Gedenken an den ermordeten Menschenrechtsaktivisten Luis Espinal SJ

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Am 22. März 1980 wurde Luis Espinal in Bolivien entführt, gefoltert und ermordet. Zuvor hatte sich der Jesuit und Menschenrechtsaktivist an einem politischen Fasten beteiligt. Hier gelangen Sie zum Gedenkbeitrag von Christoph Albrecht SJ, der über Leben und Wirken von P. Luis Espinal SJ promovierte («Den Unterdrückten eine Stimme geben», Luzern 2005,129-130.138.155.191.212).

1932 bei Manresa in Katalonien geboren, trat Luis Espinal als 17-Jähriger in den Jesuitenorden ein und wirkte ab 1968 in Bolivien. Espinal wurde in seinem politischen Kampf um Gerechtigkeit vom tiefen Glauben an die Menschenfreundlichkeit Gottes geleitet.
Seine Bereitschaft, von den Ärmsten zu lernen, war Ausdruck eines starken Identifikationsprozesses mit dem bolivianischen Volk. Immer wieder setzte er Zeichen, die ihn für die harte Alltagswirklichkeit der kleinen Leute empfänglich werden liessen. So zog er es vor, wie diese zu Fuss zu gehen, auch bei Regen und Schlamm. Seine Antwort auf das Angebot eines Bekannten, der im Auto vorbeifuhr, ist bezeichnend: «Weisst du, heute will ich keine Bequemlichkeiten oder Privilegien. Heute will ich mit dem Volk gehen.»

Bild: Hungerstreik vom Januar 1978, ganz rechts Luis Espinal SJ.

 

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