Jesuiten
 
    
 
 
Ignatius von Loyola
Ignatius von Loyola
 


 
 
Ignatius von Loyola (1491–1556) ist kein populärer Heiliger. Franz von Assisi und andere Meister laufen ihm klar den Rang ab. Ignatius hat aber einen Orden ins Leben gerufen, der in der Geschichte der katholischen Kirche eine markante Zäsur gesetzt hat. Sowohl die Entwicklung älterer als auch die Gründung neuer Orden standen fortan unter seinem Einfluss.
Um Ignatius’ Leben ranken sich keine Legenden. Die bildlichen Darstellungen zeigen ein eher ruhiges und ernstes Gesicht. Dafür sind zahlreiche schriftliche Zeugnisse erhalten, die Ignatius selber verfasst hat: so die «Geistlichen Übungen», die Satzungen des Ordens, über 7000 Briefe und der Bericht des Pilgers, eine Art Autobiographie. Damit bekommen wir einen sehr direkten Zugang zu seiner Persönlichkeit. Ignatius entpuppt sich dabei als jemand, der ein Leben lang auf dem Weg war, seine Ideen hartnäckig zu realisieren versuchte und sich immer wieder korrigieren liess. Er zeigt sich insgesamt als willensstark, energisch, aber auch als beweglich und kreativ.
Ignatius versuchte, seine ganze Schaffenskraft auf den Willen Gottes auszurichten. Damit war vor allem das Ziel verbunden, andere Menschen zu einem erfüllten Leben zu führen und Zeugnis von der Gegenwart Jesu in der Welt abzulegen. Dabei entwickelte er die Methoden alter christlicher Meister weiter und aktualisierte sie auf dem Hintergrund seiner Lebenserfahrungen.




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