Provinz-Symposium in Schwäbisch-Gmünd: ECE-Provinzen wachsen zusammen

In der Osterwoche trafen sich an die 200 Jesuiten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Litauen und Schweden zum Symposium in Schwäbisch-Gmünd. Gemeinsam Gottesdienstfeiern und beten, über die Sendung in den Bereichen Spiritualität, soziale Verantwortung und Bildung austauschen sowie Mitbrüderlichkeit pflegen: So wachsen die Jesuiten dieser Länder immer stärker zusammen. In zwei Jahren, im April 2021, sollen sie die Zentraleuropäische Provinz (ECE) bilden.

Eines der wichtigen Themen war die ökologische Herausforderung. Wie antwortet der Jesuitenorden darauf? An einem eindrücklichen Morgen mit einem Referat vom Gaël Giraud SJ, der seine familiäre Herkunft in der Schweiz und in Frankreich hat, wurden wissenschaftlich erhärtete Fakten vorgetragen. Es wurde zum Beispiel offenkundig, dass die Klimaveränderung am stärksten Teile der Erdbevölkerung weit weg von Europa trifft. Wir in Europa aber tragen Verantwortung mit. Es kristallisierten sich drei Beiträge heraus, die aus christlicher Verantwortung von den Jesuiten und ihren Institutionen geleistet werden können:

1. Der eigene Lebensstil muss weiterhin einfach bleiben und vermehrt die ökologischen Implikationen miteinbeziehen.

2. Es braucht politische Entscheidungen. Jesuiten können über Fachkompetenz auf verschiedenen Ebenen gesellschaftliche Prozesse mitprägen.

3. Die Schöpfungsspiritualität ist zu vertiefen. Der Glaube spricht nicht nur von Natur, sondern von Schöpfung. Was heisst das! Vor allem ist der Ohnmacht angesichts ökologischer Katastrophenszenarien entgegenzuwirken. Sie ist die Kehrseite vermeidlicher Selbsterlösung. Christlicher Glaube weiss, dass der Mensch Partner in der Schöpfung Gottes ist.

Das mitbrüderliche Treffen liess Ostern als Fest der Auferstehung und der Neuschöpfung vertieft miteinander begehen und feiern. Die Kraft und Motivation, die aus der gemeinsamen Sendung des Ordens wächst, waren mit Händen zu greifen.

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