Óscar Romero und die Jesuiten

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Óscar Arnulfo Romero y Galdámez (1917 – 1980), so der volle Name des Erzbischofs von San Salvador, wurde am 14. Oktober 2018 in Rom zusammen mit Paul VI., der deutschen Nonne Katharina Kasper und 4 weiteren Menschen heiliggesprochen.

Eine rechtsgerichtete Todesschwadron ermordete Romero 1980, als er die Messe in einer Krankenhauskapelle in San Salvador las. Romero war einer der prominentesten Verfechter der Befreiungstheologie. Er trat für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen ein und brachte die reichen Eliten und das Militär in seiner Heimat El Salvador gegen sich auf. Das Attentat war Auslöser des salvadorianischen Bürgerkriegs, der bis 1992 rund 75 000 Menschen das Leben kostete. Das aki (katholische Hochschulgemeinde Zürich) hat den Ermordeten am Tag seiner Heiligsprechung im Rahmen des wöchentlichen Hochschulgottesdienstes gewürdigt.
Hochschulgottesdienst jeweils Sonntagabend, 20 Uhr, Liebfrauenkirche Zürich, Tramhaltestelle Haldenegg.

Lesen Sie im Folgenden den Beitrag von Nikolaus Klein SJ, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Jesuitenbibliothek. Klein berichtet insbesondere von der tiefen Freundschaft Óscar Romeros mit Rutilio Grande SJ. Der Jesuitenpater wurde drei Jahre vor Romero ermordet. Rutilio Grandes Tod am 12. März 1977 markiert einen traurigen Wendepunkt in El Salvador, dem mittelamerikanischen Land halb so gross wie die Schweiz und mit heute 7,3 Millionen Einwohnern: Erstmals in der salvadorianischen Geschichte der 1970er Jahre war ein Priester Opfer eines politisch motivierten Mordes geworden. 

Zum Beitrag Óscar Romero und Rutlilio Grande

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