mit vielen, alten und jungen Aki Besuchern Kontakte und nahm auch so seine jesuitische Sendung wahr. Seinen Lebensabend verbrachte er in Bad Schönbrunn und im Altersheim Luegeten. Der Trauergottesdienst und die anschliessende Beerdigung finden statt: Mittwoch, 16. Mai 2012 um 14.15 Uhr in Bad Schönbrunn RIP Seit 450 Jahren Präsenz der Jesuiten Seit 450 Jahren sind Jesuiten in Macao tätig, wo sie sich auch heute noch der Verkündigung des Evangeliums, der menschlichen und christlichen Bildung und dem Engagement im Sozial- und Bildungswesen widmen. Die "Gesellschaft Jesu" feiert 2012 ihr 450jähriges Jubiläum in Macao. Am 24. August 1562 kamen mit Luis Frois SJ und Giovanni Battista Del Monte SJ die ersten Jesuiten nach Macao und brachten dort das Apostolat des Jesuitenordens auf den Weg. Die beiden portugiesischen Jesuiten waren gekommen, um zwei katholische Priester beim pastoralen Dienst unter den damals 5.000 Einwohnern von Macao, davon rund 600 Christen, zu unterstützen. Sie reisten mit dem damals bekannten portugiesischen Geschäftsmann Diego Pereira, der zum Botschafter Portugals beim Hof in Peking ernannt worden war. 1565 gab der Provinzial der Jesuiten, Antonio de Quadros, Anweisung, eine permanente Niederlassung der Gesellschaft Jesu auf Macao zu errichten. Der erste Bischof von Macao (1568 bis 1581) war der portugiesische Jesuit Melchior M. Carneiro, dar auch die Leprastation "Santa Casa da Misericordia" gründete. Seit der Rückkehr Macaos an China im Jahr 1999 versuchen die Jesuiten in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche in China ,,Brücken des Dialogs und der Versöhnung" zu bauen. Die Diözese Macao ist direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt. Von den rund 400.000 Einwohnern sind rund 20.000 Katholiken. (Fidesdienst) Präsenz des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Syrien Eine halbe Million Menschen sind in Syrien derzeit auf der Flucht, zwischen 90.000 und 100.000 Syrer, darunter zahlreiche Familien mit kleinen Kindern, sind in das benachbarte Jordanien geflohen. Das geht aus Schätzungen des UNHCR und Berichten des Internationalen Jesuitenflüchtlingsdienstes hervor. „Ein großes Problem ist, dass die Hilfsorganisationen keine ausländischen Mitarbeiter ins Land bringen können, weil sie keine Visa bekommen. Das heißt, dass ihre Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt ist. Es gibt im Land ein Paar Hilfsorganisationen, doch sind zivilgesellschaftliche Strukturen, zu denen ja auch Nichtregierungsorganisationen und Hilfsorganisationen gehören, aufgrund des politischen Systems nicht stark ausgeprägt.“ Mehr ... Moderne Vorstadtkirche wird Titelkirche von Kardinal Karl Josef Becker SJ Der deutsche Kardinal Karl Josef Becker nimmt am 22. April seine römische Titelkirche in Besitz. Das gab das Vatikanische Presseamt am Montag bekannt. Beim Konsistorium am 18. Februar hatte Benedikt XVI. dem 83-jährigen früheren Theologieprofessor und Vatikanberater die Kirche „San Giuliano Martire“ als römische Diakonie zugewiesen. Der Kardinalssitz erinnert an den früheren Brauch, dass die Päpste vom römischen Klerus gewählt wurden. Die Kirche San Giuliano liegt an der nach Norden führenden Ausfallstraße Via Cassia. Die Pfarrei wurde 1980 gegründet, die Kirche 1995 eingeweiht. 1997 stattete Papst Johannes Paul II. ihr einen Besuch ab. (radio vatikan)
