Friedensmann von Homs: Frans van der Lugt SJ (1938-2014) – vom Tod ins Leben. Gedenkvideo zum 5. Todestag

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Er war ein Mann des Friedens und musste gewaltsam sterben: 50 Jahre hatte der niederländische Jesuit Frans van der Lugt in Syrien gewirkt, bis er am 7. April 2014 in Homs an der Türe der Ordensniederlassung niedergestreckt wurde – der Mörder hatte geklopft, und er hatte aufgemacht. Zum fünften Todestag nun legen die Jesuiten von den Niederlanden und Flandern einen eindrücklichen Animationsfilm vor: Sie lassen Abu na Francis (Pater Frans), wie ihn alle nannten, post mortem über seine letzten Tage sprechen.

Trotz monatelanger Belagerung und Hunger harrte der 75-Jährige in Homs aus, als letzter Jesuit zusammen mit Überlebenden. Die Liebe zum syrischen Volk trieb ihn an. «Ich sehe keine Muslime oder Christen, ich sehe vor allem Menschen», pflegte er zu sagen. Sein beherztes Engagement wurde weltweit beachtet und geht weiter. In Homs leben heute wieder vier Jesuiten. Kinder besuchen ihre Hausaufgabenkurse, hunderte nutzen ihre Kirche, die Gruppe «Foi et Lumière» setzt sich wie zu Pater Frans’ Zeiten für junge Behinderte ein. Und noch in seinem Todesjahr eröffnete der Jesuiten-Flüchtlingsdienst im Nachbarland Libanon, in Bourj Hammoud das Frans van der Lugt-Zentrum. Das Haus betreut heute 1 150 Familien, mehrheitlich Flüchtlinge aus Syrien. Der Fokus liegt auf ihren Kindern, die Stützunterricht erhalten, damit sie den Anschluss an die Schule nicht verlieren.

Animationsfilm über Frans van der Lugt SJ

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