Warum ist die Hilfe für Flüchtlinge so verlangsamt? UNHCR-Forum sucht mit JWL-Beteiligung nach Lösungen

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Warum geht die Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene so langsam voran? Warum gelingt es der internationalen Gemeinschaft nicht, Menschen in Flüchtlingslagern, Kriegszonen und Aufnahmezentren besser zu schützen und ihnen Lebensperspektiven zu gewähren? Antworten und Lösungen suchen Vertreterinnen und Vertreter aller involvierter Kreise Mitte Dezember am ersten internationalen Flüchtlingsforum in Genf unter UNHCR-Schirmherrschaft und mit namhafter Beteiligung des Bildungswerks Jesuit Worldwide Learning (JWL).

Vom 16. bis 18. Dezember 2019 wird die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR das erste internationale Flüchtlingsforum in Genf durchführen. Während den Tagen des Global Refugee Forum (GRF) werden Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und Hilfsprojekten sowie Flüchtlingsvertreter, Lehrkräfte und Fachpersonen im humanitären Bereich zusammenkommen, um Antworten auf die brennenden Fragen zu liefern: Warum geht die Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene so langsam voran? Warum gelingt es der internationalen Gemeinschaft noch nicht, Menschen in Flüchtlingslagern, Kriegszonen oder Aufnahmezentren besseren Schutz, Arbeitsperspektiven und Bildungszugänge zu gewähren? Der weltweite Zugang zu Hochschulbildung für Flüchtlinge beispielsweise liegt bei lediglich rund drei Prozent – geplant ist seit langem eine Zugangsrate von 20 Prozent!

Jesuit Worldwide Learning (JWL), das Bildungswerk des Zentraleuropäischen Jesuitenprovinz mit Sitz in Genf, ist bei den Vorbereitungen zum Forum aktiver Partner des UNHCR.  Vor zwei Monaten fragte die UN-Flüchtlingsorganisation an, ob das Bildungswerk der Jesuiten kurzfristig eine Feldforschung zum Thema Hochschulzugang für Flüchtlinge durchführen kann, die in vom Krieg geschädigten Gebieten leben. JWL hat diese anspruchsvolle Aufgabe an die Hand genommen. So werden in den kommenden Wochen in den JWL-Lernzentren in Afghanistan, Irak, Jordanien, Kenia und Malawi verschiedene Workshops durchgeführt. JWL will Studentinnen und Studenten, Absolventinnen und Absolventen, Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungssektor in den jeweiligen Regionen zusammenbringen, um einerseits die Hindernisse zu Hochschulbildung zu benennen, andererseits praktikable Lösungsansätze auf lokaler und internationaler Ebene zu erarbeiten. Der Fokus liegt primär auf der Eigenverantwortung, Kreativität und Innovation auf lokaler Ebene. Gleichzeitig werden  auch konkrete Vorschläge und Anträge an die internationale Gemeinschaft formuliert, die zu einer Stärkung lokaler Strukturen führen.

Pascal Meyer SJ

 

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