| Freiburg i.Br. | 15. April 2012 | Erzbischof Zollitsch gratuliert Klaus Meres SJ zum Gustav-Heinemann-Bürgerpreis Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gratulierte Klaus Mertes SJ zur Auszeichnung mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreises. Er freue sich mit Mertes, dass sein Beitrag zur Aufklärung der Missbrauchsfälle mit dem Bürgerpreis der SPD gewürdigt werde. Dies schreibt der Freiburger Erzbischof in einem am Freitag in Bonn veröffentlichten Brief. Die SPD selber begründet den Preis damit, dass Mertes als Schulleiter des Berliner Cansius-Kollegs ehemalige Schüler über die Missbrauchsfälle informiert und damit zur Aufklärung des Skandals beigetragen habe. Die durch ihn angestoßene breite Debatte habe viele Opfer ermutigt, über ihre Leidensgeschichte zu sprechen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. (radio vatikan)
| Bad Schönbrunn | 5. April 2012 | Zum Kursangebot "Raum und Zeit für Sinnlichkeit" Das Interview mit Christian Rutishauser SJ in der Neuen Luzerner Zeitung zum Kurs "Raum und Zeit für Sinnlichkeit" hat ein breites Echo ausgelöst. Die Redaktion von jesuiten.ch verweist hier auf die Homepage des Bildungshauses und den Kommentar von Christian Rutishauser SJ: Stellungnahme von Christian Rutishauser SJ www.lassalle-haus.org Schwerpunkte des Jesuit Refugee Service für 2012-2015 Der Jesuit Refugee Service (Jesuiten-Flüchtlingsdienst) hat sich selbst neue Leitlinien und einen strategischen Plan für die nächsten vier Jahre gegeben, um seinen weltweiten Dienst an den Flüchtlingen angesichts einer schwierigen und komplexen Situation bestmöglich zu erfüllen. Der neue strategische Rahmenplan legt fest: Flüchtlinge sind für den Jesuit Refugee Service (JRS) nicht nur Personen, die wegen ihrer Rasse, Religion oder ihrer Mitgliedschaft in sozialen oder politischen Gruppen verfolgt werden, sondern alle innerhalb eines Landes vertriebenen Personen und De-facto-Flüchtlinge, die ihre Heime und Häuser wegen bewaffneter Konflikte, fehlerhafter Wirtschaftspolitik oder Naturkatastrophen verlassen mussten. Mehr ... Zwei neue akademische Initiativen an der Hochschule für Philosophie An der von den Jesuiten geführten Hochschule für Philosophie (HfPH) in München gibt es zwei neue akademische Initiativen. Das „Institut für Philosophie und Leadership“ beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit Fragen von Leadership und Führungsethik. Daneben bietet es eine intensive Beratung und Begleitung von Führungskräften in Spitzenpositionen an. Im Fokus des Interesses stehen dabei immer persönlich-extistentielle, strukturelle und ethische Aspekte rund um das Thema „Führen“. P. Michael Bordt SJ, Vorstand des Instituts schreibt: „Bei all unseren Tätigkeiten verbinden wir unsere philosophisch-ethische Fachkompetenz mit der Erfahrung und den bewährten Führungsmethoden des Jesuitenordens, der seit mehr als 400 Jahren weltweit Menschen in Führungspositionen beratend zur Seite steht.“ Neben diesem Institut gibt es nun auch einen Lehrstuhl für Philosophie und Motivation (von Erich Lejeune gestiftet). Als Lehrstuhlinhaber wurde P. Godehard Brüntrup SJ berufen. Zur feierlichen Einrichtung am 28.Februar wird als Schirmherr auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erwartet. Die Laudatio wird der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) halten, der einige Semester an der HfPh studiert hat. Grundkurs Ignatianische Spiritualität Fasten- und Osterzeit 2012 Achtmal wurde in den letzten Jahren der Grundkurs Ignatianische Spiritualität über das Internet angeboten, jedes Mal mit mehreren hundert Teilnehmer/innen. Dieser virtuelle Kurs bietet Frauen und Männern, die ihr Leben bewusst aus dem Glauben gestalten wollen, einen Zugang zur Spiritualität des Ordensgründers der Jesuiten, des hl. Ignatius von Loyola. Der große Vorteil dieses Angebots: jede Frau, jeder Mann mit einem Internetzugang kann an ihm teilnehmen, unabhängig davon, ob er/ sie in einer kleinen oder großen Stadt oder am Land wohnt. Auch die „Kurszeiten“ können weitgehend frei eingeteilt werden. Zu finden ist dieses Weblearning-Angebot über die Website der österreichischen Provinz weblearning Mehr ...
