Unterwegs mit Schweizer Jesuiten

Auf der Suche nach dem Schönen, Wahren, Guten

Die Wirklichkeit, in die wir hineingestellt sind, ist nicht immer so, wie wir es gerne hätten oder bräuchten. Frisch angekommen in Genf frage ich mich: Was willst du hier, ausgerechnet jetzt, in diesem Corona-Hotspot, mitten im Shutdown, ohne eine konkrete Aufgabe? «Gott suchen und finden in allen Dingen» lautet eines der Grundworte der ignatianischen Spiritualität. Damit starte ich in die neue Woche.

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Wollen, müssen wir einander auf die Füsse treten?

Was wir  im Zuge der Konzernverantwortungsinitiative erleben, ist für uns recht ungewohnt. Wir wollen einander doch nicht auf die Füsse treten! Vor allem nicht in der Kirche! Und zuletzt wir Jesuiten! Seit jeher wollen wir Brücken bauen, den Dialog mit anderen pflegen und gemeinsam jeweils das Bessere für alle suchen. Doch zurzeit wird diese Haltung in ihren Grundfesten durchgerüttelt. 

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Fratelli tutti: Mission Geschwisterlichkeit

Wenn der dreifaltige Gott in sich Gemeinschaft, Bewegung, Dynamik zum Ausdruck bringt, wenn Gott immer wieder den Dialog sucht mit uns Menschen und unserer Welt, dann kann Mission keine Sonderaufgabe von Spezialistinnen und Spezialisten sein. Dann sind wir alle berufen, uns in unserem konkreten Umfeld missionarisch zu engagieren: Gedanken zum Weltmissions-Monat Oktober der katholischen Kirche.

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Was stört an der störenden Kirche?

Der Kirche wird immer dann das Recht am Wort abgesprochen, wenn sie sich gegen die Interessen von finanziell und politisch Mächtigen positioniert: gegen Waffenhandel, gegen Kriegsmaterial-Exporte, für eine die Menschenrechte achtende Asylpolitik und zurzeit akzentuiert für die Konzernverantwortung. Die entsprechende Initiative gelangt am 29. November zur Abstimmung, ist vielerorts in Gottesdiensten Thema und wird vom überkonfessionellen Zusammenschluss «Kirche für Konzernverantwortung» mitgetragen.  

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Die Flüchtlinge Keth, Sipan und Noor begleiten mich

Nun muss ich die Arbeit bei Jesuit Worldwide Learning zurücklassen und wende mich dem Theologiestudium in Bogotá zu, sofern es Corona-bedingt klappt. Reich beschenkt als internationaler Hochschulseelsorger verlasse ich Genf – reichlich nachdenklich auch: Wie kann man aus dem Elfenbeinturm Europa heraus entscheiden, was für eine intelligente junge Frau wie Keth (im Bild) im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma die angemessene Bildung ist? Und wem steht es zu, dem nach Irak geflüchteten Medizinstudenten Sipan aus Syrien zu sagen, dass für ihn nur Taxifahren in Frage kommt?

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Die Angst zu verlieren verloren – das ist Kirche

Die Kirche kann eine Maske – Ideale, Moral, Regeln sein, hinter der man sich versteckt und oft nur schwer atmen kann. Sie kann zur Fratze werden – Missbrauch, Schweigen, Verletzen. Sie kann aber auch ein Gesicht sein – lächelnd, zugewandt, wach, präsent… Ein Erfahrungsbericht unseres sommerlichen Arrupe-Monats* im belgischen Exerzitienhaus La Pairelle:  15 Jesuiten aus neun Ländern nahmen sich Zeit für Reflexion, Gebet, Austausch und Lektüre. 

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