 |
 |
|
Ein Mann wollte sich für einen Curling-Kurs anmelden. Die Frau sagte ihm: «Eigentlich könntest du einmal Exerzitien machen. Da, ich habe das Kursheft vom Lassalle-Haus bekommen.» Der Mann erkundigte sich am Empfang des Hauses: «Ich wollte an einen Curling-Kurs, und meine Frau meinte, ich könnte auch einmal Exerzitien machen. Exerzitien, was ist das?» Die Exerzitien sind ein Übungsweg, das eigene Leben neu zu ordnen. Die Exerzitien gehen auf Igantius von Loyola zurück, den Gründer des Jesuitenordens. Er wollte seinem Leben eine neue Richtung geben, mehr Sinn. Er merkte und begann zu unterscheiden, dass manches in seinem bisherigen Leben mehr, anderes weniger Sinn machte. Und aus der Unterscheidung festigte sich in ihm der Entschluss, sich zu entscheiden für ein sinnvolleres Leben als bisher. Der Verstand sagte es ihm und das Herz zog ihn dahin. So erging es Ignatius. Und die Frau am Empfang fügte hinzu: «Wenn Sie Exerzitien machen wollen, müssen Sie Abstand nehmen von den Alltagsgeschäften. Darum kommen die Leute hier ins Haus. Sie müssen innerlich ruhig werden wie das Wasser im Teich. Dann sehen Sie auf den Grund Ihres Lebens. Wenn Sie eine Woche in Stille oder sogar im Schweigen unterwegs sind, gewinnen Sie mehr Klarheit, was der Schöpfer mit Ihrem Leben gemeint hat. Ich würde Ihnen raten, machen Sie Exerzitien. Sie haben mehr davon und kommen erst noch billiger.» Der Mann war seit der Begegnung oft in Exerzitien, und sein Leben hat sich entfaltet in einer grossen Dankbarkeit bis ins hohe Alter.
Hubert Holzer SJ, Basel
Weitere Informationen zu speziellen Exerzitienformen: > Einzelexerzitien > Exerzitien im Alltag
> Film-Exerzitien – Exerzitien mit Filmen
> Wanderexerzitien > Exerzitien und Zen > Unser Exerzitienangebot |
|
|
|