| Rom/Zürich | 9. Februar 2012 | Christian Rutishauser neuer Provinzial der Schweizer Jesuiten Vor wenigen Tagen hat der Generalobere der Gesellschaft Jesu, Adolfo Nicolás, Pater Christian Rutishauser zum neuen Provinzial der Schweizer Provinz ernannt. Rutishauser tritt damit am 31. Juli 2012, am Fest des heiligen Ignatius, die Nachfolge von Pierre Emonet an, der der Provinz bereits von 1987 bis 1993 und ein zweites Mal nun von 2009 bis 2012 vorgestanden ist. Rutishauser, geb. 1965 in St. Gallen, hat nach der Matura an der dortigen Kantonsschule, in Fribourg und Lyon Theologie studiert und mit Lizentiat an der Universität Fribourg abgeschlossen. Während des Studiums arbeitete er ein Jahr in der Pfarrei Wil und absolvierte danach in der Pfarrei Engelburg, Diözese St.Gallen, sein Pastoraljahr. 1992 trat er ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in Innsbruck ein. Danach arbeitete er von 1994 bis 1998 als Studentenseelsorger in Bern. 1998 wurde er vom heutigen Kardinal Kurt Koch zum Priester geweiht. Mehr ... „Symposion zu Missbrauch ist Zeichen nach innen“ Sexueller Kindesmissbrauch durch Priester und Ordensleute – nie wieder. Dieses Ziel zu erreichen, tritt nächste Woche ein internationales Symposion an der Päpstlichen Universität Gregoriana mit Unterstützung durch den Vatikan an. Es ist die weitaus größte Konferenz, die jemals zu diesem Thema stattgefunden hat. Nach zweijähriger Vorbereitung wurde am Freitagabend in Rom das Programm vorgestellt. Mario Galgano sprach darüber mit einem der Organisatoren, Hans Zollner SJ, Psychologie-Professor an der Gregoriana. Mehr ... Zum 400. Todestag von Christoph Clavius SJ Christoph Clavius (Clau) wurde 1537/38 in Bamberg geboren und trat 1555 in Rom in die Gesellschaft Jesu ein. Er entdeckte seine Neigung und Befähigung zur Mathematik bereits während seiner Studienzeit, die er in Coimbra/Portugal verbrachte. Den Großteil seines Lebens hielt er sich am Collegium Romanum als Professor für Mathematik auf, wo er noch den jungen, späteren Chinamissionar Johann Adam Schall von Bell beeinflusste. Seinem Beinamen “Euklid des 16. Jahrhunderts” verdankt er seiner kommentierten lateinischen Ausgabe der “Elementa” des griechischen Mathematikers Euklid, die den mathematischen Vorlesungen zugrunde lagen: Clavius versah seine Ausgabe der “Elementa” des Euklid mit einem umfangreichen Kommentar und ergänzte sie mit einem 16. Buch “De solidorum corporum comparatione”. Die Erstausgabe der “Euclidis Elementorum libri XV” erschien 1574 zu Rom. Clavius, von seinen Zeitgenossen “König der Mathematiker” genannt, starb am 6. Februar 1612 in Rom. Mehr...
| Indien/Bangalore | 31. Januar 2012 | Campus von Jesuiten überfallen Dozenten und Studenten der Universität "St. Joseph's" in Anekal (Bangalore) im indischen Unionsstaat Karnataka erlebten am gestrigen 30. Januar einen Tag des Schreckens: der Überfall, bei dem 100 radikale Hindus in das Universitätsgelände eindrangen und damit ihrer Aggression gegen Christen und insbesondere christliche Bildungseinrichtungen freien Lauf ließen, hätte noch größere Schäden verursachen können. Gewaltbereite Mitglieder verschiedener hinduistischer Gruppierungen, darunter die "Sishwa Hindu Parishad", "Bajrang Dal", "Sahtra Sakthi Sene", "Karnataka Rakshana Vedike" drangen in den Campus ein und unterbrachen dort die Vorlesungen. Angeblicher Grund für den Überfall, so das "Catholic Secular Forum", war die Tatsache, dass die Universität am Tag der Republik, der in Indien in den der vergangenen Woche gefeiert wurde, die Landesfahne nicht gehisst hatte. Mehr ...
