Quellen zu Christentum und eigener Spiritualität: Interviews mit Christian Rutishauser SJ

Die Zeichen der Zeit stehen auf Umbruch, gesellschaftliche Kontexte brechen weg, tradierte Formen verlieren an Kraft. «Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein», stellte Karl Rahner kurz und knapp fest.

Der bekannte Satz des deutschen Theologen ist für Christian Rutishauser SJ Anhaltspunkt, im Interview vom Pfarrblatt Bern über Spiritualität in säkularer Zeit nachzudenken. «Gerade weil in der säkularen Gesellschaft die alte Frömmigkeit wegfällt, ist die Sehnsucht nach Spiritualität so gross», sagt Christian Rutishauser. Wer diese Sehnsucht in sich trägt und Orientierungspunkte sucht, dem rät der Provinzial der Schweizer Jesuiten: «Das Beste ist, auf andere Menschen zu schauen, wie sie geistlich leben. Auf diese Weise steigt man langsam ins Üben ein. Exerzitium, Üben, ist ein altes christliches Wort. Dabei geht es nie ohne Wissen. Es braucht die Lektüre geistlicher und theologischer Texte, auch der Bibel.»

Im aktuellen Interview in der Zeitschrift Sonntag äussert sich Rutishauser auch zu Spiritualität im weiten Sinn: «Jeder Mensch braucht irgendeine Form von Spiritualität. Das Bedürfnis nach Sinngebung leitet den Menschen. Sei es die Spiritualität mit der Natur, der Wissenschaft, der Kultur. Man kann sie überall finden. Das ist an sich ja auch nicht schlecht.» Aber letztlich gehe es in Ländern, die vom Christentum geprägt wurden: «Will man christliche Spiritualität oder nicht?»

Die beiden Interviews erschienen anlässlich des neuen Lehrgangs Christliche Spiritualität, der im November im Lassalle-Haus startet. Hier gelangen Sie zu den Beiträgen:

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