Papst bestätigt Ausrichtung des Ordens

Arturo Sosa SJ, Generaloberer der Gesellschaft Jesu, veröffentlicht Apostolische Präferenzen 2019-2029

Papst Franziskus hat die inhaltliche Ausrichtung des Jesuitenordens offiziell bestätigt und bekräftigt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Ordens haben alle Mitglieder weltweit mitdiskutiert, was die Gesellschaft Jesu in den nächsten zehn Jahren für die Kirche und die Gesellschaft bewirken will:

  1. Ein Weg zu Gott: Durch ignatianische Unterscheidung und Exerzitien Gott finden helfen.
  2. An der Seite der Benachteiligten: Auf dem Weg mit den Armen, den Ausgestossenen der Welt, den in ihrer Würde Verletzten für Versöhnung und Gerechtigkeit eintreten.
  3. Mit jungen Menschen: Jugendliche und junge Erwachsene bei der Gestaltung einer hoffnungsvollen Zukunft begleiten.
  4. Für die Schöpfung: In der Sorge für das Gemeinsame Haus zusammenarbeiten.

Nachdem Papst Franziskus diesen Schwerpunkten seine Zustimmung gegeben hat, veröffentlichte sie der Generalobere Pater Arturo Sosa SJ am 19. Februar in einem Schreiben an den ganzen Orden und die Mitarbeiter. «Vielen Dank für diese Arbeit, die ich billige und als Mission bestätige», heisst es in dem Bestätigungsschreiben von Papst Franziskus. «Der Prozess, den die Gesellschaft Jesu unternommen hat, um zu universellen apostolischen Präferenzen für die kommenden Jahre zu gelangen, war ein Weg, das heisst, die Auswahl der verschiedenen apostolischen Möglichkeiten hat sie in Bewegung gesetzt. Das tröstet mich, es war eine dynamische Unterscheidung, keine Bibliothek oder Labor, was auch keine echte Unterscheidung gewesen wäre.» Die vier Präferenzen stünden im Einklang mit den gegenwärtigen apostolischen Prioritäten der Kirche, die durch das ordentliche Lehramt des Papstes, die Synoden und Bischofskonferenzen, insbesondere durch das apostolische Schreiben Evangelii Gaudium zum Ausdruck kommen, so der Papst.

Während früher die Päpste dem Orden – aufgrund der besonderen Verbindung zwischen den Jesuiten und dem Papst – besondere Aufträge erteilt haben, sind die vier neuen Schwerpunkte auf einem gemeinsamen Weg entschieden worden. Sie wurden in einem längeren Prozess im gesamten Orden weltweit diskutiert und daraufhin dem Papst vorgelegt. Sie setzen die Richtung des Ordens fort, den dieser seit den letzten Generalkongregationen gegangen ist. 

Arturo Sosa SJ, Generaloberer der Gesellschaft Jesu, unterstreicht in seinem Brief: «Wir haben dies als Sendung von der Kirche durch den Heiligen Vater, Papst Franziskus, erhalten, der die Präferenzen genehmigt und die durch den apostolischen Leib geschehene Unterscheidung in Gemeinschaft bestätigt hat. Uns als Leib, der dem Heiligen Geist gehorcht, kommt es nun zu, die Umsetzung in allen Dimensionen unserer Sendung bzw. unseres Lebens zu planen. »Alle Kräfte des Ordens würden nun in den nächsten zehn Jahren dafür 2019-2029 gebündelt.

Christian Rutishauser SJ, Provinzial der Schweizer Jesuiten, erklärt dazu: «Das Ordens-Charisma der Jesuiten muss in jede Generation hinein konkretisiert werden. So freue ich mich, dass Pater General vier neue Präferenzen für die Arbeit der Jesuiten weltweit formuliert hat. Sie sind Frucht einer längeren Konsultation. Als Provinzial werde ich darauf achten, dass sie unser Wirken in der Schweiz prägen.»

Hier gelangen Sie zur Webseite mit den vier Schwerpunken  des Jesuitenordens auf Französisch, ItalienischEnglisch und Spanisch.

Die vier Präferenzen in einer kurzen Videobotschaft: 

Die Videobotschaft von Arturo Sosa SJ in seiner Muttersprache Spanisch:

Zurück