| St.Blasien | 25. Januar 2012 | Klaus Mertes SJ: Kirche hat aus Skandalen gelernt An diesem Samstag vor genau zwei Jahren brachen die Missbrauchsskandale über die katholische Kirche in Deutschland herein. Auslöser war das Bekanntwerden eines Brief des Jesuiten Klaus Mertes SJ. Darin räumte der damalige Leiter des Canisiuskollegs in Berlin ein, dass sich Jesuiten in der Vergangenheit an Schülern sexuell vergangen hätten. Klaus Mertes SJ ist heute Leiter des Jesuitenkollegs St. Blasien im Schwarzwald. Stefan Kempis vom Radio Vatian fragte ihn, ob er seinen Brief „heute noch einmal so abschicken würde wie damals“. Ja, selbstverständlich. Das ist für mich gar keine Frage. Ihr Brief von damals hat sehr viel aufgerührt. Haben Sie nicht manchmal heimliches Verständnis für die, die sagen „Jetzt ist doch genug aufgearbeitet, jetzt gibt es für alles ein Gremium, eine Hotline oder eine Entschädigungsstelle, und damit wenden wir uns wieder anderen Themen zu“? Mehr ... Hans Zollner SJ für eine "neue Kultur des Hinsehens" Die katholische Kirche will weltweit effizienter gegen Missbrauch vorgehen. Zu diesem Zweck ist in München an diesem Freitag ein internationales Zentrum für Kinderschutz eröffnet worden. Nach der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle brauche die Kirche jetzt eine „neue Kultur des Hinsehens“, so der Vizerektor der Päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner SJ. Mehr ... Die Jesuiten in Vietnam P. Joseph Hoang Van Quang SJ informiert in einem Lagebericht über die Jesuiten und ihre Geschichte in Vietnam: Obwohl das Christentum schon 1533 Eingang in Vietnam fand, ist die Saat der Frohen Botschaft doch erst mit der Ankunft der Jesuiten 1615 im ganzen Land aufgegangen. Zwischen 1615 und 1773 haben die Jesuitenmissionare ein festes Fundament für die Katholische Kirche Vietnams gelegt. In diesen 158 Jahren kamen 77 Jesuiten in den Norden Vietnams, 95 in den Süden, und 33 vietnamesische Jesuiten wurden für den Dienst in ihrem Land ausgebildet. Mehr ... Karl Josef Becker SJ zum Kardinal ernannt Unter den 22 neu ernannten Kardinälen befindet sich auch der deutsche Jesuit Karl Josef Becker. Von 1969 bis 2003 unterrichtete er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Dogmatik, beriet über Jahre die vom damaligen Kardinal Ratzinger geleitete Glaubenskongregation. Papst Benedikt XVI. hat Becker im Herbst 2009 in die Theologengruppe für die Gespräche mit den traditionalistischen Piusbrüdern berufen. Für diese heikle Aufgabe empfahl sich Becker als ausgewiesener Fachmann für das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65). Zuvor war Becker auch an der Vorbereitung der gemeinsamen Erklärung der katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbundes zur Rechtfertigungslehre beteiligt, die im Jahr 1999 in Augsburg verabschiedet wurde. Becker gilt auch als ausgewiesener Kenner des Konzils von Trient. Mit der Ernennung Beckers zum Kardinal hat kaum jemand gerechnet, sie ist aber in Anbetracht seines Werdegangs und seiner Verdienste leicht nachvollziehbar. (www.domradio.de) Junge Menschen und ihre Freude In einem Brief an die Gesellschaft hat der Generalobere der Jesuiten, P. Adolfo Nicolás SJ, seine Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass Jesuiten überall auf der Welt die jungen Menschen begleiten und ihnen helfen müssen, den Geist und die Energie nutzbar zu machen, die etwa bei Ereignissen wie dem Weltjugendtag sichtbar werden. Jedes Jahr erhält Pater General von jeder Provinz ex-officio-Briefe zu einem speziellen Thema. Die Briefe des heurigen Jahres hatten die Jugend zum Thema. Mehr ...
