Unsere Arbeit

Der eine gibt Kurse in Zen-Meditation. Der andere unterrichtet Siebtklässler. Ein Dritter betreut ein Landwirtschaftsprojekt in Sambia, ein Vierter ist Professor für Metaphysik. Und das ist nur eine kleine Auswahl von dem, was Jesuiten aus Zentraleuropa alles so tun. Was allen aber gemeinsam ist, ist die Begegnung mit anderen Kulturen. Seien es andere Generationen, andere soziale Herkunft, andere Religionen, andere Sprachen - das Fremde, das Andere gehört zum Jesuit-Sein dazu wie das tägliche Gebet.

Wenn der Orden, wie es von Anfang an sein Auftrag war, den Menschen und dem Glauben dienen soll, wenn Verkündigung, Dialog, Einsatz für Gerechtigkeit und Versöhnung im Zentrum des Tuns stehen sollen, dann geht das nur, wenn man dazu auch ausgebildet oder spezialisiert ist, und wenn die Lebensweise als Gemeinschaft dem angepasst ist. Die erste Generation von Jesuiten hatte das gut verstanden: Sie schuf einen neuen Ordenstyp, dessen Lebensweise flexibel ist und sein muss. So kennen wir Jesuiten kein Ordensgewand und kein gemeinsames Chorgebet.

Wir leben in Gemeinschaften, die sich immer wieder neu zusammensetzen, je nachdem, wer gerade welche Aufgabe übernimmt. Und was genau jemand macht und wie er sich spezialisiert, das wird gemeinsam mit den Oberen entschieden, damit Bedürfnis und Talent möglichst in Deckung kommen. Die ersten Jesuiten entschieden, dass sie sich als Gemeinschaft der Kirche und dem Papst zur Verfügung stellen wollen, denn der wisse am besten, wo sie am meisten gebraucht würden. Jesuit-Sein will eine Antwort auf Anfragen sein, eine Reaktion auf die „je größere Not“ in der Welt, wie es damals ausgedrückt wurde. Wir sollen und wollen dort arbeiten, wo wir gebraucht werden.

Unsere Arbeit in Zentraleuropa: Einige Zahlen und Einblicke

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Kirchen und Pfarreien

Junge Menschen begleiten

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Hochschulen

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Studierende bei Jesuit Worldwide Learning (JWL)

Ein Weg zu Gott

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Schulen

An der Seite der Benachteiligten

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Mahlzeiten beim Mittagstisch in Göttingen und Ludwigshafen

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Bildungs- und Exerzitienhäuser

Apostolische Präferenzen: Unsere vier Schwerpunkte


Mit den vier sogenannten „Universalen Apostolischen Präferenzen“ (UAP) haben wir Jesuiten uns inhaltliche Schwerpunkte für die Dekade 2019 bis 2029 gesetzt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Ordens haben alle Mitglieder weltweit mitdiskutiert, was die Gesellschaft Jesu in den nächsten zehn Jahren für die Kirche und die Gesellschaft bewirken will. Die vier Schwerpunkte wurden im Februar 2019 von Papst Franziskus bestätigt. Sie sind Leitlinien für unser Leben und unser Engagement in Kirche, Gesellschaft und Welt.

  • Ein Weg zu Gott

    Wer bin ich wirklich? Wie will ich mein Leben gestalten? Wo zieht es mich hin? Was ist meine Berufung? In unserer schnelllebigen Welt gibt es immer weniger Raum und Ruhe, um unser wahres Selbst zu finden oder um uns von Gott finden zu lassen. Hier setzt unsere erste Apostolische Präferenz an: Als Jesuiten wollen wir durch Unterscheidung und Geistliche Übungen Gott finden helfen. Mehr erfahren

  • An der Seite der Benachteiligten

    Wir sehen, wie sich die Kluft zwischen Arm und Reich auf der ganzen Welt vergrößert. Wir erleben, dass es in unserer direkten Nähe Geflüchtete, Ausgegrenzte, Leidende, Einsame gibt. Wir wünschen uns eine Umkehr in unseren eigenen Herzen, die uns lebendig und sensibel macht für den leidenden Christus in unserer Mitte. All das umfasst unsere zweite Apostolische Präferenz: Gemeinsam mit den Armen, den Verworfenen der Welt, den in ihrer Würde Verletzten auf dem Weg sein, gesandt zu Versöhnung und Gerechtigkeit. Mehr erfahren

  • Mit jungen Menschen

    Junge Menschen haben so viele Möglichkeiten in diesem digitalen Zeitalter, das sie vereint wie nie zuvor. Gleichzeitig stehen sie vor enormen Herausforderungen angesichts der Brüchigkeit von Beziehungen, wachsender Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, lebensbedrohender Umweltzerstörung. Die Jugend ist eine Zeit für Träume und Experimente, aber auch für grundlegende Entscheidungen und Weichenstellungen. Hier setzt unsere dritte Apostolische Präferenz an: Jugendliche und junge Erwachsene bei der Gestaltung einer hoffnungsvollen Zukunft begleiten. Mehr erfahren

  • Für die Schöpfung

    Die globale Umweltkrise wirkt sich in besonderer Weise auf die Armen und Schwachen aus. Es besteht dringender Handlungsbedarf für Christen und alle Menschen guten Willens. Wir brauchen eine ökologische Umkehr, um unseren wunderbaren Planeten zu schützen und zu bewahren. Als Gesellschaft Jesu wollen wir auf den Ruf unseres Schöpfers antworten. Uns so lautet unsere vierte Apostolische Präferenz: In der Sorge für das Gemeinsame Haus zusammenarbeiten. Mehr erfahren

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