| Australien | 6. Dezember 2011 | Neue Schule für junge Aborigines Die Jesuiten haben ein neues Lehrzentrum für junge Aborigines eröffnet. Mit dem Projekt will das Jesuitenkolleg „St. Ignatius“ in Riverview sich stärker für die Ausbildung Jugendlicher indigener Abstammung einsetzen. Zudem soll ihnen geholfen werden, ihre Kultur zu fördern. In dem neuen Lehrzentrum sollen 11- bis 12-Jährige unterrichtet werden. Die Aborigines machen rund 1,8 Prozent aller Schüler in Australien aus. Die Jesuiten setzen sich bereits seit 21 Jahren in Australien mit verschiedenen Projekten für die Ausbildung der Aborigines ein. (radio vatikan) Zum 200. Todestag von Joseph Pignatelli SJ Heuer jährt sich der Todestag des hl. Joseph Pignatelli zum 200. Mal, der während der turbulentesten Periode der Ordensgeschichte lebte. Ihm, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Jesuiten-Geschichte, ist es gelungen, durch all die Jahre, in denen der Orden aufgelöst war, seine Liebe für die Jesuiten und die Kirche unversehrt zu bewahren, betonte der Generalobere des Ordens, P. Adolfo Nicolás SJ diesen Monat in einem Brief an die ganze Gesellschaft Jesu. Mehr ... Paolo dall’Oglio SJ vor der Ausweisung? Die Gewalt in Syrien hält an. In den vergangenen Tagen sind erneut mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 14-Jähriger, berichten Menschenrechtsaktivisten. Zusätzlich gehen in dieser Situation vermittelnde Stimmen offenbar mehr und mehr unter: So besteht die Gefahr, dass der Jesuitenpater Paolo dall’Oglio aus Syrien ausgewiesen wird. Der Gründer der monastischen Gemeinschaft von Deir Mar Musa al-Habashi, die sich vor allem dem Dialog zwischen Muslimen und Christen widmet, hat sich in jüngster Zeit auch im Dialog zwischen den politischen Konfliktparteien engagiert. Die Ausweisung geschehe auf Befehl aus Damaskus, gibt Pater dall’Oglio im Gespräch mit Radio Vatikan an. Im Augenblick kümmere sich der zuständige Bischof um die Angelegenheit: Mehr ... Homepage in Spanien ausgezeichnet: Evangelisierung mit Hilfe der neuen Informationstechnologien Die Spanische Bischofskonferenz hat die Homepage "rezandovoy.org" der Jesuiten mit dem Preis "Bravo! 2011" in der Kategorie neue Informationstechnologien ausgezeichnet. Die neue Homepage ermöglicht das Herunterladen von Gebeten im Internet und wurde von der Diözese Valladolid vorgestellt. Bei der Preisverleihung der Spanischen Bischofskonferenz wurden vor allem die Verdienste von Medienschaffenden gewürdigt, "die sich für Menschenwürde, Menschenrechte und die Verbreitung der Werte des Evangeliums einsetzen." Preise verlieh die Bischofskonferenz in acht weiteren Kategorien. Die Homepage der Jesuiten wurde am vergangenen 9. März am Aschermittwoch freigeschaltet und seither von über 1,5 Millionen Nutzern besucht. Täglich nutzen rund 11.000 Besucher aus 138 Ländern in aller Welt die Seiten. (Fidesdienst) Lehrstuhl für Medienethik an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten Wenn Markus Schächter im März des nächsten Jahres sein Amt als Intendant des ZDF aufgibt, dann wird er einen Lehrstuhl für Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München aufbauen. Zunächst wolle man eine Arbeitsgruppe bilden, die zum Wintersemester kommenden Jahres ein Studienprogramm entwickeln wird. Schächter wird dann aber auch selbst Lehrveranstaltungen übernehmen. Auf die Frage, wie man sich diesen neuen Lehrstuhl genau vorstellen muss, gab Markus Schächter Auskunft... Mehr ... Hochschulabschluss im Flüchtlingslager Flüchtlingshilfe bedeutet nicht nur Nahrung und Sicherheit, sondern mittelfristig auch neue Perspektiven. Eine Hilfsorganisation am Horn von Afrika ermöglicht jungen Flüchtlingen einen Studienabschluss. Ein Gespräch mit dem Ostafrika-Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Nairobi, Pater Frido Pflüger, der jetzt in Zürich zu Gast war. Weiteres auf NZZ-online ... Neu: Zeitschrift Orientierung online Die Zeitschrift Orientierung ist bis Ende 2009 von der Schweizer Jesuitenprovinz herausgegeben worden und hat darauf ihr Erscheinen eingestellt. Seit 2004 verfügt sie über eine eigene Homepage, in der in einem eigenen Archiv die Zusammenfassungen der Artikel aller Nummern eingesehen werden können. Aufgrund dieses Angebotes gingen erfreulich viele Nachbestellungen von Einzelnummern bei der Redaktion der Zeitschrift ein. Nachdem die Zeitschrift eingestellt worden war, wurden in einem gross angelegten Projekt alle Nummern seit 1937 digitalisiert. Seit einigen Tagen sind sie alle unter folgender Adresse als PDF direkt und kostenfrei einsehbar: www.orientierung.ch - Archiv
| El Salvador | 17. August 2011 | Amnestie für die Jesuitenmörder gefordert Im Fall der mutmaßlichen Jesuitenmörder von El Salvador hat sich Erzbischof Jose Luis Escobar für eine Amnestie ausgesprochen. Die beschuldigten Militärangehörigen sollen an der Ermordung von sechs Jesuiten während des Bürgerkrieges 1989 in El Salvador beteiligt gewesen sein. Insgesamt wurden im Bürgerkrieg in El Salvador von 1980 bis 1992 Zehntausende Zivilisten getötet. Darunter waren auch mehr als 100 Geistliche verschiedener Glaubensgemeinschaften. (radio vatikan)
| El Salvador | 15. August 2011 | Neuer Stand um die Ermordung von sechs Jesuiten vor 22 Jahren Nachdem der spanische Richter Eloy Velasco Nunez Ende Mai einen Haftbefehl gegen 19 ehemalige hochrangige salvadorianische Militärs – darunter ein ehemaliger Verteidigungsminister – erlassen hatte und dieser seit Ende Juli via Interpol zur Fahndung ausgeschrieben wurde, haben sich neun Ex-Militärs nun in El Salvador der Justiz gestellt. Laut Medienberichten hätten sich die mutmaßlichen Täter am Montag in einer Sonderbrigade für militärische Sicherheit eingefunden. Am Dienstag seien sie schließlich an ein salvadorianisches Gericht überstellt worden. Offen ist jedoch, ob sie tatsächlich an Spanien ausgeliefert werden, beruft sich ein Anwalt der Militärs doch auf das seit 1993 geltende Amnestiegesetz für Kriegsverbrechen im Blick auf den salvadorianischen Bürgerkrieg zwischen 1980 und 1992. Der salvadorianische Bürgerkrieg hat rund 75.000 Menschenleben gefordert. Bis zu 80 Prozent aller Toten, heißt es in vielen Berichten und Untersuchungen, gingen auf das Konto der Streitkräfte. (radio vatikan)
| Spanien/ El Salvador | 3. Juni 2011 | Neue Ermittlungen zum Jesuitenmord in San Salvador Das Massaker an den Jesuiten der Katholischen Universität von San Salvador wird neu aufgerollt. Zwei Jahre hatte die spanische Staatsanwaltschaft Akten und Beweismaterial aus der Zeit des Bürgerkriegs in dem mittelamerikanischen Land untersucht. Laut der Nachrichtenagentur misna sind 20 Militärs angeklagt, darunter auch der ehemalige salvadorianische Verteidigungsminister Humberto Larios und ein Oberst der Armee, Guillermo Alfredo Benavides. Sie sollen an der Erschießung der sechs Patres und zweier weiblicher Hausangestellten 1989 beteiligt gewesen sein. Auslöser für den kaltblütigen Mord auf dem Höhepunkt des salvadorianischen Bürgerkrieges war der Einsatz der Jesuiten für eine Versöhnung zwischen Armee und Widerstandskämpfern. (radio vatikan) ng der sechs Patres und zweier weiblicher Hausangestellten 1989 beteiligt gewesen sein. Auslöser für den kaltblütigen Mord auf dem Höhepunkt des salvadorianischen Bürgerkrieges war der Einsatz der Jesuiten für eine Versöhnung zwischen Armee und Widerstandskämpfern. (radio vatikan) |
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